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Nanosystem zur gezielten Abgabe von hoch dosierten Medikamenten

23.07.2014

Das CEA-Leti [1] und das auf Nanotechnologien spezialisierte Unternehmen Akrivis Technologies LLC [2] wollen gemeinsam eine Methode zur gezielten Abgabe von hoch dosierten Medikamenten entwickeln.

Das neue System soll sicherer und effizienter werden und bei der Chemotherapie und anderen Behandlungen zum Einsatz kommen, bei denen eine hohe Konzentration von aktiven Wirkstoffen in Zielzellen freigesetzt werden soll. 

Dieses Arzneimittel-Abgabesystem basiert auf zwei bereits existierenden Technologien: Z-TECT von Akrivis Technologies und Lipidots des CEA-Leti.

  • Z-TECT spürt in vitro ungewöhnlich niedrige Proteinmengen und Zielmoleküle auf. Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden lassen sich mit dieser Technologie nur wenige Millimeter große Veränderungen erkennen. Dies ermöglicht in vivo den klinischen Nachweis eines Tumors in frühen Wachstumsstadien.
  • Lipidots ist ein Nanotransportsystem, das auf winzigen Öltröpfchen basiert. Die Wirkstoffe – oder auch fluoreszierenden Kontrastmittel – sind in den Tröpfchen eingekapselt und werden direkt (zu therapeutischen bzw. diagnostischen Zwecken) zu den Zielzellen des Körpers transportiert. 

Eine Kombination dieser beiden Methoden ermöglicht die Abgabe von hoch konzentrierten Wirkstoffmolekülen an Zielzellen und bietet Anwendungen, die gleichzeitig die diagnostische Bildgebung und gezielte Therapien verbinden.

Diese neue Methode ist speziell auf die Bedürfnisse von Pharma- und Biotechnologie-Unternehmen zugeschnitten, kann aber auch auf andere Anwendungen (Diagnostik, Therapie etc.) angepasst werden.

[1] CEA-Leti – Labor für Elektronik und Informationstechnologien der französischen Behörde für Atomenergie und alternative Energien – Webseite des CEA-Leti (auf Englisch): http://www-leti.cea.fr/en

[2] Webseite von Akrivis Technologies LLC (auf Englisch): http://akrivis.com/ 

Quelle: Artikel aus der Online-Ausgabe von Industrie&Technologie – 10.07.2014 – http://www.industrie-techno.com/newsletter-1033#xtor=EPR-1 

Redakteur: Louis Thiebault, louis.thiebault@diplomatie.gouv.fr

 
Wissenschaft-Frankreich (Nummer 273 vom 22. Juli 2014)
Französische Botschaften in Deutschland und Österreich

Louis Thiebault | Wissenschaft Frankreich
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaft-frankreich.de

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