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Neue Funktion von Leptin ?

17.12.2002


DFG-Nachwuchsgruppe untersucht am UKBF die immunologische Bedeutung des Hormons


Die pathophysiologische Rolle von Leptin bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen untersucht ab Anfang kommenden Jahres eine DFG-Forschungsgruppe am Universitätsklinikum Benjamin Franklin (UKBF) der Freien Universität Berlin. Die von der Medizinerin Dr. Britta Siegmund geleitete medizinisch-immunologische Arbeitsgruppe, die aus dem Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses finanziert wird, ist an der Medizinischen Klinik I (Direktor Prof. Dr. Martin Zeitz) angesiedelt.

Leptin wurde ursprünglich als Hormon beschrieben, dessen Hauptfunktion in der Steuerung der Nahrungsaufnahme und des Energieverbrauchs besteht. Verschiedene Befunde deuten jedoch darauf hin, dass das Hormon auch eine entscheidende Funktion bei der Immunreaktion des Körpers auf Entzündungen einnimmt. Damit verbindet Leptin das Hormonsystem mit dem Immunsystem und eröffnet so einen neuen Forschungsbereich. Die systematische Untersuchung der Funktion Leptins im Immunsystem des Darms wird im Mittelpunkt der zweijährigen Arbeit der DFG-Nachwuchsgruppe stehen, die sich zunächst auf das Tiermodell beschränkt. Für das bessere Verständnis der Rolle von Leptin in der Entstehung der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) und für die Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze sind dies entscheidende Grundlagen-Untersuchungen.


Mit dem Emmy-Noether-Programm fördert die DFG besonders qualifizierte Nachwuchswissenschaftler, um ihnen den Weg früher wissenschaftlicher Selbstständigkeit zu eröffnen. In der so genannten Phase II, die einem zweijährigen Auslandsaufenthalt folgt, wird den Wissenschaftlern die Chance gegeben, bereits vor der Berufung zum Professor eine Forschungsgruppe eigenverantwortlich zu leiten.

Während des Medizinstudiums an der Ludwig-Maximilians-Universität, München und der Harvard Medical School, hat Dr. Britta Siegmund in München promoviert, wo sie anschließend die Vorarbeiten aus der Zytokinbiologie im Bereich der mukosalen Immunologie vertiefte. Die während des zweijährigen Forschungsaufenthaltes in Denver, Colorado, begonnenen Arbeiten sollen nun am UKBF unter dem Projekttitel "Evaluation einer neuen Funktion von Leptin: Untersuchung der Rolle von Leptin in experimentellen Colitis-Modellen in der Maus" fortgeführt werden.

Nähere Informationen erteilt Ihnen:

Dr. Britta Siegmund
Medizinische Klinik I
Universitätsklinikum Benjamin Franklin
Freie Universität Berlin
Hindenburgdamm 30, 12200 Berlin
Email: britta.siegmund@medizin.fu-berlin.de

Katrin Pommer | idw
Weitere Informationen:
http://www.medizin.fu-berlin.de

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