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Breitbandlicht ermöglicht schmerzfreie Zahnbehandlung

20.04.2005


Schädliche Bakterien im Mundraum werden einfach weggeleuchtet



Eine wirksame Methode zur Bekämpfung von Zahnbelag haben texanische Forscher der University of Texas ermitteln können: Sie stellten fest, dass die Bestrahlung mit einem speziellen Breitbandlicht eine schnelle und schmerzfreie Methode ist um Bakterien abzutöten, die Plaque und Parodontose verursachen. Zudem kann das Licht als Prophylaxe gegen Zahnfleischentzündungen, Infektionen, Zahnfäulnis und Zahnausfall eingesetzt werden. Es handelt sich dabei um dasselbe Licht, das auch zum Bleichen von Zähnen verwendet wird. Die Ergebnisse der Studie wurden in der aktuellen Ausgabe des Journals of the American Society for Microbiology publiziert.



Zahnbelag ist wie ein Film, der sich über die Zähne legt und aus vielen verschiedenen Bakterienkulturen besteht. Davon sind die meisten harmlos, doch bestimmte Bakterien sind äußerst schädlich und können Zahnverfall, Infektionen, Zahnfleischentzündungen und Periodontitis (Wurzelhautentzündung) verursachen. Bleiben diese Erkrankungen unbehandelt so können sie zu Zahnfäulnis und Zahnausfall führen. Derzeit sind die Behandlungsmethoden - wie Abschleifen und chirurgische Maßnahmen - mitunter noch sehr aufwändig und schmerzvoll.

In der Studie wurden gesunde Zahnsamples und Proben von Patienten mit chronischer Periodontitis mit verschiedenen Strahlungsmengen des Breitbandlichtes bestrahlt. Nach der Bestrahlung konnten die Forscher feststellen, dass die Anzahl der bakteriellen Belastung in der Periodontitis-Probe signifikant reduziert werden konnte.

"Die Untersuchungsergebnisse lassen vermuten, dass dieses Licht prophylaktisch eingesetzt werden kann um die Entwicklung von potenziell pathogenen Bakterien zu unterdrücken und die gesunde und normale mikrobische Zusammensetzung von Zahnbelag zu stabilisieren. Verglichen mit anderen periodontalen Behandlungsmethoden birgt diese Form zahlreiche Vorteile. Sie ist schmerzlos, schnell, es werden keine Medikamente eingesetzt, sie kann selektiv eingesetzt werden und hat keinen Einfluss auf das Geschmacksempfinden der Patienten", resümieren die Experten.

Evelyn Lengauer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.utexas.edu
http://www.asm.org

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