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Universeller Eiweiß-Schnelltest

16.11.2001


Hochschule Niederrhein stellt Schnelltest auf der MEDICA vor

Bessere Früherkennung bei Nierenerkrankungen

Einen Eiweißtest, mit dem vom Arzt Nierenerkrankungen und Leukämien einfacher, schneller und kostengünstiger erkannt werden können als mit herkömmlichen Teststreifen, stellt die Hochschule Niederrhein auf der MEDICA vom 21. bis 24. November in Düsseldorf vor. Der Schnelltest wurde von dem Biochemiker Dr. Felix Levine im Labor für Biotechnologie der Hochschule in Krefeld entwickelt. Bereits nach etwa 30 Sekunden kann festgestellt werden, ob sich im Urin des Patienten Eiweiß befindet, was auf eine Nieren- oder Harnwegserkrankung hinweist. Da durch den Test auch ein erhöhter Harnsäuregehalt erfasst wird, lassen sich auch Leukämien und Harnsäuresteine frühzeitig diagnostizieren.

"Viele Nierenerkrankungen werden übersehen, zu spät entdeckt und falsch behandelt. Oft würden schon blutdrucksenkende Mittel helfen, um das schleichende Versagen der Organe zu stoppen. Tausenden Menschen könnte dadurch die Dialyse erspart werden", so Laborleiter Prof. Dr. Lothar Herbertz.

Und so funktioniert der Test: Die Urinprobe des Patienten wird in ein Reagenzröhrchen mit einer trockenen Mischung gegossen. Enthält sie Eiweiß, bildet sich eine spezifische Trübung. Dann kann der Arzt den Patienten weiter differentialdiagnostisch untersuchen. Da Ärzte mit dem neuen Test nicht nur Zeit, sondern auch Geld sparen - er kostet nur etwa 50 Pfennig - rechnen die Wissenschaftler auf der MEDICA mit starkem Interesse.

Kontakt: Prof. Dr. Lothar Herbertz, Dr. Felix Levine, Tel. 02151-822170/171

Rudolf Haupt M.A. | idw

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