Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Traditionelle Chinesische Medizin wird an der FU untersucht

31.08.2001


Lehrstuhl durch private Stiftung
UKBF hat "die Nase bundesweit vorn"

Was ist dran an der Jahrtausende alten chinesischen Medizin? Was kann die westliche Medizin von der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) lernen. Welche Therapieformen aus der TCM halten einer Überprüfung mit wissenschaftlichen Methoden stand? Unter anderem, um diesen Fragen nachzugehen, wird jetzt am Universitätsklinikum Benjamin Franklin (UKBF) der Freien Universität Berlin der erste Lehrstuhl für Traditionelle Chinesische Medizin eingerichtet. Der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung in Essen ist die Finanzierung dieser ersten C4-Professur für TCM in Deutschland zu verdanken. Für fünf Jahre stellt die Stiftung Mittel für die Professorenstelle sowie für zusätzliches Personal und Ausstattung zur Verfügung.

Der Prodekan für Studium und Lehre am Fachbereich Humanmedizin der FU, Prof. Manfred Gross, dankte der Stiftung anlässlich der soeben erfolgten Vertragsunterzeichnung. "Mit dieser Kooperation geht das UKBF den seriösen Weg, die Möglichkeiten der Integration beider Medizintraditionen zu untersuchen und grenzt sich so von anderen Initiativen mit zum Teil sachfremden Interessen ab. Zudem sind die Bedingungen an der FU-Medizin so günstig, dass es gelingen konnte, die Professur zunächst aus privaten Mitteln statt aus Staatszuschüssen zu finanzieren.

... mehr zu:
»Allgemeinmedizin »Humanmedizin »TCM »UKBF

Am Universitätsklinikum Benjamin Franklin wurden bereits die erste Lehrstühle für Naturheilkunde, für Rehabilitative Neurologie, für Allgemeinmedizin und für Sportmedizin eingerichtet. Insbesondere die Forschungsmöglichkeiten am UKBF sind ausgezeichnet, betonte Gross. Auf dem Forschungscampus Dahlem/Steglitz bieten sich enge Kooperationen mit den Instituten für Biochemie, Pharmazie, Biometrie, Anästhesiologie und vielen anderen Bereichen an - eine Konstellation, die in Berlin-Brandenburg an keiner anderen Stelle vorhanden ist.
Die C-4-Stelle wird in Kürze ausgeschrieben. Nach den Plänen des Fachbereichs Humanmedizin der FU soll der zukünftige "Professor für TCM" nach fünf Jahren zusätzlich das Fach Allgemeinmedizin als Nachfolger des dann ausscheidenden Lehrstuhlinhabers übernehmen. Auch hierin wird deutlich, dass Stifter und UKBF gleichermaßen auf die Offenheit gegenüber anderen Kulturen Wert legen wie darauf, dass sich der Stelleninhaber anerkannter wissenschaftlicher Methoden bedient.
Gerade in Berlin mit seinen Sparzwängen auch für die Hochschulmedizin sei es zu begrüßen, dass die Bemühungen des UKBF nach zwei Jahren Verhandlungen einen Stiftungsbetrag von insgesamt 2,5 Millionen Mark erbracht haben, erklärte die Leitung der FU-Medizin. Eine weitere Verzettelung oder Bemühungen um staatliche Mittel von anderer Seite seien somit hinfällig.

Dipl.Pol. Justin Westhoff | idw
Weitere Informationen:
http://www.mwm-vermittlung.de/

Weitere Berichte zu: Allgemeinmedizin Humanmedizin TCM UKBF

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neuer Ansatz: Nierenschädigungen therapieren, bevor Symptome auftreten
20.09.2017 | Universitätsklinikum Regensburg (UKR)

nachricht Neuer Ansatz zur Therapie der diabetischen Nephropathie
19.09.2017 | Universitätsklinikum Magdeburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie