Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue 3D-Untersuchungsmethoden verbessern Brust-Diagnostik in Leipzig

20.10.2010
Radiologisch-Nuklearmedizinische Gemeinschaftspraxis am Johannisplatz verfügt über einzige Tomosynthese- und ABVS-Systeme in Leipzig

Brustkrebs ist sowohl in Deutschland als auch in Europa die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jährlich erkranken hierzulande 57.000 Frauen, mehr als 17.000 sterben daran. Die zweidimensionale Bildgebung der herkömmlichen Röntgen-Systeme liefert bei den Untersuchungen oft keine verlässlichen Ergebnisse.

Siemens hat die digitale Mammo-graphie nun weiter entwickelt und bietet mit dem Verfahren der Brust-Tomosynthese beeindruckende Verbesserungen in der Detailerkennbarkeit durch dreidimensionale Schnittbildaufnahmen in unterschiedlicher Schichttiefe. Das Siemens-Ultraschallsystem Acuson S2000 Automated Breast Volume Scanner (ABVS) unterstützt den Arzt vor allem bei der Diagnose von sehr dichtem Brustgewebe durch die genauere dreidimensionale Aufnahmetechnik.

Die Radiologisch-Nuklearmedizinische Gemeinschaftspraxis, Dres. med. Volkheimer, Schenk und Kollegen kann im Rahmen des Ambulanten Diagnostischen Brustzentrums am Johannisplatz seit kurzem als erste ambulante Einrichtung im Raum Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt sowie als einzige Praxis in Leipzig ihren Patientinnen mit den neuen Systemen ein Mehr an Sicherheit in der Diagnose anbieten.

Ist es ein Kalkpfropfen oder schon Brustkrebs? Die analoge oder digitale Mammographie bildet die plastische Struktur der Brust lediglich auf einer zweidimensionalen Ebene ab – selbst für die Spezialisten ist die Diagnose oft nicht eindeutig zu treffen. Bei Zweifeln kann dies für die Patientin einen Eingriff bedeuten – besonders unangenehm bei harmlosem Befund.

Einen deutlichen Zugewinn an Diagnosesicherheit bietet die Entwicklung der Brust-Tomosynthese von Siemens. Das Verfahren ist komplex: Die Röntgenröhre fährt die komprimierte und auf einem Detektor liegende Brust in einem Winkel von 50 Grad ab und macht dabei statt zwei Aufnahmen 25. Aus diesen errechnet ein Computerprogramm die einzelnen Schichtbilder, die dann ein dreidimensionales Abbild des Organs ergeben.

„Mammographie ist eine Summationsaufnahme, bei der einerseits verdächtige Herde im dichten Gewebe vorgetäuscht werden können, andererseits aber auch verborgen bleiben können“, erläutert Radiologin Dr. Kerstin Rotter, in deren Leipziger Praxis deshalb seit September eines von nur zehn Tomosynthese-Systemen Deutschlands installiert ist. „Die Tomosynthese löst diese Problematik und macht die Mammographie für Arzt und Patientin stressfreier und sicherer.“

Die Ultraschalluntersuchung stellt eine ergänzende Diagnosemöglichkeit zur herkömmlichen Mammographie dar. Das innovative System ABVS ermöglicht besonders bei Frauen mit dichtem Brustgewebe eine höhere Früherkennungsrate bei Brustkrebs. Der Arzt erhält durch die automatisch aufgenommenen dreidimensionalen Volumenaufnahmen des neuen Brustscanners Informationen über die gesamte Brust, so etwa auch auf koronaler Ebene (von Brustwarze bis Brustwand), was mit herkömmlichen Ultraschallsystemen bisher nicht erfassbar war. Außerdem sind mit ABVS auch alle konventionellen, handgeführten Ultraschalluntersuchungen möglich – beispielsweise zur Durchführung von Biopsien. Alle Komponenten verhelfen dem Arzt zu einer genaueren Diagnose als mit herkömmlichen Methoden möglich.

In der Radiologisch-Nuklearmedizinischen Gemeinschaftspraxis steht ein erfahrenes Radiologenteam den Patientinnen mit einem umfassenden Mammographie-Angebot zur Seite – von der Diagnose bis zur Therapie. Die neue integrierte Brust-Tomosynthese und die ergänzende dreidimensionale Ultraschalluntersuchung sorgen dafür, dass die Diagnose genauer wird und die Anzahl der fragwürdigen Befunde reduziert wird – zum Wohle der Patientinnen.

Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein weltweit führendes Unternehmen der Elektronik und Elektrotechnik. Der Konzern ist auf den Gebieten Industrie und Energie sowie im Gesundheitssektor tätig. Siemens steht seit über 160 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität. Siemens ist außerdem weltweit der größte Anbieter umweltfreundlicher Technologien. Mit rund 23 Milliarden Euro entfällt knapp ein Drittel des Konzernumsatzes auf grüne Produkte und Lösungen. Insgesamt erzielte Siemens im vergangenen Geschäftsjahr, das am 30. September 2009 endete, einen Umsatz von 76,7 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 2,5 Milliarden Euro. Ende September 2009 hatte das Unternehmen weltweit rund 405.000 Beschäftigte.

Elke Fuchs | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Ein Quantensprung in der Herzdiagnostik
22.09.2017 | Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum - Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen

nachricht Bypass – Lebensbrücke für das Herz; keine Angst vor der Herz-Operation
21.09.2017 | Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie