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Neue Syngo-Software von Siemens optimiert Bildbefundung und Archivierung in Krankenhäusern

11.05.2010
Unter dem Motto „Images, my way" präsentierte Siemens Healthcare auf dem 91. Deutschen Röntgenkongress in Berlin seine neuesten Lösungen für Bildgebung und Befundung.

Eine der wichtigsten Herausforderungen, die Krankenhäuser und Praxen zu bewältigen haben, ist dabei die Optimierung der Arbeitsabläufe. Immer mehr Daten aus verschiedenen medizinischen Geräten müssen in immer kürzerer Zeit verfügbar gemacht und ausgewertet werden. Auf einem Symposium zum Thema „Schneller, präziser, effizienter - Nachhaltige Innovationen für einen optimierten Workflow“ werden Lösungen gezeigt, die helfen sollen, die Qualität der Gesundheitsversorgung zu steigern und die Kosten gleichzeitig zu senken.

“Siemens kann mit seinen jüngsten Software-Innovationen Syngo.via und Syngo.plaza sowie seinen neuesten Systemen die Vorteile einer bisher nicht dagewesenen Integration von Bildgebungsmodalitäten und Bildbefundungssoftware in einer einzigen Client-Server- Lösung demonstrieren“, sagte Dr. Hermann Requardt, CEO des Siemens Healthcare Sektors. “Damit werden wir die Art und Weise verändern, wie Radiologen klinische Bilder befunden können.”

Die neue Bildmanagement- und Bildbefundungssoftware Syngo.via unterstützt mit indikationsspezifischen Arbeitsabläufen und Layouts den Arzt bei der Befundung. Das Client-Server-Konzept sorgt dabei durch Abkehr von der bisherigen aufwändigen Workstation-Philosophie für die notwendige Kosteneffizienz und Offenheit. Eine schnelle Datenverbindung mit verschiedenen Siemens-Geräten – von Angiographiesystemen bis Magnetresonanztomographen – verbessert die Leistung zusätzlich.

Erstmals möglich wird dies mit den jüngsten Siemens-Magnetresonanzsystemen (MRT) Magnetom Aera (1,5 Tesla) und Magnetom Skyra (3 Tesla). Sie kombinieren die vierte Generation der mittlerweile über 5000 Mal installierten Tim-Technologie (Total imaging matrix) mit Dot Engines (Day optimizing throughput) und können so beim Scan-Vorgang zu einer Produktivitätssteigerung von bis zu 30 Prozent beitragen. Mit Hilfe von Syngo.via lassen sich Untersuchungen effizienter auswerten und Informationen einfacher und schneller für die weitere Behandlung nutzen. Die neue Software stellt im Befundungsprozess die nötigen MR-Applikationen zur Verfügung, so dass Informationen von überall im Krankenhaus- oder Praxisnetzwerk abgerufen und mit klinischen Partnern geteilt werden können. Auch die Protokollplanung für den Scan kann per Fernzugriff erfolgen, wobei alle benötigten Informationen automatisch an den MRT-Scanner übertragen werden.

Die Siemens-Highlights auf dem Deutschen Röntgenkongress

Bildbefundungssoftware Syngo.via und PACS-Lösung Syngo.plaza verbessern klinische Effizienz

Die neue Bildbefundungssoftware Syngo.via von Siemens ermöglicht eine schnellere Befundung von Patienten durch eine automatisierte Vorbereitung der Fälle und mit Vorschlägen und Tools für einen effizienteren Befundungsprozess als bisher. Dies gilt für Daten von unterschiedlichen bildgebenden Systemen wie MR, CT oder PET-CT. Mit Hilfe intelligenter Algorithmen werden zum Beispiel bei einer Herzuntersuchung die Herzkranzgefäße automatisch segmentiert und gekennzeichnet. Durch ihre moderne Client-Server-Architektur unterstützt Syngo.via sowohl die Darstellung und Befundung von Patientenbildern an existierenden PACSBefundungsarbeitsplätzen direkt am bildgebenden System, als auch an normalen PC-Plätzen außerhalb der Radiologie. Syngo.via lässt sich außerdem mit den PACS (Picture Archiving and Communication System) und Radiologie-Informationssystemen (RIS) aller führenden Hersteller verbinden. Zusammen mit dem neuesten PACS von Siemens, Syngo.plaza, werden durch die so genannte “No-Click”-Integration Bilder in der entsprechenden Syngo.via-Applikation geöffnet und stehen dem Anwender direkt zur Befundung zur Verfügung. Die Software Syngo.plaza ist das erste PACS von Siemens, das 2D-, 3D- und 4D-Befundung auf einem Arbeitsplatz für eine effektivere Betrachtung von Bildern verschiedener Modalitäten zusammenführt.

Zwei Magnetresonanztomographen definieren Produktivität neu

Die beiden neuen Systeme Magnetom Aera (1.5 Tesla) und Magnetom Skyra (3 Tesla) sind die ersten Magnetresonanz (MR)-Tomographen, die zugleich mit der 4G-Technologie Tim (Total imaging matrix) und der Dot Engine (Day optimizing throughput) ausgestattet sind. Die Kombination von Tim und Dot ermöglicht eine individualisierte Behandlung der Patienten und verbessert die Arbeitsabläufe bei MRT-Untersuchungen erheblich. Für Krankenhäuser kann das zu einer Produktivitätssteigerung um bis zu 30 Prozent führen. Magnetom Aera und Skyra verfügen zudem über einen mobilen Tisch und über neue kabellose Spulen. Zusammen mit dem offenen Design (70 Zentimeter Open-Bore) der Systeme wird die Untersuchung für alle – und im Besonderen für klaustrophobe oder adipöse Patienten – wesentlich angenehmer als bisher. Neben der innovativen MR-Technologie wurde durch die neue Bildbefundungssoftware Syngo.via auch der Befundungsprozess entscheidend verbessert. Hier führt Siemens Bildgebungssysteme, wie MRT-Scanner, und IT zu einer Lösung zusammen.

Computertomographie

Mit ihrem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis erleichtert die neue Scanner-Familie Excel Edition Krankenhäusern und Praxen den Einstieg in die Computertomographie. Das Modell „Somatom Emotion Excel Edition“ basiert auf Somatom Emotion, dem am häufigsten im Markt installierten 16- Zeilen-Computertomographen (CT). „Somatom Definition AS Excel Edition“ ist eine kostengünstige Variante des Somatom Definition AS, einem High-End-Scanner mit 64 Zeilen. Er vereint umfassende Funktionalitäten zur Dosisreduktion wie beispielsweise das Adaptive Dosis Schild, hohe Leistungsfähigkeit und neueste klinische Anwendungen. Die beiden CT der Excel Edition werden bereits ab Mai weltweit verfügbar sein.

Mit Syngo.via wird darüber hinaus für alle Computertomographen eine Client-Server-Lösung für die Advanced Visualisierung bereitgestellt, die die 3D- und 4D-Begutachtung der Bilder zu einer täglichen Routineangelegenheit werden lässt – dies bedeutet für die Entscheidungsträger in der Klinik höhere Geschwindigkeit, Genauigkeit und Konnektivität.

Um bei geringerer Dosis dennoch Aufnahmen hoher Qualität zu erzeugen, hat Siemens „Iterative Reconstruction in Image Space (IRIS)“ entwickelt. Ein CT macht eine Vielzahl von Röntgenaufnahmen aus verschiedenen Richtungen und errechnet daraus die klinischen Bilder, die der Arzt analysiert. Der neuartige Algorithmus IRIS für die Rekonstruktion der Schnittbilder aus den CTRohdaten nutzt die in den Ursprungsdaten steckende Information besser aus und läuft trotz zusätzlicher Rekonstruktionsschritte wesentlich schneller ab als bisherige Ansätze für das iterative Verfahren. Wenn man IRIS mit der derzeitigen Standardmethode zur Bildrekonstruktion, der Filtered Back Projection (FBP), vergleicht, hat der Anwender des Siemens-Verfahrens zwei Optionen: Er kann dieselbe Bildqualität wie mit FBP erzeugen und dabei die Dosis um bis zu 60 Prozent reduzieren oder die Dosis beibehalten und dafür eine deutlich bessere Bildqualität als mit FBP erzeugen. IRIS wird derzeit an mehreren Universitätskliniken getestet. Ab dem zweiten Quartal 2010 werden die meisten Systeme der Somatom-Definition-Familie mit dem neuen Verfahren ausgestattet sein.

Angiographie, Fluoroskopie und Röntgen

Siemens Healthcare stellte sein umfangreiches Produktportfolio zur Bildgebung in der interventionellen Onkologie vor. Durch diese minimal invasiven Prozeduren für die Krebstherapie kann der interventionelle Radiologe Katheter und Nadeln mit Millimetergenauigkeit führen. Hierzu sind Systeme und Applikationen erforderlich, die eine hohe Bildqualität für die Erkennung von Weichteildetails erbringen. Die angebotenen hochklassigen Bildgebungssysteme und fortgeschrittenen Applikationen unterstützen den Arzt durch den gesamten Arbeitsablauf, von der Tumorbeurteilung und Prozedurplanung bis zur Therapie und Nachuntersuchung.

Siemens bietet mit Artis zeego außerdem ein revolutionäres Mehrachsen-System mit robotergestützter Positionierung, das variable Arbeitshöhen und definierte Parkpositionen für Hybridräume ermöglicht. Die großvolumigen Bildergebnisse mittels Syngo DynaCT genügen nicht nur den heutigen, sondern auch den künftigen klinischen Anforderungen.

Ein weiteres Highlight ist das digitale Röntgensystem Ysio, das an die individuellen Bedürfnisse des Arztes oder Krankenhauses angepasst werden kann. Die einzelnen Elemente des Gerätes ermöglichen zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten: etwa als Wandstativ mit integriertem Detektor, als Wand- und Tischsystem mit einem kabellosen Detektor (wi-D) oder als eine kombinierte Detektorlösung mit integriertem und kabellosen Detektor. Diese Vielseitigkeit macht es zu einem idealen System, um den täglichen Patientendurchsatz entscheidend zu erhöhen. Das Gerät ist für den universellen Einsatz im Krankenhaus und privater Praxis geeignet: Es ist sowohl für Routineuntersuchungen einsetzbar, aber auch für Trauma- und andere spezialisierte Anwendungen - wie etwa Thorax- oder Hüftaufnahmen - geeignet. Das ergonomische Tischdesign von Ysio, seine Kapazität von bis zu 300 Kilogramm und einer niedrigen Tischhöhe von 53 Zentimetern erleichtert die Untersuchung einer ganzen Reihe von Patientenprofilen – von der Pädiatrie bis zu adipösen Patienten. So können beispielsweise gebrechliche Patienten ohne Umlagern aus dem Rollstuhl geröntgt werden.

Syngo Neuro PBV IR ist eine Portfolio-Erweiterung von Artis zee, der Siemens-Systeme für die interventionelle Radiologie und Kardiologie. Siemens Healthcare hat mit Syngo Neuro PBV IR (Parenchymal Blood Volume, Interventional Suite) eine neue Anwendung für die interventionelle Radiologie entwickelt, mit der sich die Hirnperfusion während eines zerebralen Eingriffs prüfen lässt. Das ist von großem Vorteil für den Neuroradiologen, weil er mit seiner Behandlung sofort auf den aktuellen Perfusionszustand des Gehirns reagieren kann.

Neueste Ultraschall-Highlights mit mehr Information und klinischen Anwendungen

Im Bereich Ultraschall zeigte Siemens auf dem Deutschen Röntgenkongress seine neue Version der Premium-Ultraschallplattform Acuson S2000. Die Plattform ist mit einer verbesserten ARFITechnologie (Acoustic Radiation Force Imaging) zur Erkennung und Quantifizierung der Steifigkeit von Gewebe ausgestattet. In Kombination mit einem automatisierten Brustvolumen (3D)-Scanner (ABVS) eignet sich Acuson S2000 besonders zur Brustkrebsdiagnostik bei Frauen mit dichtem Brustgewebe.

„Breast Care Solutions“ im Fokus

Siemens zeigte unter dem Namen „Breast Care Solutions“ seine neuesten Lösungen zur Früherkennung und Behandlung von Brustkrebs. Diese umfassen eine Kombination verschiedener bildgebender Verfahren wie Ultraschall, Mammographie und Magnetresonanztomographie (MRT), die durch IT und Lösungen aus der Labordiagnostik ergänzt werden. Dieser Multi-Modalitätsansatz in der Brustmedizin (Senologie) findet bei Ärzten immer mehr Zuspruch. Die neuen Technologien führen dabei unter anderem zu einer verbesserten Bildqualität und optimieren Arbeitsabläufe, die den Arzt bei seiner Arbeit unterstützen. Auf einem eigenen Siemens-Symposium zum Thema „Breast Care“ berichteten Experten von den innovativen Diagnose-Möglichkeiten und ihren ersten Erfahrungen damit.

Lückenlose Unterstützung während des gesamten Produktlebenszyklus

Im Rahmen eines Siemens-Servicevertrags kann die Kernfunktionalität von Syngo.via auf dem jeweils neuesten Stand gehalten und jederzeit durch neue klinische Applikationen erweitert werden – und dies durch Fernzugriff über eine sichere Online-Infrastruktur. Siemens stellt seinen Kunden je nach Vertrag einen persönlichen Ansprechpartner zur Verfügung, der rund um die Uhr (bis zu 24 Stunden an sieben Tagen in derWoche) sowohl technischen Service als auch Applikationsunterstützung bietet. Die Kosten des Servicevertrags sind transparent und die Gesamtinvestition ist eine vorhersehbare Größe, da Softwarepflege und Support bereits eingeschlossen sind.

Der Siemens-Sektor Healthcare ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen und führend in der medizinischen Bildgebung, Labordiagnostik, Krankenhaus-Informationstechnologie und bei Hörgeräten. Siemens bietet seinen Kunden Produkte und Lösungen für die gesamte Patientenversorgung unter einem Dach – von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Durch eine Optimierung der klinischen Arbeitsabläufe, die sich an den wichtigsten Krankheitsbildern orientiert, sorgt Siemens zusätzlich dafür, dass das Gesundheitswesen schneller, besser und gleichzeitig kostengünstiger wird. Siemens Healthcare beschäftigt weltweit rund 48.000 Mitarbeiter und ist rund um den Globus präsent. Im Geschäftsjahr 2009 (bis 30. September) erzielte der Sektor einen Umsatz von 11,9 Milliarden Euro und ein Ergebnis von rund 1,5 Milliarden Euro.

Bianca Braun | Siemens Healthcare
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/healthcare

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