Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschung für die Lebensmittelfabrik der Zukunft

20.03.2014

Die Lebensmittelherstellung ist einer der größten und wichtigsten Industriesektoren der Europäischen Union – und wird es bleiben.

Im Jahr 2025 soll die Lebensmittelherstellung automatisierter, nachhaltiger, flexibler und intelligenter sein. Ein Konzept für eine Forschungsinfrastruktur, die das ermöglichen könnte, hat das europäische Konsortium „FoodManufuture“ entwickelt.

Ziel der im Projekt entworfenen „Lebensmittelfabrik der Zukunft“ ist die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der lebensmittelverarbeitenden Industrie durch angewandte Forschung.

Im Rahmen des EU-Projekts „FoodManufuture“ entwickelte das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI ein Design-Konzept für die „Lebensmittelfabrik der Zukunft“ sowie eine Strategie, wie die dafür nötige Forschungsinfrastruktur aufgebaut werden kann.

Zunächst analysierten die Wissenschaftler in Europa bestehende Forschungsinfrastrukturen anhand von Dimensionen wie beispielsweise der Finanzierung, der rechtlichen Form, der Mitgliederstruktur und der Verwertungsrechte von Erfindungen. 

Auf dieser Basis entwickelte das Forschungsteam ein Modell für die zukünftige Forschungsinfrastruktur in der Lebensmittelherstellung. Dieses Modell kombiniert kurzfristige industrienahe mit langfristiger grundlagenorientierter Forschung und integriert Industrie, Forschungseinrichtungen, das Bildungssystem sowie weitere gesellschaftliche Akteure.

Es zeichnet sich unter anderem durch ein enges Netzwerk von innovativen Forschungseinrichtungen mit Pilot-Anlagen aus, die neue Technologien und Herstellungsprozesse gemeinsam mit Unternehmen entwickeln und zur Anwendung bringen.

Dr. Simon Berner, Projektleiter der Studie am Fraunhofer ISI, betont: „Von der hier entwickelten Forschungsinfrastruktur profitieren Verbraucher ebenso wie Unternehmen im Lebensmittelbereich und auch kleine Unternehmen.

Das Modell zielt darauf ab, dass die Ergebnisse der angewandten Forschung direkt im Herstellungsprozess umgesetzt werden können und so zur Steigerung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit sowie der Produktivität beitragen. Unsere Studie soll politische Entscheider dabei unterstützen, eine zukunftsfähige Forschungsinfrastruktur für die Lebensmittelherstellung einzurichten.“

Ausgehend von dem Modell haben Berner und seine Kollegen Empfehlungen für die Umsetzung der Infrastruktur für die Lebensmittelforschung von morgen abgeleitet. Hierzu gehört der Aufbau einer handlungsfähigen Kerngruppe von europäischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die gleich nach der Gründung erste Demonstrationsprojekte für neue Technologie-Plattformen durchführen sollten, um so weitere Akteure für die Mitwirkung und Umsetzung der Infrastruktur zu gewinnen.
Weitere Informationen sowie die Studie „Conceptual Design – Report for a Research Infrastructure“ gibt es unter http://www.foodmanufuture.eu.

Kontakt:
Anne-Catherine Jung MA
Telefon: +49 721 6809-100
E-Mail: presse@isi.fraunhofer.de

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI analysiert Entstehung und Auswirkungen von Innovationen. Wir erforschen die kurz- und langfristigen Entwicklungen von Innovationsprozessen und die gesellschaftlichen Auswirkungen neuer Technologien und Dienstleistungen. Auf dieser Grundlage stellen wir unseren Auftraggebern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft Handlungsempfehlungen und Perspektiven für wichtige Entscheidungen zur Verfügung. Unsere Expertise liegt in der fundierten wissenschaftlichen Kompetenz sowie einem interdisziplinären und systemischen Forschungsansatz.

Weitere Informationen:

http://www.isi.fraunhofer.de/isi-de/service/presseinfos/2014/pri07-2014-food-man...
http://www.foodmanufuture.eu

Anne-Catherine Jung | Fraunhofer-Institut

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Aktuelle Therapiepfade und Studienübersicht zur CLL
20.10.2017 | Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V.

nachricht Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt
18.10.2017 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise