Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Freizeitkrankheit" kommt am Wochenende

21.11.2002


Risiko: Großes Verantwortungsgefühl und starker Leistungswille im Job.

... mehr zu:
»Freizeitkrankheit

Wer am Wochenende bzw. im Urlaub krank ist, könnte möglicherweise an der so genannten "Freizeitkrankheit" leiden. Wer sich systematisch in der Freizeit krank fühlt, den macht vielleicht die Arbeit krank. Forscher der Universität Tilburg haben das Krankheitsbild in der aktuellen Ausgabe von "Psychotherapy and Psychosomatics" näher erläutert, denn die Freizeitkrankheit ist ein bereits relativ häufiger Zustand.

Seit geraumer Zeit untersuchen Forscher unter der Leitung von Ad J. J. M. Vingerhoets den Grund, warum das Wochenende zum "Gesundheitsrisiko" werden kann. Um mehr über die Freizeitkrankheit zu erfahren, befragten die Forscher 1.128 Männer und 765 Frauen, ob sie sich in der Beschreibung dieses Zustands wiederfinden würden bzw. wie sich die Freizeitkrankheit äußere. Zusätzlich wurde anhand einer Befragung von 114 Betroffenen und 56 Kontrollpersonen über Hintergründe und Symptome ermittelt.


Männer tendieren eher zur Freizeitkrankheit. Rund drei Prozent aller Männer berichteten über Kopfschmerzen/Migräne, Müdigkeit, Muskelschmerzen und Übelkeit am Wochenende. Keine Seltenheit waren auch grippale Infekte im Urlaub. Einige Befragte gaben an, bereits seit zehn Jahren an der Freizeitkrankheit zu leiden. Der Beginn allen Übels wurde häufig mit Stresssituationen in Zusammenhang gebracht.

Betroffene berichteten über Schwierigkeiten beim Übergang von der Arbeit in die Freizeit, von Stress im Zusammenhang mit Reisen oder Urlaub aber auch über hohe Arbeitsbelastung. Lifestyle-Faktoren oder Freizeitaktivitäten haben der Untersuchung zufolge wenig Einfluss auf die Entstehung. Viel mehr deuten die Daten darauf hin, dass die "Drahtzieher" eine hohe Arbeitsbelastung, ein hohes Verantwortungsbewusstsein im Job und die Unfähigkeit, sich in der Freizeit zu entspannen, sind. Ein weiterer Risikofaktor ist der Drang, permanent erreichbar sein zu wollen.

Sandra Standhartinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.tilburguniversity.nl
http://content.karger.com/ProdukteDB/produkte.asp?Aktion=ShowAbstract&ProduktNr=223864&Ausgabe=228685&ArtikelNr=65992&ContentOnly=false

Weitere Berichte zu: Freizeitkrankheit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Entschlüsselung von Kommunikationswegen zwischen Tumor- und Immunzellen beim Eierstockkrebs
06.12.2016 | Wilhelm Sander-Stiftung

nachricht Tempo-Daten für das „Navi“ im Kopf
06.12.2016 | Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie