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Krankheit Kopfschmerzen: Den Kopf frei bekommen

09.04.2003


Patientenleitlinie Kopfschmerzen und Migräne der Uni Witten/Herdecke online



Wer kennt sie nicht? Hämmernde, drückende oder bohrende Schmerzen im Kopf. Doch was für die einen die kurzfristige Folge eines Rausches oder einer Erkältung ist, quält andere als dauerhaftes Schmerzsyndrom. Chronische Kopfschmerzen schränken Lebensqualität und Leistungsfähigkeit ein wie kaum eine andere Krankheit.

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Dazu kommen die volkswirtschaftlichen Folgen: "54 Millionen Deutsche leiden gelegentlich oder dauerhaft an Kopfschmerzen. Alleine die Migräne verursacht einen Arbeitsausfall dessen jährliche Folgekosten auf 2,5 Milliarden Euro geschätzt werden." so der Gesundheitswissenschaftler Dr. Martin Butzlaff von der Universität Witten/Herdecke.

Diese Sonderform der Kopfschmerzen scheint Ärzte und Patienten in besonderem Maße zu überfordern: Nur 62% der Migräne-Patienten suchen wegen ihrer Beschwerden überhaupt einen Arzt auf. Dort werden dann apparative Untersuchungen häufiger als notwendig angeordnet, vorbeugende Maßnahmen aber zu selten eingeleitet.

Einen ausführlichen Ratgeber für Kopfschmerzpatienten haben nun die Mediziner der Universität Witten/Herdecke im Internet veröffentlicht. Leitlinienautorin und Ärztin Bettina Floer: "Wir haben wissenschaftliche Studien über die Kopfschmerzbehandlung kritisch überprüft und erfolgversprechende Ansätze in laienverständliche Sprache übersetzt".

Das Ergebnis: Medikamente müssen gezielt und in manchen Fällen auch vorbeugend eingesetzt werden. Dazu bedarf es gut informierter Ärzte und Patienten, deren gemeinsames Vorgehen klar abgesprochen ist. Kopfschmerzpatienten sollten sich jedoch nicht alleine auf die Wirkung der Chemie verlassen. Nachgewiesen ist auch die heilsame Wirkung einer geänderten Lebensführung. Floer: "Die Patientenleitlinie ermutigt zu viel Bewegung, regelmäßigen Arbeitspausen und ausreichendem Schlaf."

Kontakt:

Bettina Floer
Tel: 02302 - 926-704
E-mail: Floer@evidence.de


Kay Gropp | idw
Weitere Informationen:
http://www.Patientenleitlinien.de
http://www.evidence.de

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