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Kaugummiblasen fördern Sprachentwicklung bei Kleinkindern

23.06.2006
Kognitive Entwicklung unterstützt Sprachfähigkeit nicht

Forscher der Universität Lancaster haben herausgefunden, dass die Sprachentwicklung bei Kleinkindern durch komplexe Mundbewegungen, wie dem Blasen machen durch Kaugummi, gefördert wird. Diese Ergebnisse können helfen, mögliche Strategien bei Kindern mit Sprachproblemen zu entwickeln.

Die Wissenschaftler untersuchten 120 Kleinkinder im Alter von 21 Monaten. Ziel der Forschung war es, Fähigkeiten herauszufiltern, die einen Hinweis auf die spätere Sprachentwicklung von Kindern geben. Dabei untersuchte das Forscherteam die Fähigkeiten bei Kindern, Handgebärden und Mundbewegungen auszuüben. Möglich war dies mit Aufgaben wie Puzzles, Fantasiespielen, Beobachtungen während des Spielens sowie der Bewertung der Sprachfähigkeit der Kinder durch ihre Eltern. Dabei fanden die Forscher heraus, dass die Sprachfähigkeit durch Handgebärden wie Winken und Formen bauen gefördert wird, aber Bewegungen wie Laufen und Rennen diese nicht beeinflussen.

Ursprünglich erwarteten die Wissenschaftler, dass Kinder mit einer besseren kognitiven Entwicklung auch eine bessere Sprachfähigkeit vorweisen. Aber tatsächlich stellten sie fest, dass Kinder, die ein gutes Vorstellungsvermögen haben und sich aus einem Holzklotz ein Auto oder eine Haarbürste vorstellen können, auch ein besseres Sprachvermögen haben. Finanziert wurden die Forschungen durch das Forschungszentrum Economic and Social Research Council (ESRC).Zukünftig will das Wissenschaftlerteam den Zusammenhang zwischen Mundbewegungen und der Sprachentwicklung bei Kindern im Alter von drei, vier und fünf Jahren untersuchen.

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Im Alter von 21 Monaten lernen Kinder Wörter schneller als in jedem anderen Lebensalter. Dabei erwerben Kinder ihre Sprachfähigkeiten in unterschiedlicher Schnelligkeit. Einige beginnen früher mit dem Sprechen und andere etwas später. Wann ein Kind mit dem Sprechen beginnt hat aber keine Auswirkung auf seine Sprachfähigkeit. Kinder mit Aussprache- und Sprachproblemen neigen im Schulalter zu Problemen beim Lernen vom Lesen und Schreiben.

Ines Gerasch | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.lancs.ac.uk
http://www.esrc.ac.uk

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