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Deutsche Krebshilfe startet Sonnenkampagne 2007

03.05.2007
„Schatz, brennst Du?“ – UV-Schutz für Teenager

Die Zahl der Hautkrebsfälle steigt in Deutschland jährlich um sieben Prozent. Ursache hierfür ist unser Freizeitverhalten: Sonnenurlaube rund ums Jahr, häufige Sonnenbäder und Solariumbesuche. Ganz besonders empfindlich reagiert die Haut junger Menschen auf UV-Strahlen aus Sonne und Solarium. „Schatz brennst Du? – Lass dich nicht verkohlen“ lautet das Motto der diesjährigen Aufklärungskampagne, mit der die Deutsche Krebs¬hilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) bundesweit Jugendliche aufklären. Zielgruppe sind Schüler zwischen 12 und 17 Jahren.

Jährlich erkranken in Deutschland 110.000 Menschen neu an weißem Hautkrebs (Basalzell- oder Stachelzellkrebs) und 22.000 an dem besonders gefährlichen schwarzen Hautkrebs (Malignes Melanom). „Je intensiver die natürliche oder künstliche Belastung mit UV-Strahlen ist, der sich junge Menschen aussetzen, desto höher ist später ihr Risiko, an Hautkrebs zu erkranken“, erklärte Professor Eckhard Breitbart, Zweiter Vorsitzender der ADP, heute, am 3. Mai 2007, im Rahmen einer Pressekonferenz in Hamburg zum Start der diesjährigen Sonnenschutzkampagne. Ab dem 7. Mai 2007 erhalten 15.000 Schulen kostenloses Unterrichtsmaterial zum Thema UV-Schutz und Hautkrebs-Prävention.

Außerdem schreiben die Deutsche Krebshilfe und die ADP einen Fotowettbewerb für 12- bis 25-Jährige aus: Bis zum 14. September 2007 können Fotos eingereicht werden, auf denen der Zusammenhang zwischen UV-Belastung und Hautschäden kreativ dargestellt wird. „Kaum ein anderer Krebs-Risikofaktor ist so leicht zu vermeiden wie die UV-Strahlung“, so Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. „Darum möchten wir schon Kinder und Jugendliche für den UV-Schutz sensibilisieren und motivieren.“ Einfache Verhaltensregeln bieten verlässlichen Schutz: In der Sonne nicht aus-, sondern anziehen und die Mittagssonne meiden. Solarien sind für unter 18-Jährige tabu.

Plakate in den Duschkabinen von 100 Schwimmbädern bundesweit sowie Hörfunkspots verdeutlichen die Thematik und rufen die jungen Leute zur Teilnahme am Foto-Wettbewerb auf. Im Rahmen einer Preisverleihung werden die besten Fotos im Herbst 2007 in Hamburg prämiert und ausgestellt.

Alle Interessenten erhalten Informationen zur Kampagne sowie Tipps zum Thema Sonnenschutz auf der neuen Internetseite www.brennst-du.de. Umdenken ist angesagt, um das persönliche Hautkrebs-Risiko zu minimieren. Helle Köpfe wissen: Der natürliche Teint ist nicht nur gesund, sondern auch schön.

UV-Strahlen – ein Dauerbrenner

In Deutschland beginnen bereits 12-Jährige damit, ihre Haut in Solarien zu bräunen. Besonders Mädchen gehen häufig auf die Sonnenbank: Über 20 Prozent der Mädchen im Alter von 13 bis 18 Jahren besuchen Solarien regelmäßig. Ein gefährlicher Trend, denn UV-Strahlung bewirkt gerade bei jungen Menschen genetische Veränderungen in den Hautzellen, aus denen sich im Laufe des Lebens Hautkrebs entwickeln kann. In deutschen Sonnenstudios sind derzeit Solariengeräte im Gebrauch, deren Bestrahlungsstärke teilweise weit über der natürlichen UV-Intensität der Sonne am Äquator liegt. Das Bundes-Umweltministerium, die Deutsche Krebshilfe und die ADP setzen sich für eine Zertifizierung von Sonnenstudios ein. Die Deutsche Strahlenschutzkommission (SSK) fordert ein generelles Solarienverbot für unter 18-Jährige, wie es bereits in Frankreich und Spanien gilt.

| Deutsche Krebshilfe e. V.
Weitere Informationen:
http://www.krebshilfe.de

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