Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Was Haare verraten

18.05.2011
Mahlen, Mischen, Aufschließen mit der Schwingmühle MM 400

Der Nachweis illegaler Drogen und Medikamente ist u.a. in Bereichen wie Rechtsmedizin, Straßenverkehr oder Leistungssport gefragt. Chemische Substanzen lassen sich im Blut, Speichel, Urin und in den Haaren nachweisen, wobei Haare den großen Vorteil bieten, dass sie die Stoffe – je nach Haarlänge – über einen langen Zeitraum einlagern. Neben dem Nachweis von Drogen werden anhand von Haarproben auch DNA-Analysen durchgeführt.

Alpha Biolaboratories Ltd. (Warrington, UK) gehört zu den führenden europäischen Auftragslabors für DNA-Analysen, Drogen- und Alkoholtests. Ein großer Teil der Analysen wird an Haaren durchgeführt, darum suchte das Unternehmen nach einer Möglichkeit, die Probenvorbereitung in diesem Bereich zu optimieren. Wichtig für die Laborarbeit sind ein hoher Probendurchsatz sowie eine gute Reproduzierbarkeit. Eine möglichst vollständige Extraktion der nachzuweisenden Substanzen lässt sich, aufgrund der größeren Kontaktfläche mit dem Lösungsmittel, besonders gut mit fein vermahlenen Haaren erreichen. Bei Haaren, die nur mit der Schere zerkleinert wurden, fällt die Ausbeute deutlich schwächer aus bzw. die Extraktionszeit erhöht sich spürbar. Zudem ist eine größere Probenmenge erforderlich, um Repräsentativität zu gewährleisten.

Bei Alpha Biolaboratories hat man festgestellt, dass die Schwingmühle MM 400 alle Anforderungen bestens erfüllt. So konnte dank der automatisierten Aufbereitung der Haarproben sowohl eine Erhöhung des Probendurchsatzes erzielt werden als auch eine deutliche Verbesserung der Reproduzierbarkeit. Man setzt die MM 400 ein, um bis zu 20 Haarproben gleichzeitig in 2-ml-Reaktionsgefäßen aufzubereiten, welche mit jeweils zwei 6-mm-Kugeln gefüllt sind.

Bei Haaren mit hohem Fettgehalt empfiehlt sich eine Vermahlung mit Hilfe von Flüssigstickstoff, um Materialanbackungen im Mahlbecher zu verhindern. Dies kann durch die kryogene Aufbereitung in der CryoMill erfolgen, welche über ein integriertes Kühlsystem verfügt. Diese Mühle ist besonders sicher, da der Anwender zu keinem Zeitpunkt mit dem Flüssigstickstoff in Kontakt kommt. Möglich ist auch eine externe Kühlung der Probe, z.B. mit dem RETSCH KryoKit, und die anschließende Vermahlung in der MM 400. So lässt sich mit den Retsch-Schwingmühlen mit wenig Zeitaufwand eine Analysenprobe herstellen, die aufgrund ihrer Feinheit und Homogenität die nachfolgende Extraktion beschleunigt und verlässliche, exakte Analysenergebnisse ermöglicht.

Die MM 400 und ihre Möglichkeiten
Mit einer Schwingfrequenz von 30 Hz zerkleinert, mischt und homogenisiert die Schwingmühle MM 400 Pulver und Suspensionen in wenigen Sekunden und erreicht dabei Endfeinheiten bis in den unteren Mikrometer-Bereich. Die MM 400 verfügt über zwei Mahlstellen und kann bei Einsatz von Adaptern bis zu 20 Proben gleichzeitig aufbereiten. Neben der reproduzierbaren Trockenvermahlung, z.B. als Probenvorbereitung für die RFA, eignet sie sich aufgrund der verschraubbaren Mahlbecher auch hervorragend für die verlustfreie Nassmahlung. Bei der Kryogenvermahlung mit Flüssigstickstoff bietet sie den Vorteil, dass eine kurze externe Kühlung des Mahlgutes im Mahlbecher ausreicht, um das Probennmaterial zu verspröden.

Zu dem umfangreichen Zubehör der MM 400 zählen neben Mahlbechern in verschiedenen Größen und Werkstoffen auch Adapterracks, die fünf oder zehn Reaktionsgefäße aufnehmen, so dass die Mühle auch für den Aufschluss von Zellen sowie tierischem und pflanzlichem Gewebe eingesetzt werden kann. Aufgrund ihrer großen Vielseitigkeit wird die MM 400 in sehr vielen Industriebereichen eingesetzt, so z.B. in der Pharmazie, Biologie, Mineralogie oder auch im Umweltsektor.

| LABO
Weitere Informationen:
http://www.labo.de/analyseninstrumente/Instrumentelle-Analytik---Schwingmuehle-MM-400---Was-Haare-verraten.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Auf die richtige Verbindung kommt es an: Tiefe Hirnstimulation bei Parkinsonpatienten individuell anpassen
22.06.2017 | Charité – Universitätsmedizin Berlin

nachricht Forschungsprojekt BabyLux: Neues Messinstrument schützt Frühgeborene vor Gehirnschädigungen
12.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften