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Resistente Bakterien und gefälschte Medikamente

06.09.2005


8. Rostocker Antiinfektivatage zu Problemen mit Infektionen und deren Behandlung


Erreger, die immun sind gegen Antibiotika, die Ausbreitung von Krankheiten wie Tuberkulose, der Verkauf von gefälschten Arzneimitteln: Mit diesen und anderen Fragen rund um Infektionskrankheiten befassen sich die 8. Rostocker Antiinfektivatage. Am 9. und 10. September 2005 kommen Ärzte und Experten auf dem Gebiet der Infektiologie nach Rostock, um Trends und Probleme des Fachgebiets zu erörtern. Diesjähriger Schwerpunkt sind die multiresistenten Bakterien, die zu schweren Erkrankungen wie Lungenentzündung führen können. Zentral sind dabei Fragen der Behandlung derartiger Krankheiten in der Praxis. Die Veranstaltung wird vom Institut für Klinische Pharmakologie unter Leitung von Prof. Dr. med. Bernd Drewelow organisiert und von der Ärztekammer, der Apothekerkammer und der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern, der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft und der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V. unterstützt.


„Multiresistente Keime sind ein wachsendes Problem“, sagt Professor Dr. Bernd Drewelow vom Institut für Klinische Pharmakologie am Universitätsklinikum Rostock. Derartige „Problemkeime“ sind immun gegen die gängigen Arzneimittel und erregen Krankheiten wie Lungenentzündung oder Weichteilinfektionen. Sie treten in Krankenhäusern auf und stellen den Arzt vor ernsthafte Probleme. Sie können aber auch außerhalb von Kliniken durch den Kontakt der Menschen untereinander übertragen werden. „Während der Veranstaltung befassen wir uns mit daher mit Fragen der Hygiene und der Vorbeugung solcher Infektionen. Außerdem wird analysiert, wie die durch multiresistente Erreger ausgelösten Infektionen ablaufen und erfolgreich behandelt werden können.“ Neben multiresistenten Keimen geht es aber auch um die Ausbreitung von Infektionskrankheiten, die als besiegt galten etwa die Tuberkulose, die aus Osteuropa in einer schwer zu behandelnden Form in die Bundesrepublik zurück kommt.


Generell sei die Auswahl und die Art der Verabreichung von Antibiotika immer auch abhängig vom Patienten, so Professor Drewelow weiter. „Risikofaktor Patient“ lautet der provokante Titel eines Vortragsschwerpunktes. „Die Wirkung von Arzneimitteln ist je nach individueller Beschaffenheit des Patienten unterschiedlich. “Körpergröße und Gewicht spielen dabei ebenso eine Rolle wie die mögliche Wechselwirkung mit anderen Medikamente bei schwer und mehrfach erkrankten Patienten. Zudem habe die Zahl der verfügbaren Antibiotika mit unterschiedlicher Wirkung zugenommen. In diesem Zusammenhang wird auch das Problem der Arzneimittelfälschungen beleuchtet, die durch einen liberalisierten Arzneimittelmarkt verstärkt zu den Patienten gelangen.

Die Rostocker Antiinfektivatage sind eine jährliche Veranstaltung, die bereits zum achten Mal stattfindet. Organisiert werden die Antiinfektivatage durch das Institut für Klinische Pharmakologie unter Leitung von Prof. Dr. med. Bernd Drewelow. Ärztekammer, Apothekerkammer und Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern, die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft und die Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V. unterstützten diese Fort- und Weiterbildungsveranstaltung, die sich an niedergelassene und in Kliniken arbeitende Mediziner richtet. Eingeladen wurden Referenten aus mehreren bundesdeutschen Krankenhäusern. Erwartet werden bis zu 300 Teilnehmer.

8. Rostocker Antiinfektivatage, 9. bis 10. September 2005, Universitätsklinikum Rostock, Schillingallee 70

Ansprechpartner

Prof. Dr. Bernd Drewelow
Direktor des Instituts für Klinische Pharmakologie
Zentrum für Pharmakologie und Toxikologie
Medizinische Fakultät
Schillingallee 70
18057 Rostock
Tel. 0381/4945780

Prof. Dr. Peter Schuff-Werner
Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums
Medizinische Fakultät
Rembrandtstraße 16/17
18057 Rostock
Tel. 0381/4945011

Dr. Bernd Drewelow | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.uni-rostock.de

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