Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer INT und Fraunhofer Space auf der ILA 2018: Bestrahlungstests und Satellitentechnologie

12.04.2018

Auf der ILA 2018 in Berlin präsentiert das Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT am Stand 202 in Halle 4 den Nachbau einer Co-60-Bestrahlungsanlage und bestrahlte Materialproben, die den Einfluss von Strahlung auf verschiedene Materialien veranschaulichen. Ebenfalls vertreten ist das im Rahmen eines Forschungsprojektes entwickelte Assistenzsystem KATI für Technologiescanning und -monitoring. Außerdem wird die Fraunhofer-Allianz Space am Stand mit drei verschiedenen Exponaten vertreten sein: Einem Modell des ERNST-Satelliten, einer Übersicht über alle Raumfahrtmissionen mit Fraunhofer-Beteiligung und einem virtuellen, interaktiven Satellitenmodell.

Satelliten, Sonden und andere Luft- und Raumfahrttechnologien sind ununterbrochen Strahlung aus dem Weltraum ausgesetzt. Dabei kann es sich um die geladenen Teilchen des Sonnenwindes oder um Strahlung, die aus Sonneneruptionen resultiert, handeln. Das Fraunhofer INT erforscht die Effekte, die diese Strahlung auf technische Komponenten haben kann und bietet Lösungen und Schutzmaßnahmen an.


Künstlerische Darstellung des virtuellen Satellitenmodells der Fraunhofer-Allianz Space

© Fraunhofer INT, cd online

Dazu besitzt das Institut unter anderem ein Pikosekundenlasersystem und drei Co-60-Gammabestrahlungsanlagen, wovon eine als Nachbau auf der ILA ausgestellt wird. Mit der Anlage können Bauteile oder auch ganze Aufbauten mit verschiedenen Dosisraten bestrahlt und auf ihre Strahlungsresistenz überprüft werden.

Wie diese Bestrahlungstests ablaufen zeigt außerdem ein Video am Stand der Fraunhofer-Gesellschaft (Halle 4, Stand 202). Außerdem veranschaulichen bereits bestrahlte Proben aus verschiedenen Materialien wie beispielsweise Holz, Glas, Papier oder Gummi, welche Veränderungen Strahlung bei unterschiedlicher Dosis hervorruft.

Auch die Kompetenzen des Fraunhofer INT hinsichtlich Technologievorausschau sind auf der ILA präsent. Das System Knowledge Analytics for Technology and Innovation (KATI) ist ein IT- und datenbasiertes Assistenzsystem, welches die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei ihren Technologievorausschau-Aktivitäten unterstützt.

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die benötigte Zeit bei der Literaturrecherche deutlich zu verringern, die Effizienz zu steigern und die Analyse-Möglichkeiten zu erweitern und teilweise zu automatisieren.

Die Allianz Space, deren Sprecher INT-Institutsleiter Prof. Lauster ist und deren Geschäftsstelle am INT verortet ist, tritt mit mehreren Exponaten auf. Zum einen wird ein Modell des Satelliten ERNST (Experimental Spacecraft based on Nanosatellite Technology) präsentiert, ein Projekt unter Federführung des Fraunhofer EMI.

Das EMI entwickelt das Gesamtsystem, das Fraunhofer IOSB ist mit einer optischen Nutzlast (einer MWIR Kamera) und das Fraunhofer INT mit einem OnBoard Strahlungssensor beteiligt. Auftraggeber für ERNST ist das Bundesministerium der Verteidigung. Das Projekt zeigt die Fähigkeiten der Allianz (in diesem Falle des EMI) bei der Integration verschiedener Komponenten in ein Gesamtsystem.

Virtueller Satellit als Highlight

Weiterhin wird ein virtuelles Satellitenmodell gezeigt. Hierbei handelt es sich um ein digitales, frei dreh- und zoombares 3D-Modell eines idealisierten Satelliten, auf dem eine große Zahl Fraunhofer-Komponenten im Einsatz sind. Komplettiert wird das digitale Ensemble von einem digitalen ERNST-Satelliten, terrestrischen Fraunhofer Kompetenzen auf einer digitalen Erdkugel und Umwelteinflüssen wie Sonnenwind und Weltraumschrott. In der Gesamtschau liefert das Exponat einen umfassenden und interaktiven Überblick über die Kompetenzen, die Fraunhofer im und für den Weltraum zu bieten hat.

Außerdem wird auf dem Messestand eine große Übersicht über Weltraummissionen mit Fraunhofer-Beteiligung und ein Original Teleskop von Joseph von Fraunhofer präsentiert. Die Missionsübersicht zeigt, welchen Beitrag Fraunhofer jetzt und in der nahen Zukunft zur Weltraumforschung leistet. Das Teleskop zeigt den Beitrag, den der Namensgeber der Fraunhofer Gesellschaft schon vor über 200 Jahren zur Weltraumforschung geleistet hat.

Das Fraunhofer INT bietet wissenschaftlich fundierte Analyse- und Bewertungsfähigkeitüber das gesamte Spektrum technologischer Entwicklungen. Vertieft wird dieser Über­blick durch eigene Fachanalysen und -prognosen auf ausgewählten Technologiegebietenund durch eigene theoretische und experimentelle Arbeiten auf dem Gebiet elektromag­netischer und nuklearer Effekte.

Die Fraunhofer-Allianz Space ist ein Zusammenschluss von 15 Instituten, die im Bereich Raumfahrttechnologie angewandte Forschung für den Weltraum betreiben. In der Allianz bündeln die Institute ihre technologischen Kompetenzen, um der Raumfahrt-Industrie und Zuwendungsgebern wie der ESA oder der Europäischen Kommission einen zentralen Ansprechpartner zu bieten. Durch das vielfältige technologische Know-How der beteiligten Institute bietet die Fraunhofer-Allianz Space ihren Kunden ein einzigartiges Spektrum an.

www.int.fraunhofer.de
www.space.fraunhofer.de

Thomas Loosen | Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gammastrahlungsblitze aus Plasmafäden

Neuartige hocheffiziente und brillante Quelle für Gammastrahlung: Anhand von Modellrechnungen haben Physiker des Heidelberger MPI für Kernphysik eine neue Methode für eine effiziente und brillante Gammastrahlungsquelle vorgeschlagen. Ein gigantischer Gammastrahlungsblitz wird hier durch die Wechselwirkung eines dichten ultra-relativistischen Elektronenstrahls mit einem dünnen leitenden Festkörper erzeugt. Die reichliche Produktion energetischer Gammastrahlen beruht auf der Aufspaltung des Elektronenstrahls in einzelne Filamente, während dieser den Festkörper durchquert. Die erreichbare Energie und Intensität der Gammastrahlung eröffnet neue und fundamentale Experimente in der Kernphysik.

Die typische Wellenlänge des Lichtes, die mit einem Objekt des Mikrokosmos wechselwirkt, ist umso kürzer, je kleiner dieses Objekt ist. Für Atome reicht dies...

Im Focus: Gamma-ray flashes from plasma filaments

Novel highly efficient and brilliant gamma-ray source: Based on model calculations, physicists of the Max PIanck Institute for Nuclear Physics in Heidelberg propose a novel method for an efficient high-brilliance gamma-ray source. A giant collimated gamma-ray pulse is generated from the interaction of a dense ultra-relativistic electron beam with a thin solid conductor. Energetic gamma-rays are copiously produced as the electron beam splits into filaments while propagating across the conductor. The resulting gamma-ray energy and flux enable novel experiments in nuclear and fundamental physics.

The typical wavelength of light interacting with an object of the microcosm scales with the size of this object. For atoms, this ranges from visible light to...

Im Focus: Wie schwingt ein Molekül, wenn es berührt wird?

Physiker aus Regensburg, Kanazawa und Kalmar untersuchen Einfluss eines äußeren Kraftfeldes

Physiker der Universität Regensburg (Deutschland), der Kanazawa University (Japan) und der Linnaeus University in Kalmar (Schweden) haben den Einfluss eines...

Im Focus: Basler Forschern gelingt die Züchtung von Knorpel aus Stammzellen

Aus Stammzellen aus dem Knochenmark von Erwachsenen lassen sich stabile Gelenkknorpel herstellen. Diese Zellen können so gesteuert werden, dass sie molekulare Prozesse der embryonalen Entwicklung des Knorpelgewebes durchlaufen, wie Forschende des Departements Biomedizin von Universität und Universitätsspital Basel im Fachmagazin PNAS berichten.

Bestimmte mesenchymale Stamm-/Stromazellen aus dem Knochenmark von Erwachsenen gelten als äusserst viel versprechend für die Regeneration von Skelettgewebe....

Im Focus: Basel researchers succeed in cultivating cartilage from stem cells

Stable joint cartilage can be produced from adult stem cells originating from bone marrow. This is made possible by inducing specific molecular processes occurring during embryonic cartilage formation, as researchers from the University and University Hospital of Basel report in the scientific journal PNAS.

Certain mesenchymal stem/stromal cells from the bone marrow of adults are considered extremely promising for skeletal tissue regeneration. These adult stem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Mai zum 7. Mal an der Hochschule Stralsund

12.04.2018 | Veranstaltungen

Materialien erlebbar machen - MatX 2018 - Internationale Konferenz für Materialinnovationen

12.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Laser erzeugt Magnet – und radiert ihn wieder aus

18.04.2018 | Physik Astronomie

Neue Technik macht Mikro-3D-Drucker präziser

18.04.2018 | Physik Astronomie

Intelligente Bauteile für das Stromnetz der Zukunft

18.04.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics