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Europäische Charta zur Bekämpfung der Adipositas unterzeichnet Marion Caspers-Merk: Deutschland bewegt sich!

16.11.2006
Seit gestern findet in Istanbul (Türkei) die Europäische Ministerkonferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Bekämpfung der Adipositas statt.

Heute sprach die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit, Marion Caspers-Merk, insbesondere zur Situation in Deutschland:

Caspers-Merk: "Adipositas ist zweifelsohne ein gesundheitspolitisches Problem ersten Ranges. Allein die stetig steigende Zahl der Betroffenen macht dies deutlich. Alarmierend ist zudem, dass Fettleibigkeit auch zunehmend ein Problem bei Kindern und Jugendlichen ist. So sind in Deutschland 15% der Kinder im Alter zwischen 3 und 17 Jahren übergewichtig. Davon leiden bereits 6% an Adipositas. Das zeigt uns: Wir müssen die Menschen zu einem gesünderen Lebensstil motivieren. Die wichtigsten Handlungsfelder sind ausreichende Bewegung, ausgewogene Ernährung und die Fähigkeit zur Stressbewältigung. Wir wollen eine erfolgreiche Prävention. Dafür müssen alle politischen Akteure zusammenarbeiten. Prävention muss nachhaltig verankert und integraler Bestandteil nicht nur der Gesundheitspolitik werden."

Auf der WHO-Konferenz, die noch bis morgen andauert, werden Wege erörtert und Maßnahmen aufgezeigt, die helfen können, die gesundheitlichen Gefahren der Adipositas zu verhindern. Auf der Konferenz wird den Mitgliedstaaten zudem die Europäische Charta zur Bekämpfung der Adipositas zur Annahme vorgelegt. Sie stellt eine Aufforderung zu politischem Engagement und Handeln der WHO-Mitgliedstaaten dar. Die Charta wurde bereits von über 50 Staaten, darunter Deutschland, angenommen.

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Caspers-Merk: "Die Europäische Charta zur Bekämpfung der Adipositas ist wegweisend. Sie macht den gemeinsamen Willen zu noch mehr Anstrengungen zur Vermeidung gesundheitsgefährdender Fettleibigkeit deutlich. Das zeigt auch, dass der in Deutschland bereits vor einigen Jahren eingeschlagene Weg genau richtig ist. So hat das Bundesministerium für Gesundheit bereits einen Prozess zur Erarbeitung von Gesundheitszielen für Deutschland eingeleitet. Eines dieser so definierten Gesundheitsziele heißt: 'Gesund aufwachsen: Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung'. Alle hieran Beteiligten haben sich zur Umsetzung von Maßnahmen verpflichtet, um diese Ziele zu erreichen. Zudem trägt das Gesundheitsministerium entscheidend mit zur Förderung eines gesunden Lebensstils bei. Exemplarisch für die vielen guten Projekte nenne ich die Kampagne 'Bewegung und Gesundheit'. Unter dem Motto 'Deutschland wird fit - gehen Sie mit' werden Jung und Alt zu mehr körperlicher Aktivität im Alltag motiviert. Unser Ziel ist, täglich 3.000 Schritte zusätzlich zu gehen. Für Jugendliche wurde die Aktion 'Gut drauf - Bewegung, Entspannen, Essen - aber wie' konzipiert. Für Kinder gibt es die ähnlich gelagerte Aktion 'Tutmirgut'. All diese einfachen aber ausgesprochen zweckmäßigen Präventionsmaßnahmen helfen gesund zu bleiben. Deutschland wird weiterhin mit gutem Beispiel vorangehen. Hierzu rufe ich alle auf: Machen Sie mit, so wird Deutschland fit!"

| BMG News
Weitere Informationen:
http://www.bmg.bund.de
http://www.euro.who.int/obesity
http://www.die-praevention.de

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