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Erste Tests mit künstlicher Bioniere erfolgreich

08.11.2004


Gerät besteht teilweise aus menschlichen Zellen



Der erste Test mit einer künstlichen Bioniere hat viel versprechende Ergebnisse geliefert. Zehn Nierenpatienten testeten an der University of Michigan ein Gerät, das auf dem gleichen Prinzip wie eine Dialyse beruht aber teilweise aus menschlichen Zellen besteht. Eines Tages soll das so genannte Renal Tubule Assistant Device (RAD) ein implantierbarer Ersatz für versagende Nieren werden. Die Ergebnisse der Studie wurden in Kidney International veröffentlicht.

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Die teilnehmenden Patienten litten unter akutem Nierenversagen und anderen vergleichbaren Krankheiten. Sie wurden bis zu 24 Stunden mit RAD behandelt. Das Gerät wird außerhalb des Körpers eingesetzt und hilft die Giftstoffe aus dem Blut zu filtern. Es besteht aus hohlen Fasern, die mit der Art von Nierenzellen ausgekleidet sind, die die lebensnotwendigen Elektrolyte, Wasser und Glucose wieder aufnehmen, die aus dem Blut gefiltert wurden. Zusätzlich produzieren sie andere wichtige Moleküle, die der Körper zur Infektionsabwehr benötigt. Dieses Verfahren macht das Gerät einer realen Niere ähnlicher als konventionelle Dialysegeräte.

Sechs von zehn Patienten überlebten mehr als 30 Tage nachdem sie mit RAD behandelt wurden. Einige der Teilnehmer mussten die Behandlung laut BBC aufgrund von niedrigen Blutzuckerwerten oder Komplikationen durch andere Erkrankungen abbrechen. Der leitende Wissenschafter David Humes erklärte, dass diese Ergebnisse sehr gut seien, wenn man bedenke, wie schlecht die Ergebnisse normalerweise bei derart schwer kranken Patienten seien.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.med.umich.edu
http://www.blackwellpublishing.com/journal.asp?ref=0085-2538

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