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Neue Operationsmethode zur Rekonstruktion von Gesichtsverletzungen

06.06.2005


Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Freiburg wendet weltweit einzigartige Operationstechnik an



Stürze und Kollisionen können zu Verletzungen im Gesichtsbereich mit Brüchen der empfindlichen Gesichtsknochen führen. Besonders häufig geschieht dies im Bereich des Jochbeines und des Auges. Der anatomisch sehr dünn gestalte Augenboden bricht hierbei und verlagert sich in Richtung der darunter liegenden Kieferhöhle. Folge dieser Fraktur ist das Absinken des Augapfels. Schon bei Abweichungen im Millimeterbereich führt dies dazu, dass der Betroffene Doppelbilder sieht. In einem solchen Fall muss der Defekt operativ behoben werden, um den Augapfel und das umgebende Weichgewebe wieder in die ursprüngliche Position zu bringen. Bislang waren hierfür meist mehrere Operationen notwendig.



Die Abteilung Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Freiburg hat nun ein neues Operationsverfahren entwickelt, mit Hilfe dessen diese Brüche schonender und individuell behoben werden können. Hierbei werden die knöchernen Oberflächen des Augenbodens der gesunden Seite virtuell am Computer vermessen und auf die verletzte Gesichtshälfte gespiegelt. Für die Erstellung eines Implantats werden die Messdaten an eine Maschine gesandt, die nun eine neue individuelle Oberfläche des Augenbodens gestaltet. So hat der Chirurg erstmals die Möglichkeit das Implantat vor der Operation dreidimensional an die individuellen Defektgrößen und anatomischen Strukturen des Patienten anzupassen. "Mit Hilfe dieses neuen Verfahrens, können wir die Präzision der Rekonstruktion deutlich erhöhen. Auch die Operationszeit und die Gefahr zusätzlicher Weichteilverletzungen durch das Anpassen konnten wir deutlich senken", erläutert Dr. Dr. Marc Christian Metzger, Zahn- Mund und Kieferheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg. Dank der neuen Operationstechnik, die ausschließlich im Freiburger Universitätsklinikum angewandt wird, sind heute eventuelle Folgeoperationen zur Korrektur der Augenfehlstellung nicht mehr erforderlich. Eine einmalige Operation reicht somit vollständig aus.

Kontakt:

Dr. Marc Christian Metzger
Mund- Kiefer und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Freiburg
Tel.: 0761/270/4701
Fax: 0761/270/4785
E-Mail: Marc_Metzger@gmx.net

| idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-freiburg.de/

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