Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hessischer Sozialminister Stefan Grüttner eröffnet neues Transplantationszentrum an der Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim

16.05.2013
Zentrum optimiert Versorgung bei Transplantationen von Herz und Lunge – Modernster Hybrid-Operationssaal und eine der größten Intensivmedizinischen Einheiten in Hessen nehmen Betrieb auf – Neues Flächenkonzept für effiziente Abläufe bei Patientenversorgung

„Mit der Fertigstellung des neuen Kompetenzzentrums an der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim ist ein wichtiger Meilenstein für die Transplantationsmedizin in Hessen erreicht. Denn nun verfügen wir in Hessen über bedarfsgerechte Kapazitäten zur Versorgung von Patienten, die ein neues Herz benötigen. Patienten müssen für eine Herz-Transplantation nicht mehr in andere Bundesländer ausweichen“, stellte der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner anlässlich der Eröffnung des neuen Zentrums zur Transplantation thorakaler Organe an der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim heraus.


Der Ärztliche Direktor und Chefarzt der Abteilung Herzchirurgie der Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim erläutert dem Hessischen Sozialminister Stefan Grüttner die Funktionsweise der neuen Operationssäle im neuen Transplantationszentrums.

Dieser neue Schwerpunkt optimiere somit die Versorgung transplantationsbedürftiger Patienten in Hessen, so Staatsminister Grüttner weiter. Der Ärztliche Geschäftsführer, Prof. Dr. Hossein-Ardeschir Ghofrani, führt dazu aus: „Jährlich müssten nach Schätzungen der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) ca. 30 Herztransplantationen bei Erwachsenen in Hessen durchgeführt werden. Tatsächlich erhalten aber nur rund 10 Patienten ein neues Organ – die meisten davon an der Kerckhoff-Klinik. Der Kaufmännische Geschäftsführer und Verwaltungsdirektor der Kerckhoff-Klinik, Ulrich Jung, ergänzt: „Viele Patienten mussten bisher aus Mangel an Kapazitäten in andere Bundesländer ausweichen. Mit dem neuen Zentrum wird nun eine wohnortnahe Versorgung möglich sein und der Bedarf in Hessen vollständig gedeckt werden können, sofern ausreichend Organe zur Verfügung stehen.“

Welchen Stellenwert das neue Zentrum für die Hessische Landesregierung besitzt, wird auch durch den Umfang der Förderung deutlich: Insgesamt 13 Millionen Euro an Fördermitteln hat das Land zu den Gesamtkosten von über 20 Millionen Euro für den Neubau an der Klinik bereit gestellt. „Hessen ist ein national und international wettbewerbsfähiger Medizin- und Gesundheitsstandort, dessen Potenziale wir mit Investitionen in medizinische Exzellenzbereiche wie die Transplantationsmedizin dauerhaft sichern und zukunftsfähig weiter entwickeln wollen“, macht Minister Grüttner deutlich.

Der Vorsitzende des Vorstands der William G. Kerckhoff-Stiftung als Träger der Kerckhoff-Klinik, Dr. Walter Arnold, MdL und Staatssekretär a. D., betont: “Wir sind dem Land natürlich für diese Unterstützung sehr dankbar und freuen uns, dass die Kerckhoff-Klinik als eines der fünf größten Herzzentren in Deutschland einen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und medizinischen Kompetenz in Hessen leisten kann.“

Modernste Ausstattung und eine der größten Intensivstationen in Hessen
Mit seiner Ausstattung zählt die Kerckhoff-Klinik zu den leistungsfähigsten medizinischen Einheiten dieser Art in Deutschland. Neben neuen High-Tech Operationssälen für Transplantationen von Herz und Lunge sowie zur Implantation kathetergestützter Herzklappen, ist die Intensivmedizinische Einheit auf insgesamt 56 Betten aufgestockt worden. Darüber hinaus befinden sich im Neubau 45 zusätzliche Allgemeinpflegebetten.

Der Ärztliche Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik, Prof. Ghofrani, führt dazu aus: „Mit der neu geschaffenen Kapazität, haben wir die strukturellen Voraussetzungen geschaffen, um die Zahl der Transplantation von Herzen und Lungen zu steigern und künftig, gemeinsam mit unseren Partnern, den Bedarf in Hessen zu decken. Im Bereich der Lungentransplantationen arbeiten wir dazu bereits eng mit dem nationalem Lungenzentrum an der Universitätsklinik Gießen zusammen. Im Bereich der Herztransplantation beabsichtigen wir alle Aktivitäten in Hessen, in enger Abstimmung mit den Universitätskliniken in Frankfurt und Gießen, nun in unserer Klinik zu bündeln.“

Der Ärztliche Direktor und Chefarzt der Abteilung Herzchirurgie, Prof. Dr. Thomas Walther, ergänzt dazu: „Neben der Transplantationsmedizin bietet das neue Zentrum durch seinen modernen Hybrid-OP auch die Möglichkeit, in einem gemeinsamen Heart-Team zusammen mit der Abteilung Kardiologie die Implantation von kathetergestützten Herzklappen weiter auszubauen. Schon heute gehört die Kerckhoff-Klinik zu den führenden Einrichtungen für diese Eingriffe.“

Modernes Flächenkonzept schafft Synergien in der Patientenversorgung

Zentrales Merkmal der mit dem neuen Bau einhergehenden Organisationsstruktur ist ein modernes Flächennutzungskonzept, das sich streng an den Anforderungen der Versorgungsprozesse orientiert. Geschäftsführer Ulrich Jung erläutert dazu: „Die Neuordnung von Primär- und Sekundärflächen ist der Kernbestandteil des Konzeptes. Dabei sind Intensivpflege, Operationsräume und Katheterlabore räumlich im Gebäude zentralisiert, sodass eine geschlossene Bündelung der Versorgungsflächen entstanden ist. Hierdurch erreichen wir eine Optimierung der medizinischen und pflegerischen Arbeitsabläufe.“

Ein zentrales Merkmal des Neubaus ist die Intensivmedizinische Einheit (IME), wie die beiden Geschäftsführer erklären: “Wir haben hier das Konzept einer flexiblen Aufteilung der Intensivpflege in High-, Intermediate- und Low-Care-Bereich praxistauglich umgesetzt, um jeweils bedarfsgerecht agieren zu können“, so Jung. Prof. Ghofrani ergänzt: „Ferner ist die intensivmedizinische Versorgung interdisziplinär ausgerichtet, um den hohen fachlichen Anforderung gerecht zu werden.“

Weitere Sanierungsmaßnahmen geplant

Mit Abschluss der aktuellen Baumaßnahmen werden die Bautätigkeiten an der Kerckhoff-Klinik allerdings noch nicht beendet sein, wie Jung deutlich macht: „Nach dem Neubau des Labors, das bereits Ende letzten Jahres seinen Betrieb aufgenommen hat, stehen als nächste Projekte weitere Modernisierungen von Gebäudeteilen und Gebäudetechnik an“, führt Jung abschließend aus.

Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Christiane Brandt
Tel.: 06032 / 996.2554
Fax: 06032 / 996.3633
E-Mail : c.brandt@kerckhoff-klinik.de
Pressekontakt:
C3 Public Relations
Klinikkommunikation und Litigation PR
Dr. Berend von Thülen
Tel.: 0 641 / 480.99.40
Fax: 0 641 / 494.18.13
E-Mail : thuelen@t-online.de

Dr. Berend von Thülen | C3 Public Relations
Weitere Informationen:
http://www.kerckhoff-klinik.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht In Deutschland wächst die Zahl der Patienten mit Diabetes mellitus
23.02.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt
22.02.2017 | Klinikum der Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie