Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stallstaub gegen Heuschnupfen und allergisches Asthma

30.06.2008
Ascenion beteiligt sich an Protectimmun

Um wegweisende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Allergieprävention am Forschungszentrum Borstel (FZB) und der Ruhr-Universität Bochum in die Anwendung zu überführen, wurde im März 2007 ein neues Unternehmen gegründet: Protectimmun GmbH.

Ziel ist die Entwicklung eines Medikamentes, das Kinder vor Heuschnupfen und allergischem Asthma schützt. Als exklusiver Vermarktungspartner des FZB hat Ascenion den Lizenzvertrag für die benötigten Patente zwischen FZB und Gründungsteam strukturiert und die Gründer in Fragen der Firmengründung und-entwicklung unterstützt. Für diese Leistungen hat Ascenion jetzt eine Beteiligung am Unternehmen erhalten.

"Wir freuen uns, knapp zwei Jahre nachdem wir unsere Zusammenarbeit mit mehreren Life-Science- Instituten der Leibniz-Gemeinschaft begonnen haben, jetzt ein Start-Up aus ihren Reihen mit auf den Weg zu bringen", sagt Dr. Christian Stein, Geschäftsführer von Ascenion. "Immer mehr Kinder leiden unter allergischen Erkrankungen der Atemwege. Die Geschäftsidee von Protectimmun adressiert deshalb einen akuten medizinischen Bedarf und einen attraktiven Markt."

Schon 2001 wurde in internationalen Studien gezeigt, dass Kinder, die sich in ihrem ersten Lebensjahr auf Bauernhöfen regelmäßig in Ställen aufgehalten haben, später nahezu immun gegen Heuschnupfen und allergisches Asthma sind. Vor diesem Hintergrund haben Wissenschaftler am FZB und der Ruhr-Universität Bochum Verfahren entwickelt, um Stallstaub zu extrahieren und als Aerosol, z.B. als Nasenspray, zu verabreichen. Im Tiermodell wurde die präventive Wirkung bereits bestätigt. Die Identifizierung der wirksamen Substanzgruppen im Stallstaub und ein entsprechender Ausbau der Patentsituation zählen zu den nächsten Meilensteinen. Ascenion wird dem Team dabei weiterhin zur Seite stehen.

"Im Weiteren konzentrieren wir uns darauf, die präklinische Toxikologie abzuschließen, um den Weg für den Start klinischer Studien zu ebnen", so Dr. Marion Kauth, Geschäftsführerin von Protectimmun. "Das zunehmend umfassende Set präklinischer Daten unterstützt auch unsere Position in Verhandlungen mit weiteren Kapitalgebern."

Die erste Startfinanzierung erhielt das Team im Februar 2008 durch das siebte Forschungsrahmenprogramm der EU und durch einen Entwicklungskostenzuschuss eines Industriepartners.

Ascenion hat als Coach bereits mehrere Spin-Offs begleitet und hält derzeit 14 Beteiligungen an diesen Unternehmen, einschließlich Protectimmun. Erlöse aus dem Spin-Off Geschäft fließen an die Life Science-Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Forschung und werden von dieser für entsprechende Forschungsvorhaben vergeben.

Kontakt
Dr. Peter Ruile, COO
T: +49 (0)89 318814-14, E: ruile@ascenion.de
Ascenion GmbH, Herzogstr. 64, 80803 München
Hintergrundinformation
Ascenion GmbH
Ascenion GmbH ist ein IP Asset Management-Unternehmen, das sich auf den Bereich Life Sciences konzentriert. Ascenion berät und unterstützt öffentliche Forschungseinrichtungen beim Schutz und der Verwertung ihres geistigen Eigentums (Patente, Know-how, Materialien) und übernimmt die Anbahnung und Vermittlung von Lizenz¬verträgen zwischen Forschungseinrichtungen und Industrie. Ein besonderer Schwerpunkt von Ascenion ist das Coaching von Unternehmensgründern und das aktive Beteiligungs¬management. Das Unternehmen wurde 2001 als 100%ige Tochter der Life Science-Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Forschung gegründet und hat seitdem 12 Forschungseinrichtungen der Helmholtz und Leibniz Gemeinschaft sowie die Medizinische Hochschule Hannover als exklusive Partner gewonnen. Für diese vermarktet Ascenion momentan rund 600 Technologien und schließt pro Jahr durchschnittlich 60 Verträge zwischen Forschung und Industrie. Das Team hat als Coach bereits mehrere Spin-Offs begleitet und hält derzeit 14 Beteiligungen an diesen Unternehmen. Hauptsitz von Ascenion ist München, weitere Geschäftsstellen sind in Berlin, Braunschweig, Hamburg, Hannover und Neuherberg.

Dr. Peter Ruile | Ascenion GmbH
Weitere Informationen:
http://www.ascenion.de

Weitere Berichte zu: Asthma FZB Heuschnupfen Protectimmun Stallstaub

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Kommunikation ist alles – auch im Immunsystem
28.11.2017 | Universitätsklinikum Magdeburg

nachricht Wie der Stoffwechsel im Zellkern (Krebs-)Gene kontrolliert
28.11.2017 | CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Im Focus: Towards data storage at the single molecule level

The miniaturization of the current technology of storage media is hindered by fundamental limits of quantum mechanics. A new approach consists in using so-called spin-crossover molecules as the smallest possible storage unit. Similar to normal hard drives, these special molecules can save information via their magnetic state. A research team from Kiel University has now managed to successfully place a new class of spin-crossover molecules onto a surface and to improve the molecule’s storage capacity. The storage density of conventional hard drives could therefore theoretically be increased by more than one hundred fold. The study has been published in the scientific journal Nano Letters.

Over the past few years, the building blocks of storage media have gotten ever smaller. But further miniaturization of the current technology is hindered by...

Im Focus: Successful Mechanical Testing of Nanowires

With innovative experiments, researchers at the Helmholtz-Zentrums Geesthacht and the Technical University Hamburg unravel why tiny metallic structures are extremely strong

Light-weight and simultaneously strong – porous metallic nanomaterials promise interesting applications as, for instance, for future aeroplanes with enhanced...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Papstar entscheidet sich für tisoware

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

Natürliches Radongas – zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

„Spionieren“ der versteckten Geometrie komplexer Netzwerke mit Hilfe von Maschinenintelligenz

08.12.2017 | Biowissenschaften Chemie