Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovatives Ultraschallgerät kommt weltweit erstmals am Universitätsklinikum Heidelberg zum Einsatz

18.12.2013
HELX™ Evolution” der Firma Siemens ermöglicht eine sehr präzise Bildgebung und eine genaue Diagnostik von Gewebeveränderungen durch die Messung der Elastizität

Für die Untersuchung von Patienten am Universitätsklinikum Heidelberg stehen ab sofort zwei hochmoderne Ultraschallgeräte zur Verfügung, die besonders präzise Bilder für die Diagnostik, u.a. bei Erkrankungen der Leber und der Niere, liefern. Erstmals weltweit kommen zwei Ultraschallgeräte des Typs „HELX™ Evolution” der Firma Siemens zum Einsatz, jeweils in der Chirurgischen Klinik und in der Kinderklinik.


Das innovative Ultraschallgerät HELX™ Evolution der Firma Siemens kommt weltweit erstmals am Universitätsklinikum Heidelberg zum Einsatz.

Bild: Universitätsklinikum Heidelberg

Das Gerät bietet ein spezielles Messverfahren für die Elastizität des Gewebes. Da krankes Gewebe weniger elastisch als gesundes ist, lässt sich mit Hilfe des Gerätes abschätzen, ob es sich um gesundes Gewebe, z.B. eine Bindegewebswucherung (Fibrose), oder einen bösartigen Tumor handelt. Dadurch kann u.U. auf Gewebeentnahmen und Operationen verzichtet werden. Das Gerät kostet 150.000 Euro. Die Anschaffung in der Kinderklinik im Rahmen eines Forschungsprojekts zu Nierenerkrankungen bei Kindern wird von der Dietmar Hopp Stiftung finanziell unterstützt.

„Das Universitätsklinikum Heidelberg möchte seinen Patienten die bestmögliche Diagnostik bieten und neue Verfahren erproben“, sagte die Kaufmännische Direktorin Irmtraut Gürkan bei der Vorstellung des Geräts in der Chirurgischen Klinik am 18. Dezember 2013. Deshalb sei eine enge Zusammenarbeit mit den Geräteherstellern bei der Entwicklung und Einführung der Geräte wichtig.

Kann der Ultraschall belastende Verfahren der Bildgebung ersetzen?

„Wir freuen uns, dass die beiden ersten innovativen Geräte in Heidelberg unseren Patienten zu Gute kommen und wir damit ein Referenzzentrum für Ultraschall werden“, erklärt Professor Dr. Hans-Ulrich Kauczor, Ärztlicher Direktor der Abteilung Diagnostische und Interventionelle Radiologie. Zunächst sei das Gerät eine wichtige Ergänzung im gesamten Spektrum der Bildgebung. „Wir werden dann untersuchen, inwieweit wir künftig den Einsatz von stärker belastenden Verfahren wie Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) sowie die Darstellung der Gefäße und Gangsysteme mit Kontrastmitteln durch den schonenderen Ultraschall ersetzen können.“

Vor allem für Kinder sind die fehlende Strahlenbelastung, die reduzierte Untersuchungszeit und die insgesamt wenig belastende Ultraschalluntersuchung gegenüber CT und MRT von Vorteil. Eine Ultraschalluntersuchung ist mit rund 10 Minuten pro Untersuchung zudem weniger zeitaufwendig als eine MRT-Untersuchung mit ca. 30 Minuten.

Außerdem können beim Ultraschall für eine bessere Abgrenzung von Tumoren oder die Beurteilung der Gewebedurchblutung Kontrastmittel verwendet werden, bei denen ein geringeres Allergierisiko als z.B. bei der Computertomographie besteht. In der Chirurgischen Klinik stehen Untersuchungen der Leber, etwa nach Tumorbehandlungen oder einer Transplantation, im Vordergrund.

Weitere Information im Internet:

Faktenblatt zu Gerät HELX™ Evolution:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/pressestelle/
PM_neu/2013/12_2013/Hintergrund_Helx.pdf
Abteilung Diagnostische und Interventionelle Radiologie:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Willkommen.574.0.html
Ansprechpartner
Prof. Dr. med. Hans-U.Kauczor
Ärztlicher Direktor
Radiologische Klinik
Abteilung Diagnostische und
Interventionelle Radiologie
Tel. (Sekretariat): +49 (0) 6221 56 6411
E-Mail: HU.Kauczor@med.uni-heidelberg.de
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit ca. 2.200 Betten werden jährlich rund 118.000 Patienten voll- bzw. teilstationär und rund 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.500 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg.

http://www.klinikum.uni-heidelberg.de

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Leiterin Unternehmenskommunikation / Pressestelle
des Universitätsklinikums Heidelberg und der
Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 56-4536
Fax: 06221 56-4544
E-Mail: annette.tuffs@med.uni-heidelberg.de
Julia Bird
Referentin Unternehmenskommunikation / Pressestelle
des Universitätsklinikums Heidelberg und der
Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 56-7071
Fax: 06221 56-4544
E-Mail: julia.bird@med.uni-heidelberg.de
Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse
Besuchen Sie das Universitätsklinikum Heidelberg auch bei:
Facebook: http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/facebook
Twitter: http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/twitter
Youtube: http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/youtube

Dr. Annette Tuffs | idw
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Fraunhofer IGB wirkt bei Gestaltung des europäischen Fahrplans für Organ-on-a-Chip-Technologie mit
14.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB

nachricht Entwicklung modernster Navigationssysteme für die Gefäßchirurgie
06.11.2017 | Universität zu Lübeck

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

Neues Elektro-Forschungsfahrzeug am Institut für Mikroelektronische Systeme

21.11.2017 | Veranstaltungen

Raumfahrtkolloquium: Technologien für die Raumfahrt von morgen

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wasserkühlung für die Erdkruste - Meerwasser dringt deutlich tiefer ein

21.11.2017 | Geowissenschaften

Eine Nano-Uhr mit präzisen Zeigern

21.11.2017 | Physik Astronomie

Zentraler Schalter

21.11.2017 | Biowissenschaften Chemie