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Artis one - ein universelles Angiographiesystem

12.03.2014

Siemens hat ein neues Angiographie­system, Artis one, entwickelt, das weniger Platz einnimmt, mit weniger Energie auskommt und dennoch als Universalsystem auch anspruchsvolle Anwendungen erlaubt.

Angiographie­anlagen zur Röntgenuntersuchung von Blutgefäßen sind häufig auf bestimmte Behandlungen spezialisiert, beispielsweise Therapie von Schlaganfällen.

Die große Mehrzahl der angiographischen Anwendungen sind aber Routinen wie die Kontrolle oder Aufweitung von Arterien oder Beinvenen, das Einsetzen von Ports zur Krebstherapie oder das Setzen von Verbindungen für die Dialyse.

In Kliniken und radiologischen Praxen mit unterschiedlichsten Patienten sind flexibel einsetzbare Systeme daher eine sinnvolle Alternative oder können die bestehenden, komplexeren Anlagen entlasten. Bei einer angiographischen Prozedur rotiert die Röntgenröhre auf einem C-Bogen um den Patienten und nimmt aus verschiedenen Winkeln Bilder der Blutgefäße auf.

Mehr als 80 Prozent solcher Einsätze entfallen auf Routineeingriffe, für die im Wesentlichen dieselben Anforderungen gelten: Der Arzt muss qualitativ hochwertige Aufnahmen von beliebigen Körperstellen machen können.

Derart flexibel positionierbare Geräte hängen meist an Deckenschienen und brauchen im Schnitt 45 Quadratmeter Platz.  Artis one schafft eine ähnlich gute Flexibilität als bodenmontiertes System auf 25 Quadratmetern Platz. Erreicht wurde dies durch eine neue Antriebstechnik auf Basis der Siemens-Steuerungen für Industrielösungen.

Der C-Bogen von Artis one lässt sich beliebig um den Patienten herum bewegen und deckt bis zu 2,10 Meter Köpergröße ab.  Dank der modernen Antriebstechnik braucht Artis one zudem etwa 20 Prozent weniger Energie. Die gesamte Bildkette - bestehend aus Röntgenröhre, Detektor und Bildverarbeitung - liefert Aufnahmen hoher Qualität.

Die Megalix Cat Plus Röntgenröhre kann mit hohen Strömen betrieben werden und so ein sehr kontrastreiches Bild erzeugen. Spezielle Filtertechniken minimieren die Strahlenbelastung für den Bediener. Der großflächige Röntgendetektor mit 30 mal 30 Zentimetern garantiert eine gute Abdeckung und erlaubt steile Aufnahmewinkel, wie sie bei manchen kardiologischen Anwendungen nötig sind. 

Ein neues Bedienkonzept schließlich ermöglicht während des Eingriffs, beispielsweise dem Einbringen eines Stents in eine blockierte Arterie, dass der Arzt die in Echtzeit dargestellten Röntgenbilder immer im Blick hat.  Artis one ist als universell einsetzbares System konzipiert, bietet aber auch besondere Features wie 3-D-Aufnahmen oder das Siemens-Visualisierungstool CLEARstent Live, mit dessen Hilfe Stents hochpräzise in die Arterien eingepasst werden können. (2014.03.4)

Weitere Informationen:

http://www.siemens.de/innovationnews

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews

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