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CT mit „zwei Energien“ vereinfacht Diagnosen

24.07.2007
Erstmals kann ein Computertomograph (CT) verschiedene Gewebearten in einem Scan automatisch unterscheiden. Der Somatom Definition von Siemens besitzt zwei Röntgenröhren, die parallel mit verschiedenen Strahlungsenergien arbeiten können. Mit der Software syngo Dual Energy kann das Gerät zum Beispiel Gefäße und Knochen erfassen und unterscheidbar darstellen. Hierfür waren bei bisherigen CTs zwei Scans nötig. Aufgrund der neuen Möglichkeit können Ärzte ihre Diagnosen schneller und sicherer erstellen.

syngo Dual Energy ist seit kurzem als spezielles Feature im Somatom Definition von Siemens Medical Solutions integriert, der seit fast zwei Jahren auf dem Markt ist. Das Gerät ist nach wie vor das einzige mit zwei Aufnahmesystemen, die gleichzeitig um den Patienten kreisen. Es arbeitet daher doppelt so schnell. Die Strahlenbelastung während Herzuntersuchungen sinkt typischerweise auf etwa die Hälfte. Die hohe Geschwindigkeit des Geräts erlaubt zudem Aufnahmen vom Herz in der Ruhephase, ohne dass Betablocker die Herzfrequenz vorher künstlich absenken müssen. Das vereinfacht Untersuchungen von Patienten mit unregelmäßigem oder schnellem Puls.


Trotz hochauflösender und qualitativ guter Bilder brauchen Radiologen heute viel Erfahrung, um ähnlich dichte Gewebearten zu unterscheiden. Ein Beispiel sind Blutgefäße, die sich bei der Gabe von Kontrastmitteln von umliegenden Gefäßen abheben. Bei sehr stark verkalkten Gefäßen ist es allerdings schwierig, die Größe des verbleibenden offenen Gefäßes einzuschätzen.

syngo Dual Energy bietet hier durch den gleichzeitigen Einsatz verschiedener Röhrenspannungen große Vorteile: Jedes Körpergewebe schwächt eindringende Röntgenstrahlen ab. Die Abschwächung hängt von der eingestrahlten Energie ab, d.h. die Untersuchung eines Gewebes mit geringerer Energie ergibt eine andere Abschwächung als mit höherer Energie. Der Unterschied ist zudem gewebespezifisch. Diesen Effekt nutzt syngo Dual Ener­gy. Das Resultat bekommen die Ärzte im Bruchteil einer Sekunde auf dem Monitor angezeigt: Knochen und Weichgewebe werden beide verschieden farbig sichtbar gemacht. Mediziner können auf diese Weise auch in schwer zugänglichen anatomischen Regionen Knochenmaterial mit einem Tastendruck virtuell „entfernen“. Diagnosen und Eingriffe werden so einfacher und sicherer. (IN 2007.07.5)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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