Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HIV: Baby erstmals durch frühe Behandlung geheilt

04.03.2013
Erfolg mit Standardmedikamenten - Weitere Tests jedoch erforderlich

Ein kleines Mädchen, das mit HIV auf die Welt gekommen ist, scheint nach einer sehr frühen Behandlung mit Standardmedikamenten geheilt zu sein.


HI-Virus: Hoffnung auf Heilung bei Kindern (Foto: SPL)

Das aus dem Bundesstaat Mississippi stammende Kind ist jetzt zweieinhalb Jahre alt und nimmt seit rund einem Jahr keine Medikamente mehr ein. Zudem zeigen sich keinerlei Anzeichen einer Infektion. Deborah Persaud von der Johns Hopkins University hat diese Forschungsergebnisse auf der derzeit stattfindenden Conference on Retroviruses and Opportunistic Infections http://retroconference.org in Atlanta der Öffentlichkeit präsentiert.

Aufwendige Therapie

Trotz der positiven Entwicklung sind weitere Tests erforderlich, um zu überprüfen, ob die Behandlung auch bei anderen Kindern so wirksam ist. Die Ergebnisse könnten jedoch möglicherweise zu einem neuen Behandlungsansatz für Kinder mit HIV führen. Bleibt das Mädchen gesund, wäre sie der weltweit zweite Fall der Heilung einer HIV-Infektion.

2007 war Timothy Ray Brown der erste Mensch, bei dem davon ausgegangen wird, dass er geheilt ist. Seine Behandlung war sehr aufwendig und bestand aus einer Behandlung gegen Leukämie mit der Zerstörung seines Immunsystems und einer Transplantation von Stammzellen eines Spenders mit einer seltenen genetischen Mutation, die gegen HIV resistent ist.

Keine neue Infektion festgestellt

Das Mädchen wurde mit einer Kombination von allgemein erhältlichen Medikamenten behandelt, die bereits zur Behandlung von HIV-Infektionen bei Kindern eingesetzt werden. Einem BBC-Bericht nach liegt damit nahe, dass die Behandlung das Virus zerstörte, bevor es sich Schlupfwinkel im Körper schaffen konnte.

Diese Reservoirs schlafender Zellen führen laut Persaud normalerweise bei einem Absetzen der Medikamente sehr rasch zu einer erneuen Infektion.

Das Mädchen wurde in einem Krankenhaus auf dem Land geboren. Der HIV-Test der Mutter war erst vor kurzem positiv. Da die Mutter vor der Geburt nicht gegen HIV behandelt worden war, bestand für das Kind ein hohes Infektionsrisiko. Das Mädchen wurde in das University of Mississippi Medical Center http://umc.edu überwiesen. Die HIV-Expertin Hannah Gay verabreichte dem erst 30 Stunden alten Kind eine Kombination von drei Standardmedikamenten gegen HIV. Die Ärzte warteten nicht einmal das Ergebnis des HIV-Tests ab. Gray ging davon aus, dass dieses Kind einem besonders hohen Risiko ausgesetzt war und daher so rasch wie möglich behandelt werden sollte.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.jhu.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht In Deutschland wächst die Zahl der Patienten mit Diabetes mellitus
23.02.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt
22.02.2017 | Klinikum der Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie