Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vernetzung von Daten aus Wirtschaft und Behoerden soll Lebensmittelsicherheit erhoehen

28.06.2007
BVL und die Edeka Nord starten Pilotprojekt zur Beurteilung des betriebs- und stufenuebergreifenden Qualitaetsmanagements in der Fleischwirtschaft

Das Bundesamt fuer Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und die Edeka Nord starten heute ein Pilotprojekt, in dessen Rahmen die Moeglichkeiten und Grenzen eines betriebs- und stufenuebergreifenden Qualitaetsmanagements in der Fleischwirtschaft untersucht werden sollen. Die wissenschaftliche Betreuung uebernimmt das Institut fuer Tierwissenschaften der Universitaet Bonn. Dr. Christian Grugel, Praesident des BVL und Rolf Heidenberger, Geschaeftsfuehrer des Fleischwerks der Edeka Nord, unterzeichneten heute in Pinneberg bei Hamburg den Kooperationsvertrag.

In dem Projekt stellt nach den Vorgaben des BVL, das das Projekt leitet, die Edeka Nord der Universitaet Bonn Daten aus dem betriebs- und stufenuebergreifenden Qualitaetsmanagement fuer Rind- und Schweinefleisch zur Verfuegung. Die wissenschaftliche Auswertung der Daten erfolgt in Anlehnung an durch das BVL etablierte Konzepte zur Minimierung unerwuenschter Stoffe. Zur Bewertung der Unternehmensdaten werden Informationen aus behoerdlichen Untersuchungsberichten herangezogen wie dem "Nationalen Rueckstandskontrollplan fuer Lebensmittel tierischen Ursprungs", dem "Lebensmittel-Monitoring", dem "Bundesweiten Ueberwachungsplan" und dem "Europaeischen Schnellwarnsystem fuer Lebensmittel und Futtermittel".

Von dem Pilotprojekt profitieren sowohl die Edeka Nord wie auch das BVL: Die Edeka erhaelt von der Universitaet Bonn wissenschaftlich ausgewertete Daten und Empfehlungen, die aus der Zusammenschau der Daten aus dem Qualitaetsmanagement mit den Daten der behoerdlichen Untersuchungsergebnisse abzuleiten sind. Das BVL gewinnt wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse ueber die Leistungsfaehigkeit betriebs- und stufenuebergreifender Qualitaetsmanagementsysteme der Wirtschaft. Durch die Vernetzung der Daten aus dem Qualitaetsmanagement der Wirtschaft mit den Daten aus behoerdlichen Untersuchungen vertieft das BVL seine Erfahrungen bei der Verknuepfung und Auswertung verschiedenartiger Daten sowie die Vorteile, die dadurch erzielt werden koennen.

HINTERGRUNDINFORMATION ZUM EDEKA-PROGRAMM "GUTFLEISCH TRANSPARENZ"

Durch das Qualitaetsmanagementsystem der Edeka Nord, die in dem Projekt die Daten liefert, koennen Verbraucher den Weg des Fleisches lueckenlos per Internet vom Stall bis in die Kuehltheke des Edekamarkts verfolgen. Durch Eingabe eines auf den Produkten angegebenen Codes ins Internet wird transparent, ob es sich um ein Tier aus Biohaltung gehandelt hat oder ob es auf Stroh, Teil- oder Vollspaltboeden gehalten wurde. Auch die eingesetzten Futtermittel werden offen gelegt. Befunde von Salmonellen des landwirtschaftlichen Betriebes kann der Verbraucher ebenfalls online recherchieren. Darueber hinaus koennen Informationen eingesehen werden ueber die Futtermittelhersteller, die Besamungsstationen, die Zuchtbetriebe, die Aufzucht- und Mastbetriebe, den Schlachthof, das Fleischwerk und die Verkaufsstellen. Allgemeine Informationen werden angeboten zu den Standards des Tierschutzes und der Tiergesundheit auf den angeschlossenen Schlachthoefen und Mastbetrieben.

Jochen Heimberg | idw
Weitere Informationen:
http://www.bvl.bund.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Die neue Achillesferse von Blutkrebs
22.05.2018 | Ludwig Boltzmann Gesellschaft

nachricht Schnelltests für genauere Diagnose bei Hirntumoren
17.05.2018 | Universitätsklinikum Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Raumschrott im Fokus

Das Astronomische Institut der Universität Bern (AIUB) hat sein Observatorium in Zimmerwald um zwei zusätzliche Kuppelbauten erweitert sowie eine Kuppel erneuert. Damit stehen nun sechs vollautomatisierte Teleskope zur Himmelsüberwachung zur Verfügung – insbesondere zur Detektion und Katalogisierung von Raumschrott. Unter dem Namen «Swiss Optical Ground Station and Geodynamics Observatory» erhält die Forschungsstation damit eine noch grössere internationale Bedeutung.

Am Nachmittag des 10. Februars 2009 stiess über Sibirien in einer Höhe von rund 800 Kilometern der aktive Telefoniesatellit Iridium 33 mit dem ausgedienten...

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Junger Embryo verspeist gefährliche Zelle

22.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Raumschrott im Fokus

22.05.2018 | Physik Astronomie

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics