Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Universelle Ultraschalltechnologie

16.11.2005


Vom Museumsstück Vidoson zu universellen und leistungsstarken Systemen


Das Kind ist noch gar nicht auf der Welt, aber die erste Aufnahme von ihm existiert bereits: Was vor einigen Jahrzehnten wie Zauberei erschien, ist heute fast selbstverständlich. Vor 40 Jahren begann der Siegeszug der Ultraschallverfahren in Echtzeit. Im Labor der damaligen Siemens Reiniger Werke in Erlangen, heute Siemens Medical Solutions, wurde das erste Ultraschall- Realtime (Echtzeit-)-Gerät der Welt, das Vidoson entwickelt. Das Gerät revolutionierte die Geburtsvorsorge und wurde zum Verkaufsschlager. Röntgenuntersuchungen an Schwangeren nahmen in der Folge um über 90 Prozent ab. Auf der Medica präsentiert Siemens seine neue Generation von volldigitalen Ultraschallsystemen. Dazu gehört unter anderem das neue Sonoline G40, das sich durch eine brillante Bildqualität auszeichnet. Es bietet Farbdoppler- Funktionalität sowie eine optimale Unterstützung des medizinischen Workflows durch eine intuitive Benutzerführung.

Die Produkte der G-Serie von Siemens (Sonoline G20, G40, G50, G60S) sind für den universellen Einsatz konzipiert und eignen sich für Anwendungen in der Inneren Medizin, der Urologie, der Gefäßdiagnostik, der Pädiatrie, der Gynäkologie, der Orthopädie und der Neurologie. Durch ihre exzellente Bildqualität und hervorragende Ergonomie unterstützen sie unterschiedliche medizinische Arbeitsabläufe in Praxis und Krankenhaus.


Die Ultraschallssysteme der neuen Generation bieten aufgrund ihrer volldigitalen Architektur eine nahtlose Integration innovativer und hoch entwickelter Bildgebungsfunktionen. So verfügen alle Ultraschallsysteme von Siemens bereits in ihrer Grundversion über eine leistungsfähige Ausstattung. Dazu zählen die MultiHertz- Mehrfrequenzbildgebung sowie die integrierte Workstation Dimaq-IP mit CD-R/WLaufwerk für kostengünstiges Speichern und Archivieren von Untersuchungsdaten. Die kompakten, portablen Systeme können dank ihrer Dicom-Funktionalität mit Netzwerken oder mit PC-basierten Workstations verbunden werden. Optional erhältlich sind die TGO-Technologie (Tissue Grayscale Optimization) sowie THI (Tissue Harmonic Imaging). TGO sorgt für die automatische Optimierung der Grauskalendarstellung von Gewebestrukturen über nur einen Tastendruck, während THI die Darstellung durch höhere Kontrastauflösung und geringeres Bildrauschen besonders bei schwer zu schallenden Patienten verbessert.

Das kompakte Sonoline G20 steht als Basisgerät am Anfang einer Produktlinie, die für jedes Anschaffungsbudget anwendungsgerecht konfiguriert werden kann. Es bietet ausgezeichnete Bildqualität im Schwarzweiß-Bereich, während das G40 einen neuen Standard in der Klasse der Farbdoppler-Geräte setzt. Das Sonoline G60S besitzt das volle Leistungsspektrum für alle medizinischen Anwendungen und wird höchsten Anforderungen an Bildqualität und einfacher Handhabung gerecht.

Die Sonoline-Systeme sind hochmobil und kompakt. Sie können ohne Probleme auch unter beengten Verhältnissen eingesetzt und schnell von einem Untersuchungsraum zum anderen bewegt werden. Das Windows-basierte Betriebssystem und die intuitive Benutzeroberfläche machen alle Geräte äußerst bedienfreundlich. Die Bildschirmmenüs und die ReadySet-Funktion zur Beschleunigung des Workflows verbessern die Effizienz im Arbeitsablauf zusätzlich.

„Unsere Ultraschallgeräte sind innovative, digitale Plattformen für die anspruchsvolle Diagnostik, die sehr leistungsfähig sind und dennoch für jedes Budget etwas bieten,” so Klaus Hambüchen, Leiter des Geschäftsgebietes Ultraschall bei Siemens Medical Solutions. „Wir wollen nicht nur den Anforderungen großer Forschungseinrichtungen und klinischen Ultraschallabteilungen nachkommen, sondern auch die Bedürfnisse kleinerer Kliniken und privater Praxen erfüllen. Unsere Lösungen liefern eine ausgezeichnete Bildqualität, steigern die Effizienz des klinischen Workflows und sind sehr ergonomisch in ihrem Design. Die offene Technologie gewährleistet, dass die Investition des Kunden zukunftsorientiert und gesichert ist.”

40 Jahre Ultraschall-Realtime-Diagnostik

Der Siemens-Ingenieur Richard Soldner entwickelte im 1961 das Ultraschallverfahren in Echtzeit. Vor einem Jahr wurde der gebürtige Nürnberger mit der „Ian Donald Medal“ ausgezeichnet. Dieser Preis würdigt Wissenschaftler, deren Pionierarbeit starken Einfluss auf den Einsatz von Ultraschall (Echokardiographie) in der Gynäkologie und Geburtshilfe hatte. Das erste System, welches aus Soldners Entwicklung entstanden ist, war das Vidoson. Der Assistenzarzt Hans-Jürgen Holländer setzte 1965 in einer ersten Untersuchungsreihe in der Frauenklinik der Universitätsklinik Münster das Vidoson ein. Schon bald sollten seine Studien die Skeptiker des Ultraschalls überzeugen. Holländer konnte nicht nur zum ersten Mal mit einem Ultraschallgerät die Bewegungen eines Föten, insbesondere die seines Herzens, in Echtzeit beobachten, sondern auch dessen Reifezustand wie Größe und Lage darstellen und beurteilen. Das war vorher nicht möglich. Durch die Umstellung auf das neue Verfahren, das sich bald darauf auch in der klinischen Routine etablierte, nahmen die Röntgenuntersuchungen an Schwangeren um über 90 Prozent ab.

Am Nutzen, den das Ultraschallverfahren in Echtzeit in der Medizin bringt, hat sich bis heute nichts geändert. Lag anfangs der Schwerpunkt in der Anwendung vor allem in der Geburtshilfe, hat sich heute die Ultraschalldiagnostik den ganzen Menschen „erobert“. Die Technik hat sich jedoch ständig weiter entwickelt. Sie resultiert aus einer Vielzahl von Entwicklungsschritten, die sich über Jahrzehnte erstreckten. Insbesondere die Elektronik prägt den jeweiligen Stand der Technik. Die Stärke der modernen Ultraschalltechnik liegt in der feinen Differenzierung von Gewebestrukturen. Auf diese Weise können gesunde und erkrankte Strukturen besser unterschieden werden. Die Genauigkeit einer Diagnose steigt erheblich.

Siemens Medical Solutions (Med) ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienst- und Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum von bildgebenden Systemen für Diagnose und Therapie, über die Elektromedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Mithilfe dieser Lösungen ermöglicht Med seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen und führen zu mehr Effizienz in der Gesundheitsversorgung. Med beschäftigt weltweit rund 33 000 Mitarbeiter und ist in 120 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2005 (30. September) erzielte Med einen Umsatz von 7,6 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 8,6 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1 Mrd. € (vorläufige Zahlen).

Holger Reim | Pressereferat Medical Solutions
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/medical

Weitere Berichte zu: Sonoline Ultraschall Ultraschallverfahren Vidoson

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Forscher entschlüsseln einen Mechanismus bei schweren Hautinfektionen
24.01.2017 | Eberhard Karls Universität Tübingen

nachricht Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn
19.01.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie