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Siemens demonstriert innovative und hochverfügbare Mobilfunklösungen

23.02.2004


„Creating Leadership – Innovation, Progression, Reliability“: unter diesem Motto präsentierte der Mobilfunkbereich von Siemens – kurz Siemens mobile – auf dem 3GSM World Congress 2004 innovative und hochverfügbare Mobilfunklösungen, die für den Einsatz in der nächsten Netzgenerationen bereits vorbereitet sind. Neben der gesamten Bandbreite seiner Leistungen zeigte Siemens neue Trends im Mobilfunk auf Gebieten wie Push to Talk over Cellular, Fixed Mobile Convergence, Media Delivery, Convergent Online Charging, Basisstationen und Wireless Modules.


IP-Multimedia Subsystem und Push to Talk over Cellular – eine geniale Verbindung

Siemens mobile stellte die Walkie-Talkie-Funktion von Handys (Push to Talk over Cellular, PoC) auf Basis des IMS (IP-Multimedia Subsystem) im GPRS-Netz vor. IMS ist die neue standardisierte Multimedia-Vermittlungstechnolgie für paketorientierte Netze und unterschiedliche Zugangstechnologien wie UMTS, EDGE, GPRS oder W-LAN. Mobilfunkbetreiber können damit zahlreiche Sprach-, Multimedia- und Datendienste auf der Basis von IP (Internet Protocol), SIP (Session Initiation Protocol) und 3GPP (3rd Generation Partnership Project) Release 5 anbieten. Der Vorteil für den Anwender: Daten und Sprache lassen sich gleichzeitig und beliebig kombiniert drahtlos austauschen. Damit kann man zum Beispiel während eines mobilen Telefongesprächs am Handy ein Spiel starten und sich gleichzeitig mit seinem Gesprächspartner darüber unterhalten.


Dass sich aus der Walkie-Talkie-Funktion von Handys auch kreative Anwendungen gestalten lassen, bewies Siemens in Cannes mit dem Picture-Chat-Service. Damit können die Teilnehmer, die als Chatter registriert sind, erst anonym per Textnachricht kommunizieren sowie Fotos und Videos versenden, bevor sie in den PoC-Modus umschalten, um miteinander zu sprechen. Mit diesem Service ließen sich beispielsweise leicht mobile Internet-Partnerbörsen aufbauen.

Video Mail-Box: Reine Sprachnachrichten sind out

Neben UMTS-Anwendungen wie Video-Telefonie und Staukameras zeigte Siemens als neue Anwendung eine Video-Mail-Box. Auf diesem Anrufbeantworter der Zukunft kann man Nachrichten in Form von Videos inklusive Sprachnachricht hinterlassen.

MMS vom Festnetz ins Mobilnetz und zurück: Fixed Mobile Convergence ist schon Realität

Wie Fest- und Mobilfunknetz bereits jetzt zusammenwachsen, demonstrierte Siemens mit m.traction FixedLine MMS. Mit dieser Infrastruktur-Lösung für Mobilfunknetze können Festnetzbetreiber ihren Kunden anbieten, MMS-Nachrichten von Festnetz-Telefon zu Festnetz-Telefon, aber auch an mobile Endgeräte zu senden. Gleichermaßen können diese Kunden auch MMS aus dem Mobilfunknetz auf ihrem Festnetz-Telefon empfangen.

Exakte Positionsbestimmung: Assisted GPS für Enterprise-Anwendungen und persönliche Orientierungshilfen

In Cannes zeigte Siemens zum ersten Mal Flottenmanagement- und Tracking-Lösungen auf Basis von Assisted GPS (A-GPS). Damit werden im mobilen Netz die Positionen von Handys wesentlich genauer bestimmt als mit den Cell-ID-basierten Systemen, die bislang als Orientierungshilfe eingesetzt werden. Die Netzbetreiber können ab jetzt ein volles Spektrum von neuen Lokalisierungsdiensten für Privat- und Geschäftskunden anbieten.

Umfassende Media Delivery-Lösung

Auf dem 3GSM World Congress 2004 stellte Siemens erstmals einer größeren Öffentlichkeit sein m.traction Media FrameWork vor, eine umfassende Lösung für Audio- und Video-Dienste in Mobilfunknetzen. Das Media FrameWork stellt unter anderem Services für Streaming und Download zur Verfügung. Dabei ist Digital Rights Management (DRM) eine wesentliche Komponente, welche nicht nur unerlaubtes Kopieren von digitalen Inhalten verhindert, sondern mit Superdistribution die kontrollierte Massenverteilung von Premium Content, wie Musik-Dateien, erst ermöglicht. Zusätzlich lassen sich mit dem Media FrameWork die Inhalte der mobilen Dienste verwalten und flexible Gebührenmodelle erstellen. Die Transcoding-Funktion sorgt dafür, dass die verschiedenen Dateitypen auf den unterschiedlichen mobilen Endgerät-Arten lesbar sind. Beispielsweise werden Video-Dateien zu Bilddateien umgewandelt, wenn sie auf einem Endgerät landen, das nicht videofähig ist. M.traction Media FrameWork enthält somit alle Komponenten für eine umfassende Media-Delivery-Lösung.

Convergent Online Charging - die Siemens-Lösung für die flexible und sichere Abrechnung von Diensten aller Art

Siemens demonstrierte auf dem 3GSM World Congress 2004 seine Charging-Lösung charge@once für eine Vielzahl Applikationen, darunter Push to Talk over Cellular, MMS für Fest- und Mobifunknetze sowie diverse Streaming- und Download-Dienste. Mit charge@once lassen sich neben herkömmlichen Telekommunikationsdiensten auch IP- (Internet Protocol) und SIP-basierte (Session Initiation Protocol) Dienste abrechnen. Die Abrechnung kann dabei nach unterschiedlichen Kriterien wie Inhalt, Zeit, Volumen oder auch nach nutzerspezifischen Kriterien erfolgen. Die Charging-Lösung von Siemens ermöglicht dem Operator zusätzlich die Prüfung von Kreditlimits sowohl bei Prepaid- als auch Postpaid-Kunden in Echtzeit. Auch neue Tarife und Produktpakete sowie Bonusprogramme lassen sich erstmals sowohl für Prepaid- als auch für Postpaid-Kunden gleichzeitig einrichten und abrechnen.

Neue flexible High Performance Carrier Unit: FlexCU

In Cannes 2004 stellte Siemens erstmals die neue „FlexCU“ (Flexible Carrier Unit) vor, ein Modul bestehend aus zwei flexibel einsetzbaren GSM/EDGE-Transceivern (Sende- und Empfangseinheiten). Die FlexCU bietet Netzbetreibern zwei Optionen, ihre Mobilfunknetze noch effizienter zu gestalten: Kapazitäts- und Reichweitenerhöhung.

Erhöhte Kapazität: Die FlexCU kann doppelt so viel Sprachverkehr wie ein konventioneller GSM-Transceiver bedienen. Da sie genau soviel Platz wie eine normale Carrier Unit benötigt, verdoppelt sich die Kapazität der Siemens-Basisstationen auf bis zu 24 Transceiver je Rack. Im EDGE-Betrieb wickelt eine FlexCU sogar bis zum sechsfachen des Datenverkehrs eines Standard-GSM-Transceivers ab.

Erhöhte Reichweite: Alternativ kann die FlexCU durch Kopplung ihrer zwei Sende- und Empfangseinheiten mit erhöhter effektiver Sendeleistung und Empfangsempfindlichkeit eingesetzt werden. Durch die verbesserte Reichweite können Netzbetreiber die Funkversorgung mit weniger Basisstationen sicherstellen.

In neuen wie in bestehenden Siemens-Basisstationen können sowohl Standard- als auch FlexCUs gemeinsam betrieben werden. Dies erlaubt dem Betreiber maximale Flexibilität bei optimalem Schutz seiner bisherigen Investitionen. Somit ermöglicht die FlexCU den GSM/EDGE-Netzbetreibern höchste Effizienz bei geringen Kosten im Auf- und Ausbau moderner Mobilfunknetze.

Neues Tracking-Modul, kleinste Tri-Band-GSM/GPRS-Module und viele neue M2M-Anwendungen

Siemens zeigte auf dem 3GSM World Congress neue drahtlose Funkmodule und eine Vielzahl von Machine-to-Machine-, Consumer- und Automotive-Anwendungen: Das XT55 etwa ist ein Triband-Kombi-Modul für Tracking-Anwendungen, dessen Leiterplatte GSM/GPRS-Komponenten und GPS-Empfänger integriert. Es ist vor allem für Tracking-Aufgaben in Anwendungen wie Flotten-Management, Fahrzeugortung, Navigation, Notruf oder Location Based Services geeignet. Mit den GSM/GPRS-Funkmodulen MC55 und MC56 zeigt Siemens außerdem zwei Tri-Band-Lösungen für die Integration in Handys, PDAs und andere mobile Endgeräte. An Bord des Ausstellungsschiffs „Corsica Victoria“ konnten Besucher eine Live-Ausstellung neuer GSM/GPRS-Anwendungen wie Gateways, Telemedizingeräte und Diebstahllösungen für Autos besuchen. Am Messestand selbst präsentierte Siemens ein Alarmsystem auf Basis des Java-Moduls TC45.

Der Siemens-Bereich Information and Communication Mobile (Siemens mobile) ist einer der weltweit führenden Lieferanten für das komplette Angebot im Mobilfunkgeschäft: Handys, Schnurlostelefone, Funkmodule und Mobilfunk-Infrastruktur sowie alle Bausteine der Funk- und Vermittlungstechnik, Beratung und System-Integration. Die Mobilfunksparte der Siemens AG vermarktet Produkte und Dienstleistungen in mehr als 120 Ländern und erzielte im Geschäftsjahr 2003 mit rund 26.900 Mitarbeitern einen Umsatz von 10 Milliarden Euro (30. September). Siemens mobile ist Weltmarktführer bei Prepaid-Lösungen und digitalen Schnurlostelefonen.

| Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de

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