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Der kleinste Herzmonitor der Welt funkt im Dauereinsatz

29.01.2014
Das Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen, setzt den Diagnose-Stick minimalinvasiv zur telemedizinischen Herzüberwachung bei Rhythmusstörungen ein

Ein neues implantierbares Mini-Überwachungsgerät kann jetzt dabei helfen, der Ursache von Herzrhythmusstörungen und ungeklärten Ohnmachtsanfällen (Synkopen) auf die Spur zu kommen. Die Weltneuheit ist nur vier Zentimeter groß und kommt seit heute im Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, zum Einsatz.


Kleinste elektronische Spürnase für Kardiologen: Der einzige funkfähige Herzmonitor Reveal Linq
(Foto: Medtronic)

Über 500.000 Deutsche leiden unter unregelmäßig auftretenden Ohnmachtsanfällen unbekannter Ursache. „Auslöser können lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen sein“, warnt Prof. Dr. Dieter Horstkotte, Direktor der Klinik für Kardiologie im Herz- und Diabeteszentrum NRW.

„In diesen Fällen geben herkömmliche EKG-Geräte nur unzureichende Anhaltspunkte über die Herzaktivitäten. Deshalb empfiehlt sich eine Langzeit-Überwachung des Herzrhythmus rund um die Uhr.“

Im Vergleich zu seinen wesentlich größeren Vorgängern wird der neue kardiale Minikompass besonders schonend mit einem sehr kleinen Schnitt von weniger als einem Zentimeter Länge unter der Haut platziert. Zudem ist er funkfähig: Als einziger und kleinster Herzmonitor der Welt zeichnet der kleine Gerätestift alle relevanten Daten auf und überträgt diese automatisch über ein spezielles Funknetzwerk an den behandelnden Arzt.

Oberarzt Dr. Georg Nölker hat den neuen Herzmonitor, der den Namen „Reveal Linq“ (Hersteller Medtronic) trägt, heute gemeinsam mit Dr. Thomas Eitz, Oberarzt der HDZ-Herzchirurgie, erstmals in Bad Oeynhausen eingesetzt.

„Die kontinuierliche Aufzeichnung der Herzrhythmus-Daten ist über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren möglich. Wir erhalten so zu jedem Zeitpunkt ein schnelles und zuverlässiges Bild von der Herzaktivität des Patienten und können anhand der gelieferten Auswertungen z.B. die Behandlung des Vorhofflimmerns sehr genau planen“, beschreibt Nölker die Möglichkeiten der neuen Diagnostik.

Auf die Diagnose und Behandlung von Herzrhythmusstörungen ist das Herz- und Diabeteszentrum NRW als Spezialklinik mit allen modernen Verfahren seit 30 Jahren ausgerichtet. Die von den Oberärzten Dr. Georg Nölker und Dr. Klaus-Jürgen Gutleben geleitete Abteilung für Elektrophysiologie zählt mit rund 800 Katheterbehandlungen jährlich zu den führenden Behandlungseinrichtungen in Deutschland. „Wir sind an den Innovationen der Medizintechnik unmittelbar beteiligt, damit unsere Patienten jederzeit von zukunftsweisenden Behandlungsverfahren profitieren“, betont Chefarzt Prof. Dr. Dieter Horstkotte.

Als Spezialklinik zur Behandlung von Herz-, Kreislauf- und Diabeteserkrankungen zählt das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen (HDZ NRW), Bad Oeynhausen mit 37.000 Patienten pro Jahr, davon 15.000 in stationärer Behandlung, zu den größten und modernsten Zentren seiner Art in Europa.

Die Klinik für Kardiologie des HDZ NRW unter der Leitung von Prof. Dr. med. Dieter Horstkotte ist spezialisiert auf die Behandlung der Koronaren Herzkrankheit, Herzklappenfehler, Herzmuskelerkrankungen, Herzrhythmusstörungen und entzündliche Herzerkrankungen. In der Kardiologischen Klinik werden jährlich 10.000 Herzkatheteruntersuchungen durchgeführt.

Über 7.000 Patienten pro Jahr kommen zur ambulanten Behandlung in die Klinik. Modernste diagnostische und bildgebende Verfahren sowie alle modernen Kathetertechniken sichern die bestmögliche und schonende medizinische Versorgung der Patienten. Die Klinik ist Europäisches und Nationales Exzellenz-Zentrum zur Bluthochdruckbehandlung, anerkanntes Brustschmerzzentrum (CPU – Chest Pain Unit) sowie als überregionales Zentrum zur Versorgung Erwachsener mit angeborenem Herzfehler (EMAH) zertifiziert.

Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum
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Anna Reiss | idw
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