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Adipositas (Fettsucht) und Übergewicht gewinnen immer mehr an Gewicht

16.11.2007
Aktuell leiden weltweit 24% der Männer unter Adipositas und 40% unter Übergewicht. Bei den Frauen liegen die Werte bei 27% und 30%. Dies sind die Ergebnisse der IDEA Studie (International Day for Evaluation of Abdominal Obesity), die derzeit die größte homogene Datensammlung darstellt.

Zur Verdeutlichung der Verbreitung dieser Pandemien wurde diese Studie an mehr als 165.000 Menschen im Alter von 18 bis 80 Jahren aus 63 Ländern aller 5 Kontinente durchgeführt.

Für jeden Teilnehmer wurden das Alter, die Größe, das Gewicht, Herz- und Diabetesvorgeschichten und der Taillenumfang festgehalten. Dieser zuletzt genannte Parameter ermöglicht die Feststellung einer abdominalen Adipositas.

Nach Ansicht der Koordinatorin dieser Studie, Dr. Beverley Balkau, bildet der
Taillenumfang einen verlässlicheren klinischen Risikomarker für Herz- und Kreislauferkrankungen und Diabetes als der BMI (Body Mass Index). Daher betont die Forschungsdirektorin der Inserm Einheit „Epidemiologie und Biostatistik“ den deutlichen Zusammenhang zwischen dem Anstieg dieser Erkrankungen und der Vergrößerung des Bauchumfangs. Selbst bei schmalen Menschen steigt das Risiko für diese Pathologien bei wachsendem Baumumfang. Bei Männern, deren Bauchumfang um 14 cm wächst, steigt dieses Risiko um 35%, bei Frauen, deren Taillenumfang um 15 cm zunimmt, erhöht sich das Risiko um 40%.
IDEA zieht eine Bilanz über die Ausbreitung der beiden untersuchten „Volkseuchen“: mehr als die Hälfte der Teilnehmer leidet an abdominaler Fettleibigkeit (56% der Männer und 71% der Frauen) und mehr als
60% der Männer und 50% der Frauen sind entweder adipös oder übergewichtig (mit einem BMI über oder gleich 25kg/m²). Bei Adipositas (BMI über oder gleich 30kg/m²) differenziert die Häufigkeit sehr nach einzelnen Ländern und Kontinenten: von 7% bei der asiatischen Bevölkerung bis hin zu 36% bei
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»Adipositas »BMI »Bauchumfang »Inserm

den Kanadier/innen.

Angesichts dieser Ergebnisse fordern die Forscher die Regierungen auf, zusätzliche Präventionsmaßnahmen zu treffen, beispielsweise durch die Motivation zur körperlichen Betätigung und zu einer vollwertigen Ernährung. Diese beiden Faktoren sind noch immer die Schlüssel zur Lösung dieses

Problems, unterstreicht Dr. Balkau.

Kontakt:
Dr. Beverly Balkau, Forschungsdirektorin – Inserm Einheit 780 ‚
Epidemiologie und Biostatistik’
@ balkau@vjf.inserm.fr
+33 1 45 59 51 61
http://www.inserm.fr
Quelle: Pressemitteilung des Inserm, 21.08.2007
Redakteurin: Mathilde Renault, mathilde.renault@diplomatie.gouv.fr
Wissenschaft-Frankreich (N° 131 vom 16.11.2007)
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