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Neue Operationsmethode bei Hirntumoren: Farbige Tumore lassen sich leichter entfernen

14.01.2004


Fünf von 100.000 Menschen in Deutschland erkranken an einem bösartigen Hirntumor. Gerade bei dem hirneigenen, malignen Tumor sind die Prognosen schlecht, es ist kaum möglich, die schnell wachsende Geschwulst komplett zu entfernen. Das Problem liegt dabei im Übergang zwischen Tumor und Hirngewebe, hier ist die Abgrenzung nur sehr schwer möglich. Bislang bedeutete das, dass man lieber weniger als mehr entfernte, um auf keinen Fall das Hirn (neurologische Funktionen) zu zerstören. Das hieß aber auch, dass unter Umständen relativ viel vom Tumor stehen blieb und er sehr schnell nachwachsen konnte.



Privatdozent Dr. Walter Stummer (Neurochirurgische Klinik) ist es nun gelungen, eine Substanz zu entwickeln, die die Hirntumore einfärbt. Trinken die Patienten vor der Operation eine Substanz mit dem Namen 5-ALA, so fluoreszieren die Tumoren. Dem Chirurgen ist es somit möglich, genau zwischen Tumor und Hirn zu unterscheiden. 5-ALA ist eine körpereigene Substanz, die bevorzugt im Gewebe maligner Gliome zu einem stark fluoreszierenden Farbstoff umgewandelt wird, dem Protoporphyrin IX. Dieser, unter blau-biolettem Licht stark leuchtende Farbstoff, erlaubt nun die bessere Abgrenzung von Tumorgewebe, wodurch die Operationen sicherer und vollständiger werden.

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»Hirntumor


Die Anwendung dieser Substanz erfolgt bislang im Rahmen von Studien, rund 380 Patienten sind bereits so behandelt worden.

Für weitere Informationen: PD Dr. Walter Stummer (0211) 81-19727, stummer@med.uni-duesseldorf.de

Dr. Victoria Meinschäfer | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-duesseldorf.de

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