Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ein Trainingssimulator unterm Mikroskop

23.09.2014

Mithilfe des Trainingssimulators „RealSpine“ der HTWK Leipzig führt ZEISS medizinische Mikroskope auf der Messe „EuroSpine“ in Lyon vor

Als einer der ersten Kunden hat die Carl Zeiss Meditec AG ein Exemplar des Trainingssimulators „RealSpine“ erworben. Der Medizintechnikhersteller plant, künftig daran die Einsatzmöglichkeiten seiner Operationsmikroskope zu demonstrieren.


Prof. Werner Korb übergibt den OP-Simulator RealSpine an Klaus Weth, Gebietsverkaufsleiter der Carl Zeiss Meditec AG

Rebecca Schweier, ISTT/HTWK Leipzig

Der Trainingssimulator „RealSpine“ bildet einen Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule authentisch nach. Er besteht aus Kunststoffen und Kunstblut – dadurch lässt sich auch unter Messebedingungen relativ unkompliziert ein optisch realistischer Eindruck wie im OP-Saal erzeugen.

Der Simulator wurde von der Forschungsgruppe Innovative Surgical Training Technologies (ISTT) der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) für die Durchführung chirurgischer Weiterbildungen und Trainings entwickelt und ist wissenschaftlich validiert. Die Carl Zeiss Meditec AG hat die Entwicklung von Anfang an begleitet.

Der neu erworbene Simulator wird erstmalig auf einem gemeinsamen Messestand der Carl Zeiss Meditec AG und des ISTT auf dem diesjährigen Jahrestreffen der europäischen Wirbelsäulengesellschaft EuroSpine vom 1. bis 3. Oktober 2014 in Lyon zum Einsatz kommen. Messebesucher können dort mithilfe der Mikroskoptechnik von ZEISS in das Innenleben des Simulators hineinschauen.

Anschließend wird der Simulator im Vertrieb eingesetzt: „Unter dem Mikroskop ist RealSpine kaum von einem echten Patienten zu unterscheiden. Damit lassen sich unsere OP-Mikroskope unter realistischen Bedingungen optimal vorführen – so, wie die Ärzte die Mikroskope dann auch im OP erleben“, erklärt Klaus Weth, Gebietsverkaufsleiter der Carl Zeiss Meditec AG.

Diese Verwendung ist jedoch nur eine Nebenfunktion. Als Trainingssimulator wird RealSpine eigentlich für Workshops und Weiterbildungen von Chirurgen eingesetzt: Bereits vor einem Eingriff am echten Patienten können angehende Chirurgen an RealSpine die komplexen Strukturen der Wirbelsäule kennenlernen und die Entfernung eines Bandscheibenvorfalls üben.

Derartige Kurse finden seit 2014 am ISTT statt. Prof. Werner Korb, wissenschaftlicher Direktor des ISTT, freut sich über die neuen Einsatzmöglichkeiten des Simulators: „Der medizinische Fortschritt hat zu immer komplexerer Technologie im Operationssaal geführt. Insofern freut es uns sehr, dass unser Simulator künftig nicht nur zum Training der chirurgischen Fertigkeiten, sondern auch zur Demonstration von Medizintechnik eingesetzt wird.“

Ansprechpartner: 

Prof. Dr. sc. hum Werner Korb, Forschungsgruppe Innovative Surgical Training Technologies,

Telefon: +49 (0)341/3076-3100, E-Mail: korb@istt.htwk-leipzig.de

Pressekontakt:
Dr. Stephan Thomas, Forschungskommunikation, Tel.: +49 341 3076-6385, stephan.thomas@htwk-leipzig.de

Weitere Informationen:

http://www.htwk-leipzig.de/de/hochschule/aktuelles/nachrichten/nachrichten-detai...

Dr. Stephan Thomas | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Auf die richtige Verbindung kommt es an: Tiefe Hirnstimulation bei Parkinsonpatienten individuell anpassen
22.06.2017 | Charité – Universitätsmedizin Berlin

nachricht Forschungsprojekt BabyLux: Neues Messinstrument schützt Frühgeborene vor Gehirnschädigungen
12.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie