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Weltweit erster implantierbarer Kardioverters/Defibrillators (ICD) der neuesten Generation implantiert

25.06.2007
Verbesserte Technik für mehr Sicherheit

Hochfrequenz-Telemetrie erleichtert Datenabfrage und ermöglicht drahtlose Programmierung – Herzstimulation wird automatisch angepasst – Gerät meldet Störungen an Patienten

Implantierbare Kardioverter/Defibrillatoren (ICD) werden bei bestimmten Erkrankungen des Herzens eingesetzt, die mit einem zu schnellen Herzschlag einhergehen, der für den Patienten lebensbedrohlich ist. Wenn solche Störungen des Herzschlages (Arrhythmien) auftreten, kann der ICD diese erkennen und durch die Abgabe von elektrischen Schocks beenden. Die Technik der ICDs hat sich seit deren Einführung zu Beginn der 90er Jahre rapide entwickelt. Die neueste Entwicklung auf diesem Gebiet ist der biventrikuläre ICD, der jetzt weltweit erstmals in der Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim durch Dr. Wolfgang Ehrlich (Direktor der thoraxchirurgischen Abteilung: Prof. Dr. Wolf-Peter Klövekorn) und Oberarzt Dr. Johannes Sperzel (Direktor kardiologische Abteilung: Prof. Dr. Christian Hamm) einer Patientin eingesetzt wurde. Die Patientin leidet an einer schweren Pumpstörung des Herzens (Herzschwäche) und trägt ein hohes Risiko für lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen. Der neue Defibrillator erkennt und beendet solche Rhythmusstörungen und verbessert die Pumpleistung des Herzens.

Als wesentliche Verbesserungen im Vergleich zu den bisher verwendeten ICD`s bietet dieses neue System die Möglichkeit, über eine drahtlose Funkverbindung mit einer Reichweite von bis zu 5 m direkt mit dem Programmiergerät zu kommunizieren. Der Defibrillator ermöglicht dabei eine genau auf den Patienten zugeschnittene Therapie, indem er täglich Messwerte des Herzens protokolliert und dem Arzt bei der Nachsorge als Trend grafisch darstellt. Weiterhin erkennt er eigene Herzaktionen und stellt sich automatisch so ein, dass die Stimulation des Herzens minimiert wird. Bei Auftreten von unregelmäßigen Herzschlägen speichert der ICD bis zu drei verschiedene EKGs gleichzeitig ab, die der Arzt bei der Nachsorge beurteilen kann. „Die drahtlose Hochfrequenztechnologie macht Programmierköpfe und Kabel überflüssig und erleichtert das Testen, die Datenabfrage und die Programmierung. Dadurch wird die Nachsorgezeit bei gleichzeitig höherer Sicherheit für den Patienten verkürzt.“ so Sperzel. Ebenso ermöglicht diese Technologie, die Elektroden in der Herzkammer neu zu konfigurieren um die elektrischen Impulse zu optimieren, ohne dass die Elektrode neu platziert werden muss.

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Zusätzlich überwacht das Gerät automatisch seine eigene Funktion und die der Elektroden. Im Falle einer Störung macht er sich beim Patienten durch Vibration, ähnlich wie bei einem Handy, bemerkbar. Der Patient kann dann sofort einen Termin mit seinem Kardiologen zur Nachsorge vereinbaren. „Dieser neue ICD ist ein weiterer wichtiger Schritt zur deutlichen Verbesserung der Therapiemöglichkeiten bei solch schwerkranken Patienten“, so Sperzel abschließend.

In der Kerckhoff-Klinik werden als einem der führenden Herz- und Rheumazentren Deutschland jährlich ca. 600 Herzschrittmacher, 350 Defibrillatoren und 200 Systeme zur Verbesserung der Herzleistung (Kardiale Resynchronisationstherapie) implantiert.

Pressekontakt:
Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ansprechpartnerin: Eva Sauer
Tel.: 06032 / 996.2554
Fax: 06032 / 996.2436
Email: e.sauer@kerckhoff-klinik.de

Dr. Berend von Thülen | C3 Public Relations
Weitere Informationen:
http://www.kerckhoff-klinik.de

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