Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue therapeutische Strategien zur Vorbeugung von Herz- und Gefäßerkrankungen

18.06.2001

Welche neuen Strategien zur Vorbeugung des Herzinfarktes gibt es heute? Prof. Thiery lud für den 23. Juni 2001 international ausgewiesene Stoffwechselexperten und Kardiologen nach Leipzig ein, um neue therapeutische Strategien in der Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen zu diskutieren. Fragen nach der modernen diagnostischen Strategie und nach den Zielsetzungen der Prävention werden hier ebenso eine Rolle spielen wie die brisante Diskussion, welche und wie viel Prävention wir uns bei dem rasanten medizinischen Fortschritt und dem Älterwerden der Bevölkerung in unserem Gesundheitssystem überhaupt noch leisten können. 

Neue therapeutische Strategien zur Vorbeugung von Herz- und Gefäßerkrankungen - Symposium am Universitätsklinikum Leipzig

Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße sind in der westlichen Welt die Todesursache Nummer 1. Das liegt einerseits am hier verbreiteten Lebensstil der Menschen, der durch Bewegungsarmut und fettreiche Kost gekennzeichnet ist. Andererseits werden durch Fortschritte der Medizin die Menschen und auch ihre Arterien immer älter; hieraus resultiert auch eine Zunahme von Herz- und Gefäßerkrankungen.

Das Team um Prof. Dr. med. Joachim Thiery, Direktor des Institutes für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik am Universitätsklinikum Leipzig und neuer Vorsitzender der Arbeitsgruppe "Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen" der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung, das diese Tagung organisiert, zählt zu den wissenschaftlich hervorragend ausgewiesenen Arbeitsgruppen in Deutschland auf dem Gebiet des Cholesterinstoffwechsels, der Koronarprävention und der Erforschung genetischer Faktoren der Arteriosklerose und der Herzinfarktdisposition. Er ist der Meinung, dass man von Kindesbeinen an einen Lebensstil pflegen sollte, der für die Zukunft Gesundheit sichert. Jeder sollte seinen Cholesterinwert und seine Risikofaktoren kennen. Eine Orientierung an mediterraner Ernährung mit einer Reduktion von gesättigten Fetten, verbunden mit regelmäßiger Bewegung können dem Herzinfarkt auch ohne Medikamente vorbeugen.

Welche neuen Strategien zur Vorbeugung des Herzinfarktes gibt es heute? Prof. Thiery lud für den 23. Juni 2001 international ausgewiesene Stoffwechselexperten und Kardiologen nach Leipzig ein, um neue therapeutische Strategien in der Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen zu diskutieren. Fragen nach der modernen diagnostischen Strategie und nach den Zielsetzungen der Prävention werden hier ebenso eine Rolle spielen wie die brisante Diskussion, welche und wie viel Prävention wir uns bei dem rasanten medizinischen Fortschritt und dem Älterwerden der Bevölkerung in unserem Gesundheitssystem überhaupt noch leisten können.

Die Tagung ist in zwei große Komplexe gegliedert: Vormittags liegt der Schwerpunkt auf der Therapie von Fettstoffwechselerkrankungen; nachmittags stehen Adipositas und Diabetes - neue Präventionsstrategien zur Verhinderung kardiovaskulärer Folgeerkrankungen auf der Tagesordnung.

Fettstoffwechselstörungen zählen zu den führenden Risikofaktoren für Herz- und Gefäßerkrankungen. Zu viel Cholesterin im Blut führt in den Blutgefäßen zu entzündlichen Reaktionen mit einer Speicherung von Cholesterin als sogenannte Plaques in der Gefäßwand. Es kommt zur Arteriosklerose, in deren Folge es zum Aufbrechen der Gewfäßwandplaques und dem plötzlichen Verschluss eines Blutgefässes kommen kann. Es resultieren Herzinfarkt, Schlaganfall oder andere lebensgefährliche Erkrankungen im Versorgungsgebiet der Blutgefässe.

Bestimmte cholesterinsenkende Medikamente (Statine) haben überaus überzeugend ihren Nutzen in der Verhinderung von Herzinfarkten und in der Verlängerung der Lebenszeit gezeigt. Allerdings ist ihr Einsatz nicht bei jedem erhöhten Cholesterin indiziert. Deshalb dürfte der Beitrag zu dieser Thematik unter dem Blickwinkel einer evidence-based medicine besonders interessant sein. In diesem Zusammenhang werden auch neue Optionen zum Einsatz cholesterinsenkender Medikamente als mögliche Alternative zu risikoreichen invasiven Eingriffen (PTCA; Bypass) dargestellt. Neben der Hypercholesterinämie spielt heute als herausragende Ursache des Herzinfarktes der Symptomenkomplex mit Diabetes mellitus, Adipositas und Bluthochdruck eine zentrale Rolle. In der Therapie des Diabetes wurden in jüngster Zeit völlig neue Ansätze aus Erkenntnissen der molekularen Forschung entwickelt.


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Alle auf dem Symposium vertretenen namhaften Ärzte und Wissenschaftler vereint die Grundidee, der Killerkrankheit Nummer eins, der Arteriosklerose zu begegnen. Da zur Prävention auch Aufklärung der Patienten gehört, nehmen wir gern die Hilfe der Medien in Anspruch. Sie sind herzlich eingeladen, an unserem Symposium oder einzelnen Vorträgen teilzunehmen oder mit den Referenten zu sprechen. Das Symposium am 23. Juni beginnt um 9.00 Uhr im Hörsaal Chemie, Johannisallee 29. Wenn sie im Vorfeld einen Beitrag zu den angeschnittenen Themen oder zu anderen Fragen planen (ein Programm stellen wir Ihnen gern zur Verfügung; Pressestelle, Tel.: 0341 97 30 152; Fax: 0341 97 30 159; E-Mail: adams@uni-leipzig.de ) setzen Sie sich bitte mit dem Organisator des Symposiums, Herrn Prof. Thiery thiery@medizin.uni-leipzig.de , in Verbindung, Tel.: 0341 97 22 254; Fax: 0341 97 22 209.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Bärbel Adams

Dr. Bärbel Adams | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Verschwindende Äderchen: Diabetes schädigt kleine Blutgefäße am Herz und erhöht das Infarkt-Risiko
23.03.2017 | Technische Universität München

nachricht Ein Knebel für die Anstandsdame führt zu Chaos in Krebszellen
22.03.2017 | Wilhelm Sander-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise