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Traditionelle Chinesische Medizin kann Gesundheitssystem finanziell entlasten

19.11.2003


Die explodierenden Kosten des Gesundheitssystems könnten mit der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) aufgefangen werden, zeigen sich Experten überzeugt. An der am 12. September akkreditierten, ersten Europäischen Privatuniversität für TCM ist ein Modellprojekt zur Kostensenkung mit Behandlungen der Chinesischen Medizin unter dem Arbeitstitel "Erforschung neuer Wege im Gesundheitswesen" geplant.



"An der neu gegründeten TCM-Universität können in Kooperation mit anderen universitären Forschungsstätten und den Krankenkassen fächerübergreifende Forschungsprojekte zur Effizienzsteigerung und Kostenersparnis im Gesundheitssystem durchgeführt werden", meint der Rektor und Schulmediziner Andreas Bayer, zu pressetext.austria. Bayer ist davon überzeugt, dass in der dauerhaften Debatte über die Leistbarkeit des Gesundheitssystems die TCM einen wesentlichen Beitrag liefern kann. "Die funktionell regulierende Wirkung erlaubt die wirkungsvolle Anwendung bei einer Vielzahl chronischer Störungen und hilft den Einsatz der teuren Apparatemedizin zu vermindern", so Bayer. Bereits 2001 hat eine Studie mit der Österreichischen Alzheimergesellschaft gezeigt, dass die TCM auch schwere chronische Krankheitsverläufe wie bei Morbus Alzheimer und Morbus Parkinson verzögern und positiv beeinflussen kann.

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"Die erste Europäische Privatuniversität für TCM versteht sich als Brückenkopf zwischen Ost und West und verbindet die Vorteile der westlichen Medizin mit jenen der Jahrtausende alten asiatischen Medizin", betont Bayer. Ziel sei es, die Möglichkeiten der Chinesischen Medizin optimal an die westlichen Gegebenheiten und Bedürfnisse anzupassen. "Hier sehen wir unseren Handlungsbedarf", erklärt der Mediziner. Gesucht wird die enge Zusammenarbeit mit dem Krankenkassenverband zur gemeinsamen Evaluierung der kostengünstigen Einsatzmöglichkeiten.

Das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen hat im Februar 2002 unter der Ministerin Maria Rauch-Kallat als erstes Land der Europäischen Union die Evaluierung der Komplementärmedizin ins Regierungsprogramm aufgenommen. "Mit der Akkreditierung der ersten Europäischen Universität für TCM zeigt sich, dass Regierungsprogramme auch eingelöst werden können", so Bayer. Der Rektor sieht das politische Signal als ersten Schritt zu einem Entwicklungsprozess, der zu einem offeneren und wissenschaftlichen Umgang mit der Komplementärmedizin führen kann. Das sei ein wesentlicher Impuls zur Vorsorgemedizin für alle. "Darüber hinaus führt es zur Entwicklung der TCM als vollwertigen medizinischen Partner der westlichen Medizin, zur validen Ergänzung der Schulmedizin und einer Neudefinition des Gesundheitsbegriffes", meint Bayer.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.tcm-university.edu

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