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Eierstockkrebs: Neue Tests zur Früherkennung

28.08.2013
Keine falsch positiven Resultate mehr - Ergebnisse für 2015 erwartet

Ein neues Verfahren zur Früherkennung von Eierstockkrebs haben Wissenschaftler der University of Texas entwickelt. Die ersten Forschungsergebnisse sind vielversprechend. Tumore in den Eierstöcken sind im Frühstadium nur schwer zu erkennen. Daher kann es bei einer späteren Diagnose bereits zu spät für eine effektive Behandlung sein. An der Studie haben insgesamt 4.051 Frauen teilgenommen.


Eierstockkrebs: Frühe Diagnose kann Leben von Frauen retten (Foto: SPL)

Laut dem Fachmagazin Cancer http://onlinelibrary.wiley.com/journal/10.1002/(ISSN)1097-0142 verfügt das Verfahren über das Potenzial, jene Frauen zu identifizieren, die eine Behandlung benötigen. Endgültige Ergebnisse über die Genauigkeit des neuen Tests werden 2015 erwartet.

Protein CA125 richtig deuten

Die Überlebensrate bei Eierstockkrebs liegt bei bis zu 90 Prozent, wenn die Erkrankung frühzeitig erkannt wird. Bei einer späteren Diagnose liegt der Prozentsatz nur mehr bei weniger als 30 Prozent. Anders als bei anderen Krebsarten werden Symtome wie Schmerzen in Becken oder Bauch sowie langanhaltende Blähungen häufig als normale Beschwerden eingeschätzt und ein Tumor kann übersehen werden.

Bereits bekannt ist, dass die Werte des Proteins CA125 bei Eierstockkrebs häufig erhöht sind. Dieser Wert allein gilt jedoch als zu wenig aussagekräftig. Manche Patientinnen werden dadurch nicht erfasst, bei anderen weisen diese Werte fälschlicherweise auf eine Krebserkrankung hin. Für die aktuelle Studie versuchten die Wissenschaftler basierend auf diesen Werten einen neuen Diagnoseansatz. Bei erhöhten Proteinwerten wurde nicht sofort zu einer Operation geraten. Bei geringem Risiko wurde der Test nach einem Jahr wiederholt, bei einem mittleren Risiko nach drei Monaten. Bei einem hohen Risiko wurde sofort eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt.

Ultraschalluntersuchung wichtig

Die Teilnehmerinnen, die alle ihre Menopause bereits hinter sich hatten, wurden durchschnittlich elf Jahre lang von den Wissenschaftlern begleitet. Bei zehn Frauen wurde basierend auf den Ergebnissen der Ultraschalluntersuchung eine Operation durchgeführt. Bei allen wurde die Krebserkrankung frühzeitig diagnostiziert. Laut der leitenden Wissenschaftlerin Karen Lu ist es entscheidend, dass bei diesem Verfahren keine falsch positiven Testergebnisse festgestellt werden konnten.

Die britische Studie UKCTOCS http://bit.ly/1aGCVtn mit 50.000 Teilnehmerinnen sollte jedoch endgültige Ergebnisse liefern. "Es gibt zwei große Fragen: Können wir die Krebserkrankung in einem früheren Stadium erkennen und können wir die Anzahl der Todesfälle durch Eierstockkrebs verringern?"

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.utexas.edu

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