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Internet ist wichtigstes Informationsmedium zum Thema Gesundheit

01.07.2004


Aufklärung, Beratung und Tipps für die Selbstmedikation gefragt

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Die eigene Gesundheit steht derzeit ganz oben auf der persönlichen Interessensskala, das Internet ist zur bevorzugten und wichtigsten Informationsquelle rund um das körperliche Wohlergehen geworden, und Aufklärung, Beratung und Tipps sind die Kerninhalte, die von Online-Portalen zu diesem Thema erwartet werden. Das sind die zentralen Ergebnisse einer aktuellen Studie, die auf dem Internetportal WEB.DE (http://web.de) durchgeführt wurde. "Qualitativ hochwertige Informationen, die jederzeit verfügbar sind, und Services, deren Mehrwert vor allem in Zeit- und Geldersparnissen liegt, sind die Benchmarks, an denen sich Gesundheitsangebote in den Medien messen lassen müssen", fasst René Lamsfuß, Leiter Marktforschung bei WEB.DE und Mitglied der IAB Europe Researcher Group, zusammen.

Verstärkter Trend zur Selbstmedikation induziert Nachfrage nach Information - über das Internet


Das körperliche Wohlergehen rangiert derzeit ganz oben im Mindset der Befragten. So interessieren sich 83,4% der WEB.DE Nutzer für Themen rund um Gesundheit und Medizin - noch vor Wirtschaft und Finanzen (71,7%), Urlaub und Reise (68,2%) und Sport (63,1%). Die Gesundheitsreform und insbesondere die Praxisgebühr und die hohen Zuzahlungen bei rezeptpflichtigen Medikamenten führen dabei dazu, dass fast jeder Zweite (46,2%) bei Krankheit inzwischen auf Selbstmedikation setzt. Die verstärkte eigenverantwortliche Auseinandersetzung mit den Themen Krankheit und Gesundheit hat auch zur Folge, dass fast zwei Drittel (61,7%) nach eigenen Angaben beim Arztbesuch genau wissen, was sie wollen, - so sie denn professionellen ärztlichen Rat einholen, der nach wie vor fast drei Viertel (73,7%) der WEB.DE Nutzer wichtig ist.

Bei den zur aktiven Informationsbeschaffung gewählten Quellen schlägt das Internet (von 67,9% der Befragten genutzt) alle anderen dafür in Frage kommenden Medien wie Zeitungen und Zeitschriften (63,0%) und das Fernsehen (62,7%) - liegt aber auch deutlich vor dem Haus- (61,0%) oder Facharzt (46,8%) und dem Apotheker (41,1%).

Und nach wie vor gilt: Der entscheidende Einfluss des Internets auf das Kaufverhalten erfolgt primär nicht über den Bereich E-Commerce, sondern über den "Schaufenster-Effekt" (Online informieren - offline kaufen). Lediglich jeder Zehnte (9,6%) gibt an, Medikamente online bestellt zu haben. Und auch wenn sich der dieser Anteil in den nächsten 12 Monaten fast verdreifachen wird und für die Hälfte der WEB.DE Nutzer Online-Apotheken eine Alternative zu "Offline"-Apotheken sind, da sie vor allem Wege ersparen (62,9% der Befragten) und Medikamente günstiger bezogen werden können (56,2%), haben sie für die WEB.DE Nutzer doch zwei entscheidende Nachteile: Sie bieten nicht den Service herkömmlicher Apotheken (66,3%), und bei akuten Beschwerden kommen die Medikamente zu spät (70,3%). "Hier zeigt sich einmal mehr: Die mediale Macht von Online entfaltet sich offline - und dies gilt insbesondere für den Gesundheitsbereich", erläutert Lamsfuß diesen Studienaspekt.

Online-Portale als Aufklärer und Ratgeber - auch via Internetwerbung

Auch bei den Inhalten von Online-Portalen zum Thema Gesundheit haben die befragten WEB.DE Nutzer klare Vorstellungen und Anforderungen: So erwarten 85,4% Informationen zu Ursachen und Symptomen von Krankheiten sowie zu deren Behandlungsmöglichkeiten. Für jeweils knapp ein Drittel sind Preise und Wirkstoffe von Medikamenten (64,9%) und Tipps und Tricks zu gesunder Lebensweise (62,8%) wichtig. Und auch Wissenswertes zu alternativer Medizin ist gefragt (59%). Gut die Hälfte der WEB.DE Nutzer (49,7%), findet in diesem Zusammenhang Online-Werbung informativ - Fernsehwerbung hingegen nur 46,1%. Dass Online-Werbung auf interessante Produkte und Angebote aufmerksam macht, begrüßen 58% der Befragten, und knapp zwei Drittel (74,2%) sehen Internetwerbung als selbstverständliches Kommunikationsinstrument moderner Unternehmen und Produkte an - wobei über zwei Drittel (77,6%) insbesondere im schnellen und direkten Erreichen der relevanten Informationen durch die Verlinkung der Werbeflächen mit den dazugehörigen Informationsseiten ein klares Asset der Online-Werbung sehen.

Als klar bevorzugte Werbeform für Gesundheitsprodukte erweisen sich aus Sicht der Befragten schließlich seitenintegrierte Werbeformen wie Microsites (51,5%). Sie bieten nicht nur viel Platz für Informationen, sondern genießen aufgrund ihrer nicht unterbrechenden Wirkung beim Transport werblicher Botschaften auch eine hohe Akzeptanz.

Nadja Elias | WEB.DE AG
Weitere Informationen:
http://web.de

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