Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Traumanetzwerk verbessert Akutversorgung von Unfallopfern

26.04.2007
In der Bonner Region sollen jetzt Schwerverletzte noch schneller als bisher in geeignete Kliniken gebracht und dort unverzüglich weiterversorgt werden. Daher schließen sich unter Federführung des Universitätsklinikums Bonn regionale Krankenhäuser und der öffentliche Rettungsdienst zu dem Traumanetzwerk "Rettungsring Bonn/Rhein-Sieg" zusammen.

Das Gründungstreffen, organisiert von der Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, findet am Samstag, 28. April, im Rahmen eines Symposiums für Feuerwehr, Rettungsdienstmitarbeiter und Ärzte auf dem Venusberg statt. Das Thema lautet: "Modernes Verletzten-Management".

Die Versorgung von Schwerstverletzten erfordert rund um die Uhr die Einsatzbereitschaft von hoch qualifiziertem Personal, erfahrenen Notärzten, spezialisierten Operateuren, modernst eingerichteten Notaufnahmen und Intensivstationen. Auf Anregung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie gründen jetzt im Großraum Bonn alle an der Notfallversorgung beteiligten Krankenhäuser und Rettungsdienste eine regionale Versorgungsstruktur, ein so genanntes Traumanetzwerk. "Ziel ist es, die gute Versorgung von Schwerstverletzten innerhalb unserer Region zu erhalten und zu verbessern. Wir wollen jedem Schwerstverletzten eine hochqualifizierte Akutversorgung gewährleisten", sagt der Leiter der Bonner Universitäts-Unfallchirurgie Dr. Christof Burger.

Jeder Schwerstverletzte sollte innerhalb von 30 Minuten vom Unfallort in ein geeignetes Krankenhaus eingeliefert werden. Kurze Informationswege zwischen allen Beteiligten sind dazu ein Schlüssel. Per Handy oder durch eine Konferenzschaltung im Internet können wesentliche Befunde übermittelt und somit notwendige lebenserhaltende Maßnahmen sofort am Unfallort oder in der Notaufnahme eingeleitet werden. "Forschungsprojekte mit der Deutschen Telekom zur Online-Übermittlung von Röntgenbildern und Computertomographien sind der richtige Weg", sagt Burger. Alle beteiligten Kliniken checken, wo Kapazitäten für eine optimale Versorgung des jeweiligen Unfallopfers gerade frei sind.

Die Rettungskräfte entscheiden dann nach festgelegten Kriterien und Art der Verletzungen, welches Krankenhaus des neuen Netzwerks den Patienten verpflichtend aufnimmt. "So vermeiden wir Versorgungslücken sowie Engpässe und setzen unsere Ressourcen gezielt ein", sagt Unfallchirurg Burger. Wie ein Wabennetz sollen in ganz Deutschland regionale Traumanetzwerke, die miteinander kooperieren, entstehen.

Hinweis für die Medien:
Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen, sich am Samstag, 28. April, selbst über das Traumanetzwerk zu informieren. Das Gründungstreffen findet um 11 Uhr im Seminarraum des Bettenhauses I statt. Zudem können die Medienvertreter sich im Rahmen des Symposiums von 9 bis 13 Uhr im Notfallzentrum des Universitätsklinikums Bonn (Bettenhaus I) über eine optimale Erstversorgung informieren.
Kontakt für die Medien:
Dr. Christof Burger
Leiter Schwerpunkt Unfallchirurgie
Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Bonn
Telefon: 0228/287-15477
E-Mail: christof.burger@ukb.uni-bonn.de

Dr. Inka Väth | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bonn.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Kokosöl verlängert Leben bei peroxisomalen Störungen
20.06.2018 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Überdosis Calcium
19.06.2018 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Im Focus: Revolution der Rohre

Forscher*innen des Instituts für Sensor- und Aktortechnik (ISAT) der Hochschule Coburg lassen Rohrleitungen, Schläuchen oder Behältern in Zukunft regelrecht Ohren wachsen. Sie entwickelten ein innovatives akustisches Messverfahren, um Ablagerungen in Rohren frühzeitig zu erkennen.

Rückstände in Abflussleitungen führen meist zu unerfreulichen Folgen. Ein besonderes Gefährdungspotential birgt der Biofilm – eine Schleimschicht, in der...

Im Focus: Überdosis Calcium

Nanokristalle beeinflussen die Differenzierung von Stammzellen während der Knochenbildung

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Freiburg und Basel haben einen Hauptschalter für die Regeneration von Knochengewebe identifiziert....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Der “Stein von Rosetta” für aktive Galaxienkerne entschlüsselt

21.06.2018 | Physik Astronomie

Schneller und sicherer Fliegen

21.06.2018 | Informationstechnologie

Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

21.06.2018 | Innovative Produkte

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics