Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Bildauflösung neu definiert

26.07.2007
Weltweit erstes High-Definition-PET•CT von Siemens mit sehr hoher Bildschärfe

So wie die Bildschärfe des hochauflösenden Fernsehens (HDTV) die Welt der Unterhaltungsmedien transformiert hat, gestaltet Siemens Medical Solutions die Qualität der molekularen Bildgebung mit der Einführung der hochauflösenden Positronenemissionstomographie neu.

Das weltweit erste High-Definition-PET•CT (HD•PET) wurde Anfang Juni in den USA vorgestellt. Dabei handelt es sich um die weltweit bisher einzige hochauflösende PET-Technik, die durchgehend für mehr Schärfe und Klarheit der Aufnahmen im gesamten Sichtfeld sorgt. „Die Schärfe der HD•PET bedeutet mehr Spezifität und Genauigkeit. Der Arzt kann damit kleine Läsionen sicherer abgrenzen – und zwar auch innerhalb von Lymphknoten, im Bauch, in der Kopf- und Halsregion und im Gehirn – und damit eine frühere, gezieltere Behandlung einleiten", erläuterte dazu Michael Reitermann, Leiter des Geschäftsbereichs Molecular Imaging bei Siemens Medical Solutions.

Dr. David Townsend, der Leiter der molekularen Bildgebung und des translationalen Forschungsprogramms der medizinischen Fakultät an der Universität von Tennessee, USA, hat zusammen mit Siemens die neue HD•PET-Technologie erprobt und bestätigt: “Durch die gleichmäßige Auflösung der HD•PET im gesamten Sichtfeld wird die PETBildqualität wesentlich verbessert. Bisher war es bei der PET-Bildgebung so, dass die Abbildungsqualität mit der Entfernung vom Scanner-Zentrum stets abnahm. Die HD•PET eliminiert diesen Effekt und sorgt für größere diagnostische Sicherheit bei der genauen Auflösung peripherer Läsionen. Dadurch könnte auch das Staging der Krankheit und damit das klinische Ergebnis verbessert werden."

... mehr zu:
»HD•PET

Durch die hohe Auflösung wird auch der Kontrast des PET-Systems drastisch verbessert. Der Signal-Rausch-Abstand verdoppelt sich fast und ergibt schärfere Bilder als bisher. Mit deren Hilfe kann der Arzt besser als bisher zwischen gesundem und verdächtigem Gewebe unterscheiden. Die Vorzüge der High-Definition-PET optimieren die klinischen Ergebnisse bei der Krebsdiagnose, dem Staging der Krankheit, bei der Behandlung und bei der Überwachung nach Operation oder Bestrahlung. Der Arzt kann damit beispielsweise kleine abdominale Läsionen und kleine retroperitoneale (hinter dem Bauchfell gelegene) Lymphknotenmetastasen sowie Hoden-, Zervix- und Uterustumoren besser als bisher voneinander abgrenzen. Vor allem kleine Läsionen, die mit bisherigen Techniken kaum sichtbar gemacht werden konnten, sind mit HD•PET gut erkennbar.

Die Bildschärfe hilft dem Arzt außerdem bei der frühen Diagnose kleiner Rezidive (Wiederauftreten) von Kopf- und Halstumoren, was besonders bei operierten und bestrahlten Patienten mit veränderter Anatomie bedeutsam ist. Möglich werden die verzerrungsfreien Bilder durch ein unternehmenseigenes Rekonstruktionsverfahren, das in HD•PET integriert ist. Die verbesserte 2-mm-Auflösung lässt den Arzt auch die kleinsten Läsionen von der Bildmitte bis zu den Rändern deutlich erkennen – ein Vorteil, den derzeit nur die Siemens-HD•PET bietet. „Als führendes innovatives Unternehmen in der molekularen Bildgebung setzt Siemens einmal mehr Maßstäbe, indem es die Produktfamilie Biograph TruePoint der hybriden PET•CTSysteme auch noch mit ‚High Definition’ ausstattet“, sagte Michael Reitermann.

HD•PET baut auf der TruePoint-Technologie von Siemens auf, einer einzigartigen Kombination technischer Merkmale und Workflow-Lösungen für die PET•CT-Bildgebung, die Diagnose, Behandlung und Versorgung von Patienten optimieren sollen. Die hochauflösende Bilderzeugung wird auf allen Biograph-TruePoint-Systemen optional angeboten werden. Derzeitige Anwender der Technologie haben die Möglichkeit, ihre Systeme entsprechend aufzurüsten.

Siemens Medical Solutions ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienst- und Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum von bildgebenden Systemen für Diagnose und Therapie, über die Molekularmedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Jüngste Akquisitionen auf dem Gebiet der Labordiagnostik (In-Vitro) – wie die Diagnostic Products Corporation und Bayer Diagnostics – ebnen den Weg dazu, weltweit erstes integriertes Diagnostik-Unternehmen zu werden. Mithilfe all dieser Lösungen ermöglicht Siemens Medical Solutions seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken, Praxen sowie im Rahmen einer integrierten Gesundheitsversorgung und führen zu mehr Effizienz. Siemens Medical Solutions beschäftigt weltweit mehr als 41.000 Mitarbeiter und ist in über 130 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2006 (30. September) erzielte Siemens Medical Solutions nach U.S. GAAP einen Umsatz von 8,23 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 9,33 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1,06 Mrd. €.

Bianca Braun | Siemens Medical Solutions
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/medical
http://www.siemens.com/med-bilder/High-Definition-PET-CT

Weitere Berichte zu: HD•PET

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken
28.03.2017 | Technische Universität Braunschweig

nachricht Neue Hoffnung für Leberkrebspatienten
24.03.2017 | Universitätsklinikum Regensburg (UKR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten