Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gemeinsam Stark gegen den Krebs: Ruhr-Universität Comprehensive Cancer Center (RUCCC)

28.03.2011
Fünf Standorte - Ein Ziel: Moderne Tumortherapie aus einem Guss

Statistisch gesehen erkrankt jeder dritte Europäer in seinem Leben an Krebs. Früher noch ein Todesurteil, bedeutet die Diagnose heute nicht mehr das Ende des Lebensmutes. Abhängig von der Art des Tumors und dem individuellen Krankheitsbild sind die Heilungschancen dank der optimierten Patientenversorgung weitaus besser als noch vor einigen Jahren. Die fachübergreifende Zusammenarbeit spezialisierter Tumorzentren spielt für den Behandlungserfolg eine entscheidende Rolle.

Die Kliniken der Ruhr-Universität haben sich daher zu einem Onkologischen Zentrum zusammengeschlossen: Dem RUCCC (Ruhr-Universität Comprehensive Cancer Center). „Das RUCCC ist eines der modernsten Krebs-Zentren Deutschlands und garantiert den Bewohnern der Region – auch in einer kritischen Lebenssituation – eine erstklassige und menschlich zugewandte Versorgung“, so Prof. Dr. Andrea Tannapfel, Leiterin des RUCCC.

Geprüftes Krebszentrum bietet spezielle Therapie an

Das RUCCC bündelt die Kompetenz der bestehenden Organkrebszentren der Ruhr-Universität und ist damit für alle Tumorerkrankungen eine Anlaufstelle für Spitzenmedizin. Beteiligt sind das Hauttumorzentrum mit fast 900 Fällen von Hautkrebs allein im ersten Jahr nach seiner Zertifizierung, das Darmzentrum mit über 1000 bisher behandelten Darmkrebspatienten, das Prostatazentrum mit 700 Prostatakrebspatienten jährlich und das Pankreaskarzinomzentrum mit 450 behandelten Patienten im Jahr, wovon die Hälfte an bösartigen Tumoren der Bauchspeicheldrüse leiden. Die Zentren gehören damit jedes für sich bereits zu den größten und erfolgreichsten in Deutschland. Mit ihrer Bündelung wird das anstehende Konzept des Nationalen Krebsplans konsequent umgesetzt. Das Zertifizierungsaudit durch OnkoZert, die Zertifizierungsstelle der Deutschen Krebsgesellschaft, wurde im November 2010 erfolgreich abgeschlossen.

Ganzheitliche Betreuung für die Patienten

Ziel des neuen Onkologischen Zentrums ist es, die Patienten in allen Phasen der Erkrankung umfassend und ganzheitlich zu betreuen. Eine enge Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen, verschiedener Berufsgruppen und verschiedener Sektoren des Gesundheitswesens wie Klinikern und niedergelassenen Ärzten sowie Behandlungskonzepte, die auf international akzeptierten Leitlinien beruhen, bilden die Grundlage moderner Tumortherapien. An oberster Stelle stehen Transparenz und Sicherheit im Sinne einer medizinisch und pflegerisch bestmöglichen Versorgung. Dazu gehören auch eine umfassende psychologische, humangenetische und soziale Betreuung.

Forschung am Puls der Zeit: 7 Mio. Euro für ein Forschungszentrum

Forschungsprojekte an der Schnittstelle zwischen präklinischer Forschung und klinischer Entwicklung sichern die jeweils modernste verfügbare Therapie für alle Patienten. Im Rahmen eines von der Landesregierung Düsseldorf mit fast 7 Mio. Euro geförderten Forschungsprojektes wird derzeit ein standortübergreifendes Zentrum für onkologisch-klinische Studien (ZOKS) gegründet. Dort wird zum einen die klinische Forschung der RUCCC-Standorte auf neuestem Stand unterstützt, zum anderen wird gemeinsam mit dem Institut für Pathologie der Ruhr-Universität eine zentrale Probenbank aufgebaut. Diese Struktur bietet ideale Voraussetzungen, gemeinsam mit den wissenschaftlichen Instituten der Ruhr-Universität Ergebnisse der Grundlagenforschung rasch für eine verbesserte personalisierte Krebsmedizin nutzbar zu machen.

Weiterbildung im RUCCC

Die behandelnden Ärzte nehmen an zentralen Tumorkonferenzen, nationalen und internationalen Kongressen teil, um immer auf dem neuesten Stand zu sein und jedem Patienten die bestmögliche und modernste Therapie durch höchste Qualitätsstandards zu garantieren. Eine enge Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten der Region ist für das RUCCC selbstverständlich. Sie gewährleistet jedem Patienten die optimale Versorgung in allen Phasen der Erkrankung von der Früherkennung bis zur Nachsorge.

Am RUCCC beteiligte Kliniken:
- Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil
- Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum
- Stiftung Katholisches Krankenhaus Marienhospital Herne, Klinikum der RUB
- Katholisches Klinikum Bochum, Klinikum der RUB (St. Josef-, St. Elisabeth-Hospital)

- Katholische St. Lukas-Gesellschaft, Dortmund (St. Josefs-Hospital)

Weitere Informationen

Dr. rer. nat. Berenike Flott-Rahmel, Koordination Ruhr-Universität Comprehensive Cancer Center – RUCCC, Bürkle-de-la-Camp Platz 1, 44789 Bochum, Tel.: 0234/302-4964, Fax: 0234/302-4809, E-Mail: berenike.flott-rahmel@rub.de

Redaktion: Meike Drießen

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.RUCCC.de

Weitere Berichte zu: Cancer Hauttumorzentrum RUCCC Tumortherapie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neuer Ansatz: Nierenschädigungen therapieren, bevor Symptome auftreten
20.09.2017 | Universitätsklinikum Regensburg (UKR)

nachricht Neuer Ansatz zur Therapie der diabetischen Nephropathie
19.09.2017 | Universitätsklinikum Magdeburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

23. Baltic Sea Forum am 11. und 12. Oktober nimmt Wirtschaftspartner Finnland in den Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

6. Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Zeichen von Smart Home

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

OLED auf hauchdünnem Edelstahl

21.09.2017 | Messenachrichten

Weniger (Flug-)Lärm dank Mathematik

21.09.2017 | Physik Astronomie

In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät

21.09.2017 | Geowissenschaften