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RUB-Absolvent gründet erstes Institut für Logotherapie in den USA

09.09.2004


Der Bochumer Arbeitswissenschaftler Dr. Reinhard Zaiser hat eine lukrative Marktlücke gefunden: In Chicago gründet er das "Institute for Logotherapy and Existential Analysis", das erste Institut für Logotherapie in den USA. Dort wird er Fachkräfte darin ausbilden, Managern und Führungskräften durch ihre Existenzkrisen zu helfen und ihnen das Gefühl der Sinnlosigkeit zu nehmen. Mit seiner Institutsgründung setzt Dr. Zaiser die Reihe erfolgreicher Spin-Offs aus der RUB fort.



Deutsche Forschung ist in Amerika gefragt. Der Bochumer Arbeitswissenschaftler Dr. Reinhard Zaiser hat eine lukrative Marktlücke gefunden: In Chicago gründet er das "Institute for Logotherapy and Existential Analysis", das erste Institut für Logotherapie in den USA. Dort wird er Fachkräfte darin ausbilden, Managern und Führungskräften durch ihre Existenzkrisen zu helfen und ihnen das Gefühl der Sinnlosigkeit zu nehmen. Mit seiner Institutsgründung setzt Dr. Zaiser die Reihe erfolgreicher Spin-Offs aus der RUB fort.

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Master of Organizational Management

Seine Management- und Weiterbildungskenntnisse hat Dr. Reinhard Zaiser im Studiengang "Master of Organizational Management" am Institut für Arbeitswissenschaften der RUB erworben. Der nächste Durchgang des Masterprogramms startet am 1. März 2005, Bewerbungsschluss ist der 15. November.

Eine Marktlücke füllen

Die Top-Manager dieser Welt arbeiten für US-amerikanische Unternehmen. Dementsprechend hoch müsste in den USA - insbesondere in einem Industrieraum wie Chicago - die Zahl derer sein, die unter der so genannten "Managerkrankheit" leiden. Wieso aber gibt es in den USA kein einziges Ausbildungsinstitut für Logotherapie, wo doch den Amerikanern diese Form der sinnorientierten Psychotherapie durchaus ein Begriff ist und das Buch "Man’s Search for Meaning" des Neuropsychiaters Viktor E. Frankl (1905-97) ein Bestseller war? So weit die Überlegungen des RUB-Absolventen und Arbeitswissenschaftlers Dr. Zaiser, der kurzerhand selbst die Initiative ergriffen hat und nun sein Institut gründen wird.

Sinn - alles, was ein Mensch braucht

Von Freud wissen wir: Der Mensch strebt nach Lust. Alfred Adler lehrte uns: Der Mensch strebt nach Macht. Aber erst durch Viktor E. Frankl wurde uns klar: Der Mensch strebt nach nichts anderem als Sinn. Die Logotherapie ist eine Form der Psychotherapie, die diese Lehre Frankls aufgreift und sich an der Sinnsuche des Menschen orientiert. Unser Bedürfnis nach Sinn steht sogar noch über unserem Lust- und Machtstreben - denn eines braucht der Mensch unbedingt: Ein Projekt, an dem er sich "abarbeiten" kann und in dem er seinen Sinn findet. Das Problem vieler Manager sei, dass sie in ein "existentielles Vakuum" fallen, so Zaiser, in eine Sinnkrise, die sie in Depression und Aggression treibt. Sie fühlen sich sinnlos, sind frustriert und unmotiviert und können diese Defizite weder am Arbeitsplatz noch in ihrer Freizeit ausgleichen. Seit Frankl heißt dieses Phänomen "Managerkrankheit". Diese psychische Störung will die Logotherapie heilen, indem der Therapeut gemeinsam mit dem Betroffenen dessen Sinn in einer bestimmten Situation nachspürt - so kann die seelische Gesundheit und Zufriedenheit des Patienten wiederhergestellt werden.

Die "Managerkrankheit" heilen

Den Absolventen seines Instituts in Chicago will Zaiser logotherapeutische Kenntnisse vermitteln, die sie später im Wirtschaft und Management oder als Unternehmensberater und Coach einsetzen können. Daher bietet das Institut neben der Ausbildung zum Logotherapeuten auch Seminare zu "Management by Meaning" an, die sich an Führungskräfte richten und sie in Personalführung und Motivation schulen. Zu diesem Thema ist kürzlich Dr. Zaisers Buch "Management by Meaning - Personalführung und Motivation unter dem Aspekt der Logotherapie" erschienen.

Weitere Informationen

Dr. Reinhard Zaiser, E-Mail: rzaiser@yahoo.com
Dr. Martin Kröll, Institut für Arbeitswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, NB 1/74, E-Mail: Martin.Kroell@rub.de

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.rub.de/iaw

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