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Mehr Bewegungsfreiheit: Ultraschallkopf ohne Kabel

16.05.2013
Siemens hat das weltweit erste kabellose Ultraschallgerät vorgestellt. Der Schallkopf ist mit einer Hand gut bedienbar und überträgt das Ultraschallbild per Radiofrequenz auf den Bildschirm.

Das Fehlen der Kabel ist vor allem bei Operationen oder interventionellen Eingriffen von Vorteil, wo beispielsweise Nadeln mit Hilfe von Ultraschall visualisiert werden. Die Kabel am Schallkopf behindern die Person, die das Gerät bedient, und sie können trotz steriler Schutzhüllen ein Infektionsrisiko darstellen.



Das kabellose Acuson Freestyle arbeitet bis zu drei Meter von der Konsole entfernt und verfügt über Fernbedienungstasten, mit denen sich die Bildeinstellungen verändern lassen. Um die Daten kabellos übertragen zu können, haben die Ingenieure von Siemens die Datenmenge stark reduziert, die zwischen Schallkopf und Konsole übertragen werden muss.

Bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Ultraschall werden häufig eingesetzt, um während eines Eingriffs die Bewegung eingeführter Instrumente im Körper mitzuverfolgen. Sie beobachten beispielsweise Katheter, die durch die Gefäße hin zu einem bestimmten Organ geführt werden.

Weil der Ultraschallkopf direkt am Körper angesetzt werden muss und mit einem Kabel am System hängt, ist die Person, die den Kopf führt, stark eingeschränkt. Zudem sind die Bedienelemente am Ultraschallgerät selbst nicht steril und müssen, wenn nötig, von einer anderen Person bedient werden. Kabellose Ultraschallgeräte stehen daher seit langem auf der Wunschliste von Medizinern.

Für die Übertragung der Daten nutzt Siemens eine patentrechtlich geschützte Ultrabreitband-Funktechnologie mit einer Frequenz von acht Gigahertz, um Störungen mit anderen Geräten zu vermeiden. Damit die Datenmengen verkleinert werden, ohne die Bildqualität zu beeinflussen, nutzt das Gerät die so genannte synthetische Apertur. Diese Technologie fokussiert jeden einzelnen Bildpixel digital, nachdem er an die Konsole übermittelt wurde.

Im Gegensatz zu der herkömmlichen akustischen Fokussierung, bei der der Anwender manuell die zu untersuchende Stelle im Gewebe fokussieren muss, bietet die synthetische Apertur eine automatische, einheitliche Fokussierung über das ganze Sichtfeld hinweg. (IN 2013.05.6)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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