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PET-Scan des ganzen Körpers in fünf Minuten

14.10.2008
Siemens hat jetzt ein Diagnosegerät vorgestellt, das die Fähigkeiten eines leistungsstarken Computertomographen (CT) mit einem hochauflösenden PET-System (Positronen-Emissions-Tomographie) verbindet. Damit vereint der neue Biograph mCT alle Anforderungen der molekularen Bildgebung und der Radiologie in einem Gerät.

Erstmals kann die CT-Komponente für hochwertige Untersuchungen verwendet werden, was bei herkömmlichen PET-CT-Geräten nur bedingt möglich ist. Bei sinkenden Budgets im Gesundheitswesen können Ärzte mit diesem neuen System zugleich CT- und PET-CT-Untersuchungen ausführen. Der Biograph mCT fördert auch die Zusammenarbeit zwischen den diagnostischen Disziplinen, Radiologie und der Nuklearmedizin.


Es ist das einzige System, das PET-Aufnahmen mit einer homogenen Auflösung von zwei Millimetern im gesamten Aufnahmebereich bietet. Die klinischen Bilder sind schärfer, klarer und haben eine höhere diagnostische Qualität als bei Standard-PET-Aufnahmen, weil der Biograph mCT die von der Siemens Imaging & IT Division entwickelte hochauflösende HD-PET –Technik integriert hat. Eine typische PET-Ganzkörperuntersuchung ist in nur fünf Minuten möglich.

Die Röntgentechnik des CT erlaubt mit bis zu 128 Schichten pro Rotation eine gestochen scharfe Darstellung selbst feinster anatomischer Details. Darüber hinaus senkt der CT die Strahlenbelastung für die Patienten. Bisher führte die Zunahme der Detektorgröße zu einer steigenden Strahlendosis. Der einzigartige adaptive Dosisschild von Siemens blockiert dagegen unnötige Strahlung. Dadurch wird sichergestellt, dass der Patient nur der klinisch relevanten Dosis ausgesetzt wird.

PET-Untersuchungen werden hauptsächlich zur Erkennung und Überwachung von Krebsgeschwüren und Metastasen eingesetzt. Dabei erhält der Patient eine Spritze mit einer sehr geringen Menge schwach radioaktiver Flüssigkeit, die sich in Zellen erhöhten Stoffwechsels anreichert und so genannte Positronen abstrahlt. Detektoren erfassen diese Strahlung; Tumorzellen werden so an ihrem Stoffwechsel erkannt. Die Computertomographie wiederum bildet winzigste Gefäße im Körper ab und ermöglicht so die genaue Lokalisierung eines Tumors.

In Kombination des PET-Systems mit dem CT können Ärzte gleichzeitig Informationen über Stoffwechselfunktionen und der Anatomie gewinnen. Die PET - CT ist heute eines der wichtigsten diagnostischen bildgebenden Verfahren. Außer in der Tumordiagnostik wird sie auch in der Diagnostik neurologischer und kardiologischer Erkrankungen eingesetzt. (IN 2008.10.3)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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