Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erkennungsdienst für Retroviren

25.01.2005


Institut für Klinische und Molekulare Virologie der Universität Erlangen-Nürnberg bleibt Nationales Referenzzentrum



Das Institut für Klinische und Molekulare Virologie der Universität Erlangen-Nürnberg unter der Leitung von Prof. Dr. Bernhard Fleckenstein wird in den kommenden drei Jahren weiterhin als Nationales Referenzzentrum für Retroviren fungieren. Für Forscher, Kliniker und niedergelassene Ärzte bedeutet dieser Bescheid des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung, dass sie sich bis Ende des Jahres 2007 wie gewohnt nach Erlangen wenden können, wenn sie die jeweils aktuellsten Informationen über Diagnostik, Therapie und molekularbiologische Grundlagen von Retrovirus-Erkrankungen benötigen.

... mehr zu:
»DNA »RNA »Retrovire


Als Referenzzentrum hat das Erlanger Institut seit 1996 die Aufgabe, den neuesten Stand des medizinischen Wissens über Retroviren und deren Anteil an Krankheitsprozessen zu dokumentieren und bereitzustellen. Die Entscheidung des Ministeriums ist ein Beleg dafür, dass das Institut in der Diagnostik auf diesem Gebiet die führende Stellung in Deutschland einnimmt.

Der bekannteste Vertreter der Retroviren ist HIV, das Immunschwäche-Virus, das die AIDS-Erkrankung verursacht. Als weiterer gefährlicher Krankheitserreger aus dieser Gruppe kann das Humane T-Zell-Leukämievirus angeführt werden. Der Name der Retroviren verweist auf ihre Fähigkeit, den Fluss der genetischen Information, der generell von der "Kopiervorlage" DNA zur RNA führt, umzukehren und stattdessen Informationen von RNA auf DNA zu übertragen.

Von zentraler Bedeutung für Mediziner ist derzeit, dass stets die aktuellsten Erkenntnisse zur Entwicklung von Resistenzen bei der Anlaufstelle in Erlangen abgerufen werden können. Der weltweite Einsatz von antiretroviralen Medikamenten, die Krankheiten wie AIDS in ihrem Verlauf aufhalten oder verlangsamen, bedeutet zunehmend neue Hoffnung und Lebensqualität für viele Patienten, auch in der Dritten Welt. Wegen der raschen Vermehrung und hohen Mutationsrate der Viren fördert die Behandlung jedoch zugleich das Auftreten von Virustypen, gegen welche die eingeführten therapeutischen Substanzen nichts mehr ausrichten. Eine detaillierte Beschreibung des molekularen Aufbaus, der Abfolge von Nukleotiden im Virusgenom, ist erforderlich, um solche Retroviren zu identifizieren.

Weitere Informationen

Prof. Dr.
Bernhard Fleckenstein
Dr. Hauke Walter
Institut für Klinische und Molekulare Virologie
Tel.: 09131/85-23563
fleckenstein@viro.med.uni-erlangen.de

Ute Missel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de/

Weitere Berichte zu: DNA RNA Retrovire

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Wachablösung im Immunsystem: wie Dendritische Zellen ihre Bewaffnung an Mastzellen übergeben
16.11.2017 | Universitätsklinikum Magdeburg

nachricht Wie Lungenkrebs zur Entstehung von Lungenhochdruck führt
16.11.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte