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Neues MRT für die Gesundheitsforschung

20.01.2009
Heute eröffnet Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan auf dem Gelände des Max-Delbrück-Centrums in Berlin-Buch das Forschungsgebäude für eine Magnetresonanztomografie-Anlage, die mit Magnetfeldern von sieben Tesla arbeitet. Damit steigt die Auflösung von Bildern aus dem Körperinneren. Die neue Anlage wird vor allem für die Herz-Kreislauf-Forschung und Krebsforschung genutzt.

"Um die wichtigsten Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs ursächlich zu verstehen und wirksame Vorbeugungs- und Therapiestrategien zu entwickeln, brauchen wir präzisere Bilder aus dem lebenden Körper", sagte Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. "Die Hochfeld-MRT-Anlage, die in diesem Gebäude aufgebaut wird, wird solche Bilder erstmals liefern können."

Das Gebäude ist die erste Baustufe des Experimental and Clinical Research Centers, das das Max-Delbrück-Centrum, welches zur Helmholtz-Gemeinschaft gehört, zusammen mit der Charité - Universitätsmedizin Berlin für rund 45 Millionen Euro auf dem Campus Berlin-Buch errichten, um Ergebnisse aus der Grundlagenforschung schneller auf klinisch relevante Fragen zu übertragen. Die neue Hochfeld-MRT-Anlage wird hochaufgelöste Einblicke in den menschlichen Körper erlauben, bis hin zur Beobachtung von einzelnen Zellen und Rückschlüssen auf dort stattfindende Stoffwechselvorgänge.

Die MRT-Anlage besteht aus einem von Siemens Healthcare entwickelten 7-Tesla-MRT für Untersuchungen am Menschen und einem 9,4-Tesla-Kleintierscanner der Firma Bruker Biospin für die Grundlagenforschung. Dieser Ultra-Hochfeld-Bereich ist erst wenig erforscht. Bisher installierte Systeme dieser Feldstärke werden fast nur für Untersuchungen des Gehirns eingesetzt. Gemeinsam mit Wissenschaftlern der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) wollen die Forscher in Berlin-Buch die Möglichkeiten des 7-Tesla-MRT für Ganzkörperaufnahmen für die Herz-Kreislauf- und Krebsforschung ausloten.

Die gesamte MRT-Anlage mit Gebäude kostet rund 11,5 Millionen Euro. Davon trägt die PTB einen Anteil in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Von den restlichen zehn Millionen Euro übernimmt das Bundesforschungsministerium neun Millionen Euro und das Land Berlin eine Million Euro.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit fast 28.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,4 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Ansprechpartner für die Medien:
Thomas Gazlig
Dipl.-Biol./Dipl.-Journ.
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Thomas Gazlig | idw
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