Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Steife Aorta deutet auf hohes Schlaganfallrisiko hin

04.04.2003


Zusammenhang unabhängig von anderen Faktoren wie Diabetes oder Bluthochdruck



Französische Forscher haben erstmals eine steife Hauptschlagader mit einem tödlichen Hirnschlag in Verbindung gebracht, unabhängig von anderen Risikofaktoren für einen Schlaganfall. Demnach haben Menschen mit einer steifen Hauptschlagader ein besonders hohes Schlaganfallrisiko. Zu diesem Schluss kommt das Team unter der Leitung von Stephane Laurent vom Europäischen Krankenhaus George Pompidou in Paris im Fachmagazin Stroke.



Die Aorta (Hauptschlagader) leitet das Blut vom Herzen zu allen Körperteilen. Umwelt- und genetische Faktoren sowie der Alterungsprozess verringern die Elastizität der Arterienwände. Die erhöhte Steifheit führt zu einem erhöhten Blutdruck. Die französischen Forscher beobachteten über einen Zeitraum von rund acht Jahren 1.715 Patienten mit leichtem Bluthochdruck aber ohne Anzeichen einer Herzerkrankung. Bei jedem Patienten war bis zu einem gewissen Grad eine Steifheit der Arterien ausgeprägt. Im Untersuchungszeitraum starben 157 Patienten, 25 davon an einem Hirnschlag.

Nach der Analyse der Daten zeigte sich, dass deren Hauptschlagadern besonders steif waren. Der Zusammenhang zwischen der Steifheit der Aorta und dem Hirnschlagrisiko blieb selbst unter Anbetracht der Risikofaktoren Alter, erhöhter Cholesterinspiegel, Diabetes, Rauchen oder Bluthochdruck bestehen. Noch ist nicht geklärt, ob eine steife Aorta ursächlich einen Hirnschlag auslösen kann. Umfassende klinische Studien sollen zeigen, ob bludrucksenkende Medikamente, die die Steifheit der Arterien verringern, einen Hirnschlag-bedingten Tod verhindern können.

Sandra Standhartinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://stroke.ahajournals.org
http://www.americanheart.org/presenter.jhtml?identifier=3010626

Weitere Berichte zu: Aorta Bluthochdruck Hauptschlagader Hirnschlag Schlaganfallrisiko

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Schnelltests für genauere Diagnose bei Hirntumoren
17.05.2018 | Universitätsklinikum Heidelberg

nachricht Antibiotikaresistenz – schneller und zuverlässiger Nachweis
14.05.2018 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics