Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Optimierte Arbeitsbedingungen im Krankenhaus

25.06.2007
Seit 2004 werden Krankenhäuser nicht mehr nach der Liegezeit von Patienten, sondern nach Fallpauschalen (Diagnosis Related Groups, kurz: DRG) bezahlt.

Wesentliches Ziel ist die Verkürzung der Verweildauer, um die Krankenhauskosten zu senken. Weil Patienten früher entlassen werden, können mehr in einem Jahr behandelt werden, der einzelne Patient braucht aber intensivere Betreuung. Früher wurden Patienten am zehnten Tag nach einer Blinddarm-Operation entlassen, heute schon nach zwei bis drei Tagen. Pro Fall steigt also der Aufwand und die Fallzahlen steigen ebenfalls.

Beide Entwicklungen haben eine hohe Arbeitsverdichtung und einen Anstieg der Belastung beim ärztlichen und pflegenden Personal zur Folge. Kommunikationsprobleme zwischen den beiden wichtigen Berufsgruppen, den Pflegenden und den Ärzten, erhöhen unter diesen Umständen die Arbeitsbelastungen und wirken sich auch negativ auf die Versorgung der Patienten aus.

Hier setzte das zweijährige Forschungsprojekts der Universität Witten/Herdecke (UWH) an. Seine Ergebnisse werden im Rahmen eines eintägigen Symposiums von Klinikum Augsburg und UWH am 29.6.2007 in Augsburg vorgestellt: Gefördert von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, begleitete ein Projektteam unter der Leitung der Pflegewissenschaftlerin Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik und der Arbeitsmedizinerin PD Dr. Monika A. Rieger in drei Krankenhäusern einen Organisationsentwicklungsprozess. Darin wurde die Situation vorher und nachher untersucht, zwischendrin die Arbeitsabläufe optimiert und die Zusammenarbeit der beiden Berufsgruppen verbessert. Beispielsweise brachten verbindlich festgelegte Visitenzeiten eine deutliche Steigerung in der Arbeitszufriedenheit für die Pflegenden.

Der Schwerpunkt des Symposiums liegt auf der Nachhaltigkeit der erarbeiteten Neuerungen sowie auf der Übertragbarkeit eines solchen Projekts. Als Gastreferent wird Dr. Ellis Huber zum Thema "Wandel des Gesundheitssystems und Auswirkungen für das Krankenhaus" referieren. Das Symposium findet in Kooperation zwischen dem Klinikum Augsburg und der Universität Witten/Herdecke statt. Veranstaltungsort ist das Klinikum Augsburg. Eine Anmeldung für Teilnehmer ist unter pflegedirektion@klinikum-augsburg.de möglich und auch von Journalisten erbeten.

Kontakt:
Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik, Tel. 02302-926-147
sbartholo@uni-wh.de, sascha.schmidt@uni-wh.de

Bernd Frye | idw
Weitere Informationen:
http://www.arbik.de
http://www.uni-wh.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Wachablösung im Immunsystem: wie Dendritische Zellen ihre Bewaffnung an Mastzellen übergeben
16.11.2017 | Universitätsklinikum Magdeburg

nachricht Wie Lungenkrebs zur Entstehung von Lungenhochdruck führt
16.11.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

VDI-Expertenforum „Gefährdungsanalyse Trinkwasser"

20.11.2017 | Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Klein aber Fein: Das Designhaus "Frankel" aus England

20.11.2017 | Unternehmensmeldung

Mehr Sicherheit beim Fliegen dank neuer Ultraschall-Prüfsysteme

20.11.2017 | Maschinenbau

Spin-Strom aus Wärme: Neues Material für höhere Effizienz

20.11.2017 | Physik Astronomie