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Laserlicht im Einsatz für die Medizintechnik

30.09.2010
Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT stellt auf der Internationalen Fachmesse für Komponenten, Vorprodukte und Rohstoffe für die medizinische Fertigung COMPAMED ein laserbasiertes Verfahren zur Herstellung maßgeschneiderter Implantate vor.

Zudem zeigen die Experten dem Fachpublikum ein Verfahren zum abzeichnungsfreien Laser-Kunststoffschweißen medizinischer Komponenten sowie zum Laserpolieren von Metall.


Biodegradierbares Schädelimplantat aus PLA/β-TCP gefertigt mittels SLM in Kooperation mit KLS Martin und der Zahnärztlichen Werkstoffkunde und Biomaterialforschung (ZWBF), Universitätsklinikum Aachen. Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT, Aachen


Lasergeschweißtes transparentes Mikrofluidikbauteil aus Kunststoff. Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT, Aachen

Auf dem IVAM Gemeinschaftsstand H 19.1 in Halle 8a der diesjährigen Compamed (Düsseldorf, 17.-19.11. 2010) präsentiert das Fraunhofer ILT maßgeschneiderte biodegradierbare Implantate. Gefertigt wurden sie mit Selective Laser Melting (SLM), einem generativen Laserfertigungsverfahren. Durch das interkonnektive Porensystem weisen diese Implantate aus β-Tricalciumphosphat ein verbessertes Einwachsverhalten von Gefäßen und Bindegewebszellen auf. Auch poröse Implantate aus einer Titan-Legierung, mit SLM hergestellt, werden gezeigt.

Ein weiteres Einsatzgebiet des Lasers in der Medizintechnik ist das Polieren von Metall. Dabei schmilzt der Laserstrahl die Oberfläche bis etwa 5 Mikrometer tief an. Die Oberflächenspannung sorgt dafür, dass das flüssige Metall gleichmäßig verläuft und geglättet erstarrt. Interessant ist dieses Verfahren für alle medizinischen Komponenten mit metallischer Oberfläche, die einer äußerst geringen Rauheit bedürfen. Beispiele solcher Bauteile können sich Hersteller auf dem IVAM-Stand ansehen.

Für medizintechnische Produkte aus Kunststoff stellt das Fraunhofer ILT ein effizientes Schweißverfahren vor. Mit dem TransTWIST-Verfahren (Transmission Welding by an Incremental Scanning Technique) können zwei transparente Fügepartner im Überlapp mittels Laserstrahlung ohne Zusatz von Absorbern miteinander verbunden werden. Im Gegensatz zum konventionellen Laserschweißen entfallen aufwändige Vorbehandlungen. Der Endanwender spart Zeit und Kosten. Mit der Laserschweißmaschine TransTWIST lassen sich qualitativ hochwertige Fügenähte realisieren, die im Hinblick auf Abzeichnungsfreiheit und Ausdehnung der Wärmeeinflusszone allen gängigen Anforderungen an das Endresultat genügen. Haupteinsatzgebiete sind die Medizintechnik, insbesondere die Mikrofluidik.

Ansprechpartner im Fraunhofer ILT
Für Fragen stehen Ihnen unsere Experten zur Verfügung:
Dipl.-Ing. Christian Nüsser
Polieren
Telefon: +49 241 8906-669
christian.nuesser@ilt.fraunhofer.de
Dipl.-Ing Andrei Lucian Boglea
Mikrofügen
Telefon +49 241 8906-217
andrei.boglea@ilt.fraunhofer.de
Dr. Arnold Gillner
Leiter des Kompetenzfeldes Abtragen und Fügen
Telefon +49 241 8906-148
arnold.gillner@ilt.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT
Steinbachstraße 15
52074 Aachen
Tel. +49 241 8906-0
Fax. +49 241 8906-121

Axel Bauer | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.ilt.fraunhofer.de

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