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Gehirn an Hörproblemen im Alter beteiligt

20.02.2009
Forscher entdecken Rückgang der Hörzellen

Hintergrundgeräusche im Restaurant oder auf der Straße stellen für alte Menschen häufig ein Hindernis dar um das Gegenüber zu verstehen. Schuld daran ist jedoch nicht nur die nachlassende Funktion des Ohrs, sondern auch das Gehirn, sagen Forscher der Medical University of South Carolina.

Sie erhoben mit Magnetresonanz die Gehirnfunktion bei 36 Personen unterschiedlichen Alters, während diese schwer erkenntliche Wörter verstehen mussten. Die Wissenschaftler identifizierten die für Sprache und Aufmerksamkeit verantwortlichen Gehirnregionen und verglichen im nächsten Schritt, wie sehr das Volumen dieser Regionen von alterungsbedingten Veränderungen betroffen waren.

Die älteren Studienteilnehmer verstanden die Wörter bei Störungen in der akustischen Umgebung grundsätzlich schlechter als junge Erwachsene. Dieser Zusammenhang blieb auch noch erhalten, nachdem man den möglichen Hörverlust berücksichtigt hatte. Das verlorene Hörvermögen gehe mit einem Rückgang des Volumens von einem kleinen Teil der Region einher, in der die vom Ohr eingehenden Impulse verarbeitet werden, so die Forscher.

Darüber hinaus entdeckte man nicht nur bei älteren Menschen, sondern auch bei Jüngeren einen Zusammenhang zwischen der Anzahl dieser Hirnzellen und der Fähigkeit, Wörter zu verstehen. Somit würden sich bereits bestehende Rückstände beim Hörverstehen im Alter vergrößern, schließen die Forscher. Diese Erkenntnis trage dazu bei, das Leiden der Schwerhörigkeit im Alter besser zu verstehen, bei der Prozesse wie eine langjährige berufliche Lärmbelastung die Fähigkeit des Hirns beeinträchtigen, Hörsignale weiterzuverarbeiten.

Johannes Pernsteiner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.musc.edu

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