Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Chancen bei der Behandlung von Lungenkrebs

23.01.2001


Jahr für Jahr sterben in Deutschland 35.000 Menschen an Lungenkrebs. Das auch als Bronchialkarzinom bezeichnete Tumorleiden ist damit mit Abstand die häufigste krebsbedingte Todesursache überhaupt. Einen
Überblick über den derzeitigen Stand sowie insbesondere auch über neue Perspektiven der Therapie gibt eine fachübergreifende Medizinertagung, zu der am 2. und 3. März 2001 rund 500 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet am Universitätsklinikum Münster erwartet werden.

Trotz großen ärztlichen Engagements bei der Behandlung von Patienten mit Lungenkrebs sind die Aussichten auf Heilung insgesamt nach wie vor schlecht. Nur 13 Prozent der Betroffenen überleben die ersten fünf Jahre. Wegen dieser ungünstigen Prognose werden in Deutschland moderne und intensive Therapieverfahren bislang zurückhaltend eingesetzt. Aktuelle Studien der letzten Jahre zeigen jedoch, dass sich die Überlebensaussichten allen Formen von Lungenkrebs durch eine optimale Verbindung von Chemotherapie, Strahlentherapie und Operation verbessern lassen. "Durch eine konsequente Behandlung aller dafür geeigneten Patienten in modernen und intensiven Therapiekonzepten wäre eine relative Steigerung der Fünf-Jahres-Überlebensrate um ein Fünftel von 13 auf 16 Prozent durchaus denkbar", betont Privatdozent Dr. Michael Thomas von der münsterschen Universitätsklinik für Innere Medizin A. Damit könnten künftig jährlich 1000 Patienten gerettet werden, die sonst gestorben wären..

Gerade wenn bei einer Tumorerkrankung die Prognose ungünstig ist, ist die Weiterentwicklung der Therapiekonzepte durch randomisierte Studien - also Studien, in denen ein bisher etablierter Therapieansatz mit einem fortentwickelten Therapiekonzept verglichen wird - nach Worten Thomas’ dringend notwendig. Dennoch werden seinen Angaben zufolge in Deutschland derzeit nur drei bis fünf Prozent aller Patienten mit Bronchialkarzinomen im Rahmen solcher Studien behandelt. Ziel des im März stattfindenden Symposiums zur "Interdisziplinären Therapie des Bronchialkarzinoms" das erstmalig unter der Schirmherrschaft aller bei der Behandlung des Bronchialkarzinoms beteiligten wissenschaftlichen Fachgesellschaften steht und von einem interdisziplinär zusammengesetzten "Wissenschaftlichen Komitee" konzipiert wurde, ist es, den erstbehandelnden und damit
weichenstellenden Ärzten einen gut strukturierten Überblick über die verschiedenen Therapieverfahren zu geben. Zugleich sollen sie ermutigt werden, geeigneten Patienten innovative und auch intensive Therapiekonzepte anzubieten.

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Jutta Reising | idw

Weitere Berichte zu: Bronchialkarzinom Lungenkrebs

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt
18.10.2017 | Universität Bern

nachricht Aromatherapie bei COPD
12.05.2015 | Airnergy AG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik