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Probiotische Bakterien zur Behandlung von Autismus

05.05.2004


Klinische Tests beginnen in der zweiten Jahreshälfte



Wissenschaftler der University of Reading wollen nachweisen, dass probiotische Bakterien bei der Behandlung von Autismus unterstützend wirken können. Die Bakterien sollen konkret bei den Darmproblemen helfen und die psychologischen Symptome erleichtern. Klinische Tests zur Überprüfung dieses Behandlungsansatzes sind laut Nature bereits geplant.

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Es ist bekannt, dass autistische Kinder über eine größere Menge so genannter "schlechter" Bakterien, den Clostridia, in ihren Därmen verfügen. Der Wissenschaftler Glenn Gibson hofft, dass probiotische Nahrungsmittelergänzungen diese Werte senken und so zu einer Verringerung der Symptome beitragen können. Es wird jedoch nicht davon ausgegangen, dass die schlechten Bakterien für den Autismus verantwortlich sind. Genetische und umweltbedingte Faktoren tragen gemeinsam zur Entstehung einer Erkrankung bei, deren genaue Ursache unbekannt ist. Toxische Nebenprodukte der Bakterien könnten jedoch über das Blut ins Gehirn gelangen und dort schädliche Auswirkungen haben.

Das Team wird ein Jahr lang mit bis zu 70 autistischen Kindern Untersuchungen durchführen. Eine Hälfte der Teilnehmer wird probiotische Nahrungsmittelergänzungen erhalten, die andere ein Plazebo. Monatlich werden Stuhlproben analysiert und die psychologischen und physischen Symptome festgestellt. Derzeit wird an der Auswahl der richtigen Bakterien gearbeitet. Ein Kandidat, Lactobacillus plantarum 299v, gilt als sehr viel versprechend.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.rdg.ac.uk

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